Merkel nimmt Abschied von der Macht:

Erleichterung!

Autor: Kurt O. Wörl

Angela Merkel nimmt ihren Hut – und meine erste körperliche Reaktion war tiefe Erleichterung! Sie war die falsche Kanzlerin zur falschen Zeit und hat unser Land in seine größten Krisen nach 1945 geführt.

Jedenfalls hoffe ich, der Politikstil des Fahrens nur auf Sicht, der reinen Politik des Tages, hat bald ein Ende und das nächste Kabinett wird von einem Kanzler geführt, der wieder Vorstellungen darüber hat, wohin er unser Land zum Besseren führen möchte. Und dass ich hier nur das Maskulinum nenne ist volle Absicht! Mein Bedarf an Kanzlerinnen ist für den Rest meines Lebens hinreichend gedeckt. Es war ein Versuch, den ich 2005 begrüßt hatte und er ist grandios gescheitert.

Ihr nun perfekt inszenierter Rücktritt vom Parteivorsitz und ihr Verzicht auf eine weitere Kandidatur und andere politischen Ämter ist immerhin anerkennenswert. Niccolò Machiavelli, dessen wohl beste Schülerin sie war, wäre stolz auf sie. 

Jedenfalls wird Merkel als Zerstörerin in die Geschichte eingehen. Als Zerstörerin Europas, als Zerstörerin des bewährten Parteiensystems, als Zerstörerin des Vertrauens in die Politik. Sie wird in die Geschichte damit eingehen, dass sie mit ihrer Politik die Pegiadabewegung ausgelöst und eine völkisch-nationalistische Partei hoffähig in den Bundestag und nach Hessen auch in alle Länderparlamente gehievt und mit alle zusammen das Ansehen unseres Landes massiv geschädigt hat.

Begriffe wie Kontrollverlust, Rechtsbruch, Tatlosigkeit, multible Bundeswehreinsätze im Ausland, Brexit, Griechenlandbashing, politischer Stillstand, Dilettantismus, Scherbenhaufen und verbrannte Erde werden in den Köpfen der Menschen für immer mit ihrer Person verbunden bleiben, unabhängig davon, wie ihre, in Nibelungentreue zu ihr stehende, mediale Applauskulisse sie nun für den Rest ihrer Amtszeit noch hochleben lassen wird.

Für die 13 Jahre ihrer Regentschaft kann Angela Merkel nicht einen einzigen, von ihr initiierten, großen Erfolg vorweisen. Mittel- und langfristige Ziele für ihre Politik hatte sie ohnehin nie vorzuweisen. Zusammengefasst wird sie als Versagerin im Gedächtnis haften bleiben. Selbst, dass sie sich überhaupt solange im Amt halten konnte, war nicht ihr Verdienst. Sie konnte sich auf Gerhard Schröders Agenda und Prekarisierungspolitik, welche den Wirtschaftsboom für Deutschland auslöste, ausruhen. Die Unterschicht hatte davon nichts, sie wählt deshalb heute weder Union noch SPD, sondern AfD.

So rufe ich der Pfarrerstochter denn zu:

“Geh mit Gott, aber geh endlich!”

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