Unfug: Kritik muss konstruktiv sein

Jeder kennt das, denke ich: „Ich habe überhaupt nichts gegen Kritik, aber sie muss konstruktiv sein!“ Wem wäre das Argument beim Äußern von kritischen Anmerkungen noch nicht begegnet? Das Argument, Kritik habe konstruktiv zu sein ist jedenfalls sehr populär, aber zugleich Unsinn und auch gefährlich. Mal ehrlich, möchten Sie wirklich erst dann erfahren, dass Ihr Schiff auf einen Eisberg zusteuert, wenn der Schiffsjunge im Aussichtsmast, der den Eisberg als erster am Horizont entdeckt hat, sich eine Lösung dafür ausgedacht hat, wie man ein Unglück vermeiden kann? Und selbst wenn er eine Idee dafür hätte, wäre es fraglich, ob die Idee…

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E.d.T. am 12.06.2018

Erkenntnis des Tages aus dem Internet – ich seh’s aber genauso:   Ich bin dankbar für die Steuern die ich zu zahlen habe, weil das bedeutet, ich habe ein ein eigenes Einkommen, für das Geschimpfe über die Regierung, weil das bedeutet, wir leben in einem freien Land und haben das Recht auf freie Meinungsäußerung, für den Stau auf der Urlaubsreise, weil das bedeutet ich bin gesund, kann mir die Reise leisten und habe das Recht, dies frei zu tun, für die kritischen Worte der besten Ehefrau von allen, weil das bedeutet ich lebe nicht einsam, für die den Kinderlärm vor…

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Ich kann es nicht mehr hören

Dieser Tage titelte SPIEGEL-online „Männerdominanz in der Regierung – Das Berliner Politik-Patriarchat“. Langsam kann ich das Gejammere, Frauen seien „zu wenig an politischer Macht beteiligt“ – auch wenn es natürlich im Ganzen sehr wohl stimmt – nicht mehr hören. Aber: Um an politischer Macht beteiligt zu werden, muss man sich doch zu allererst auch beteiligen (wollen). Gerade mal ein Drittel der Mitglieder der SPD sind Frauen und in anderen Parteien wird es wohl kaum recht viel anders aussehen. Woher also leiten dann 33% der Partei-Mitglieder eigentlich ihren Anspruch auf 50% der politischen Mandate in Partei, Parlament und Regierung ab? Ganz abgesehen davon, dass…

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