Nach Attentat auf Bremer AfD-Politiker:

Merkels Saat geht auf

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Gewalt

Autor: Kurt O. Wörl

Man kann zur AfD stehen wie man will, sie unterstützen, ignorieren oder wie ich völlig ablehnen: Die um sich greifende, politisch motivierte Gewalt ist jedoch mit nichts zu rechtfertigen. Anschläge gegen Parteibüros und körperliche Übergriffe auf Politiker sind keine legitimen Formen der politischen Auseinandersetzungen. Nein, das sind schlicht und einfach Verbrechen, die konsequent bestraft gehören. Den Höhepunkt dieser unsäglichen Entwicklung erlebten wir gestern in Bremen. Der AfD-Landesvorsitzende, MdB Frank Magnitz, wurde Medienmeldungen nach von drei Vermummten angegriffen und schwerst verletzt. Man kann es getrost auch einen Lynchakt nennen. Freilich, die Geister rief die AfD natürlich auch selbst, seit sie sich gemein macht mit Rechtsextremen, gemeinsam mit diesen auf Demos marschiert und sich von Gewalt, z.B. gegen Flüchtlinge, auch nicht offensiv und zweifelsfrei distanziert. 

In einer Pressemitteilung zeigt die AfD auch ein Lichtbild des Verletzten (Vorsicht, sensible Gemüter sollten den Link besser nicht aufrufen, es ist kein schöner Anblick!). Ich denke, angesichts der Schwere der Verletzungen wird die zuständige Staatsanwaltschaft gar nicht anders können, als von einer Tötungsabsicht auszugehen. 

Ob die Veröffentlichung des Fotos vom Verletzten autorisiert ist, ob er für eine Zustimmung überhaupt ansprechbar war, lasse ich mal dahingestellt. Aber der Anblick sollte alle politisch Engagierten zu der Frage führen

“Wollen wir das? Wollen wir als Demokraten Gewalt in der politischen Auseinandersetzung akzeptieren, vielleicht gar noch rechtfertigen wenn sie nach persönlicher Einschätzung nur ‘die Richtigen’ trifft?”

Wer immer das mit “Ja” zu beantworten wagt ist zu fragen, was dann eigentlich seine politischen Gegner davon abhalten sollte, sich auch ihm auf diese Weise zu “nähern”?

Sehr zu hoffen bleibt, dass Frank Magnitz’ Gesundheit wieder vollständig hergestellt werden kann. Die Würde des Menschen ist auch ggü. ungeliebten Andersdenkenden zu wahren. An die Verbrecher gerichtet: Wer unbeirrt von den Folgen stets den Begriff Humanität im Munde führt, hat kein Recht, selbst zu inhumanen Mitteln in der politischen Auseinandersetzung zu greifen.

Manche Kommentatoren in den Medien haben sich bereits festgelegt und sind überzeugt: Linksextreme sind für diese Gewalttaten verantwortlich. Ich halte mich da vorerst zurück und setze auf die Ermittlungsbehörden, obwohl solche Spekulationen freilich nahe liegen. Mir erscheint es wichtiger erneut darauf hinzuweisen, dass Angela Merkels Saat der Zwietracht nun in zunehmenden Gewaltexzessen in unserer Gesellschaft aufzugehen scheint. 

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Die AfD ist ein Retortenkind, ein Homunkulus, gezüchtet, gesät, gehegt und gepflegt von der Bundeskanzlerin. Sie hat als CDU-Vorsitzende die Sozialdemokratisierung ihrer Partei forciert und damit vielen Konservativen die politische Heimat entzogen. Die AfD wurde 2013 nämlich nicht von völkischen Spinnern, sondern vor allem von ehemaligen, enttäuschten CDU-Mitgliedern und anderen Konservativen, die mit dem Linksrutsch der Partei unter Merkel nicht einverstanden waren, initiiert. Sie wurde von durchaus honorigen, Euro-kritischen Männern und Frauen um den liberal-konservativen Ökonomen, Prof. Bernd Lucke, darunter auch der ehemalige Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, gegründet.

Mit der Öffnung nach rechtsaußen, verließen die meisten Gründer die AfD wieder und Olaf Henkel kommentierte diese Partei später nur noch mit “wir haben mit der AfD ein Monster erschaffen”. War der AfD anfangs kaum Erfolg beschieden, mit Umfragewerten unter fünf Prozent, sollte sich dies ab Herbst 2015, als Angela Merkel im Alleingang fast eine Million syrische Flüchtlinge und im Folgejahr noch einmal so viele, vorwiegend junge muslimische Männer, unkoordiniert, unkontrolliert und nicht abgesprochen mit unseren europäischen Nachbarn, über Österreich nach Bayern einreisen ließ.

Der heutige AfD-Vorsitzende Alexander Gauland frohlockte damals bereits, diese Merkel’sche Narretei würde sich für die AfD als Geschenk des Himmel erweisen. Und er sollte spätestens nach den massiven sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht 2015/2016 in Köln auch recht behalten. In der Folge gingen die Umfragewerte und Wahlergebnisse der AfD durch die Decke. Diese Ereignisse waren für die AfD dann zugleich der Startschuss, sich ungeniert auch für völkisch-nationalistische Kräfte zu öffnen. Seither hat es die Partei, oft mit zweistelligen Ergebnissen, geschafft in alle Landesparlamente und 2017 auch in den Bundestag mit eigener Fraktion einzuziehen.

Na Bravo! Herzlichen Dank, Frau Bundeskanzlerin! Ihre Amtszeit wird als Zeit der verbrannten Erde in Deutschland und auch in Europa in die Geschichte eingehen, so sehr sich Ihre gewogene, mediale Applauskulisse auch bemühen mag, Ihrer Amtszeit noch heroische Züge anzudichten. Sie haben als Kanzlerin versagt auf ganzer Linie und hinterlassen einen einzigen Scherbenhaufen.

Foto: pixabay Creative Commons CC0


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