Katzenvideos sind “moralisch bedenklich”

Kommentiert von Kurt O. Wörl Und sie werden nicht ruhen, bis die Menschheit voller Lebensunlust in protestantischer Manier depressiv in Sack und Asche daherkommt und jede Freude am Leben verloren hat. Zur Zeit werden schon die Jüngsten, die Schulkinder, mit apokalyptischen Prophezeiungen ihrer Lebenslust beraubt. Der Autor der biblischen Offenbarung – man gab ihm den Namen “Johannes” – ich glaube, das war der erste “grüne Kulturkritiker” der auf Erden wandelte. Ich bin da optimistischer: Das von diesen Leuten prophezeihte “Waldsterben” bis zur Baumlosigkeit blieb aus (übrigens dank CO²), dass wir vom Ozonloch “gegrillt” werden erfüllte sich natürlich auch nicht (Ingenieuren…

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Dieter Nuhr über die Gestrigen

entdeckt von Kurt O. Wörl Es ist beruhigend, dass wenigstens manche Komiker in hysterischer Zeit nicht den Kopf verlieren und – wenn auch witzig – hie und da ein paar weise Worte in die Gesellschaft streuen. Eine sehr nützliche Wegweisung gab Dieter Nuhr in seiner Sendung vom 21. März der Jugend: “Wir glauben bei uns immer, die Zukunft liegt im Verhindern.   Wir streiten monatelang um den Hambacher Forst, um ein winziges Wäldchen am Rande der Welt. Weil es bei uns immer um Symbole geht und nicht um die wichtigen Dinge.   Wir streiten monatelang um den Diesel, weil ja…

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Broders Rede vor der AfD-Fraktion

Autor: Kurt O. Wörl Henryk M Broder ist immer für Überraschungen gut. Er war eingeladen zu einem Vortrag bei der AfD-Bundestagsfraktion – er nahm die Einladung an und er meisterte die Herausforderung wahrlich genial. Humor ist bekanntlich die beste Waffe gegen Menschenverächter und intolerante Verächter der freien Meinungsäußerung aller Art, nicht nur in der AfD, sondern in allen Parteien und besonders auch bei den “Grünen”. Ich räume ein, dass nach dem Lesen mein Zwerchfell nur sehr schwer wieder aus einem Lachkrampf heraus fand. und zu einem Muskelkater in der Gegend führte. Prädikat: unbedingt lesenswert. Hier geht’s zum Fundstück: WELT: Henryk…

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Die Opposition

von Kurt Tucholsky Reichsverband Deutscher Verbände zur Züchtung stubenreiner Gebrauchsdackel (Opposition) Im Anfang war der Verein; jede anderweitige Übersetzung des Wortes “Logos” durch Faust beruht auf einem philologischen Irrtum. Danach waren zwei Vereine; ein feinerer und ein minder feiner – diese beiden bekriegten sich, denn ihre Sekretäre wollten auch leben. Als aber ein dritter Sekretär nichts mehr zu tun fand, weil beim besten Willen alle diesbezüglichen Menschen schon in den beiden Vereinen waren und eigentlich kein Platz mehr war für einen dritten: da erfand er dennoch diesen dritten Verein. Er faßte nämlich die beiden vorhandenen Vereine zu einem Reichsverband zusammen,…

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Kurzer Abriss der Nationalökonomie

von Kurt Tucholsky Nationalökonomie ist, wenn die Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben. Das hat mehrere Gründe, die feinsten sind die wissenschaftlichen Gründe, doch können solche durch eine Notverordnung aufgehoben werden. Über die ältere Nationalökonomie kann man ja nur lachen und dürfen wir selber daher mit Stillschweigen übergehn. Sie regierte von 715 vor Christo bis zum Jahre nach Marx. Seitdem ist die Frage völlig gelöst: die Leute haben zwar immer noch kein Geld, wissen aber wenigstens, warum. Die Grundlage aller Nationalökonomie ist das sog. “Geld”. Geld ist weder ein Zahlungsmittel noch ein Tauschmittel, auch ist es keine Fiktion,…

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“Göttliche” Zitate

Feigheit Rudolf von Delius Religion ist Feigheit vor dem Schicksal. Nichts weiter. Empfindlichkeit Kurt Tucholsky So etwas von Empfindlichkeit war überhaupt noch nicht da. Ein scharfes Wort, und ein ganzes Geheul bricht über unsereinen herein: Wir sind verletzt! Wehe! Sakrileg! Unsere religiösen Empfindungen… Und die unseren-? Halten Sie es für richtig, wenn fortgesetzt eine breite Schicht des deutschen Volkes als “sittenlos”, “lasterhaft”, “heidnisch” hingestellt und mit Vokabeln gebrandmarkt wird, die nur deshalb nicht treffen, weil sie einer vergangenen Zeit entlehnt sind? Nehmt ihr auf unsere Empfindungen Rücksicht? Ich zum Beispiel fühle mich verletzt, wenn ich einen katholischen Geistlichen vor Soldaten…

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Der Mensch

von Kurt Tucholsky Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn’s ihm gut geht, und eine, wenn’s ihm schlecht geht. Die letztere heißt Religion. Der Mensch ist ein Wirbeltier und hat eine unsterbliche Seele, sowie auch ein Vaterland, damit er nicht zu übermütig wird. Der Mensch wird auf natürlichem Wege hergestellt, doch empfindet er dies als unnatürlich und spricht nicht gern davon. Er wird gemacht, hingegen nicht gefragt, ob er auch gemacht werden wolle. Der Mensch ist ein nützliches Lebewesen, weil er dazu dient, durch den Soldatentod Petroleumaktien in die Höhe zu treiben, durch den Bergmannstod den Profit…

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