Fundsache:

Mohren sterben aus

Print Friendly, PDF & Email

“Achse-des-Guten”-Autor, Rainer Bonhorst, hat eine herrliche Kolumne zu einem neuen Streich der political-correctness-Front verfasst. Zum Schießen!.

Achgut vom 01.09.2018: Hat der Mohr seine Schuldigkeit getan?

Meine 2 Cent dazu:

Autor: Kurt O. Wörl

Der Witz ist ja, dass unsere dauerempörten Sprachpanscher oft gar nicht wissen, was es mit dem “Mohr” so auf sich hat. Ein Wort, das heute allerdings auch kaum mehr Verwendung findet. Der Autor hat darauf hingewiesen, dass das Wort etymologisch von “Mauren” stammt (deswegen tragen die auch immer Turbane oder Fez’), jene Menschen also, die uns europäischen Neanderthalern einst erst ernst zu nehmende Kultur brachten, ohne die z.B. der gotische Baustil unserer Kathedralen gar nicht denkbar gewesen wäre … und noch heute rechnen wir mit arabischen Zahlen.

Gut, auf Bildung hat die Empörerszene “links” der Mitte noch nie allzu großen Wert gelegt, zu viel Wissen stört offenbar beim Empören, immer diese dummen Fakten!

Wir sollen also unseren Kulturbringern künftig keine Denkmäler mehr setzen.

Witzig wäre gewesen, das “Drei-Mohren-Hotel” hätte sich in Hotel “Drei-Bleichgesichter” umbenannt und ein Schild an der Türe angebracht:

“Man hat uns gezwungen, den Namen unseres Hotels zu entpigmentieren. Deshalb können wir deutlich über dem europäischen Standard pigmentierten Menschen leider keinen Zutritt mehr gewähren, es sei denn, sie schminken sich vorher einen europäischen Teint an. Wir bedauern, aber die empörten Sprachinquisioren möchten, dass alles Pigmentierte aus dem öffentlichen Kultur-Raum verschwindet.”

In der letzten Salzburger Inszenierung der Zauberflöte hat man auch Monostatos, den “Mohren” und Diener des Sarastro, schon entpigmentiert, ihm dafür aber einen Kasperlhut aufgesetzt – und seine Strafe, jene von Sarastro verhängten 77 Sohlenstreiche für die Gefangennahme Taminas, auch gleich erlassen.

Aus dem “Negerkönig” in Pipi Langstrumpf wurde schon vor längerem ein Südseekönig. Kein literarisches Werk ist schließlich so gut, als dass es von ungebildeten, selbsternannten Sprachpolizisten nicht doch verhunzt werden könnte. Wie faschistoid so eine Haltung zunehmend wirkt, scheint ihnen nicht aufzufallen..

Jetzt noch den “Mohr” in Wilhelm Buschs “Max und Moritz” einer Bleichkur unterwerfen und alles wird besser. Es ist so eine Art Säuberungsaktion, mit welcher die dunkle Hautfarbe aus dem öffentlichen Kultur-Raum sukzessive verschwinden soll. Sowas tun doch nur Rassisten und Autokraten – dachte ich jedenfalls immer. 

In der Schweiz gibt’s übrigens noch Mohrenköpfe, resp. Negerküsse, je nach Marke. An der Grenze wurden sie bei der Ausfuhr bislang noch nicht als unkorrekte Ware beschlagnahmt. –

Es stimmt schon, uns geht’s noch viel zu gut.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.