Alte Umweltschweine

Autor des Urtextes unbekannt, nachfolgende Version habe ich überarbeitet Neulich an der Supermarktkasse machte mir die junge Kassiererin den Vorschlag, der Umwelt zu liebe doch bitte eigene Taschen mitzubringen statt neue Plastiktüten zu kaufen. Ich entschuldigte mich und erwiderte “Wissen Sie, für unsere Generation ist ‘Umweltschutz’ ein schwer verständliches Wort, weil …” sie unterbrach mich: “Sehen Sie, das ist heute genau das Problem mit den Alten: Ihre Generation führte das Wort Umweltschutz nie im Munde, hat auch zum Schutze der Umwelt und künftiger Generationen nichts getan!” Das fand ich schon frech, aber zu Hause dachte ich über die Worte der…

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Ich kann es nicht mehr hören

Autor: Kurt O. Wörl Dieser Tage titelte SPIEGEL-online “Männerdominanz in der Regierung – Das Berliner Politik-Patriarchat”. Langsam kann ich das Gejammere, Frauen seien “zu wenig an politischer Macht beteiligt” – auch wenn das im Ganzen sehr wohl stimmt – nicht mehr hören. Aber: Um an politischer Macht beteiligt zu werden, muss man sich doch zu allererst auch beteiligen (wollen). Gerade mal ein Drittel der Mitglieder der SPD sind Frauen und in anderen Parteien wird es wohl kaum recht viel anders aussehen. Woher also leiten dann 33% der Partei-Mitglieder eigentlich ihren Anspruch auf 50% der politischen Mandate in Partei, Parlament und Regierung ab? Ganz abgesehen…

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Berechtigte Phobien

Autor: Kurt O. Wörl Vorweg, damit das schon mal klar ist: Ich bin christophob, katholophob, protestantophob, islamophob, hinduistophob … Für die Pünktchen kann sich jeder nach Lust und Laune gerne weitere religiöse Wahnsysteme ausdenken, welche Allergien auslösen könnten, das ist bei Selbstdenkern nun mal so. Und wem aufgefallen ist, dass ich meine Liste ja doch eigentlich, um in der Chronologie zu bleiben, mit einer Phobie gegen das Judentum hätte beginnen müssen, dem fällt das Fehlen zwar richtiger Weise auf, er irrt aber in der Schlussfolgerung. Und das liegt nicht daran, dass mir bloß das adäquate Adjektiv nicht eingefallen wäre (was zwar auch stimmt, aber…

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Politik und Medien stecken in der Krise

Autor: Kurt O. Wörl Politik und die Mainstream-Medien, vor allem in Deutschland, aber merklich auch in allen anderen Ländern der westlichen Welt, befinden sich in der Krise. In einer Vertrauenskrise. Die Politik hat ihr Vertrauen verspielt, weil sie sich seit 30 Jahren im Wesentlichen nicht mehr um jene kümmert, für die sie eigentlich gewählt und finanziert wird: Die Bevölkerung. Und viele Medien kommen nicht mehr aus ihrer Tendenzberichterstattung heraus. Quot esset demonstrandum! 1. Politik in der Krise Ureigendste Aufgabe der Politik ist es, mit gesetzlichen Rahmenbedingungen (Legislative), durch Anwendung (Exekutive) und Sicherstellung der Einhaltung derselben (Judikative) dafür zu sorgen, dass…

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Das programmierte Sterben Europas

Autor: Kurt O. Wörl Vorweg: Zum Brexit und anderen feuchten Exit-Träumen der Rechten Europas wird zur Zeit viel geschrieben. Da muss ich nicht noch Wasser ins Meer schütten oder Eulen nach Athen tragen, um im europäischem Bilde zu bleiben. Interessant ist allerdings, dass die Briten jetzt erst, nach dem Plebiszit, massenweise nach den “Folgen des Brexit” googlen. Zu spät! Ich möchte mich damit befassen, warum die Stimmung in Europa so rasant gekippt ist, vorhersehbar, weil nämlich programmiert. Und ich bitte um Gnade, der Beitrag wird sehr lang werden. Und bei aller Kritik: Ich bin, war immer und werde wohl auch…

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Beinahe falsch “links” abgebogen

Autor: Kurt O. Wörl Wenn mich einer fragt, warum ich als in der Wolle gestrickter Sozialliberaler (wenn auch seit geraumer Zeit ohne parteiliche Heimat) immer wieder so überaus zustimmend auf Sahra Wagenknechts Weltsicht reagiere, dann habe ich bislang immer geantwortet “Weil ich in ihren Redebeiträgen schlicht keine Widersprüche zu meinen eigenen (Wert-)Vorstellungen finde.” Das fand ich bei Politikern zuletzt in dieser Reinform bei Hildegard Hamm-Brücher … und das ist schon sehr, sehr lange her. Über Hamm-Brücher – mein Wohnort liegt in ihrem ehemaligen Wahlkreis – fand ich damals, 1974, als Mitglied zur F.D.P. (mit Pünktchen) – und das fast 35…

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Bin ich “links”? Bin ich “rechts”?

Autor: Kurt O. Wörl Diese politischen Etiketten nach dem horizontalen Links-Rechts-Schema (ein übernommenes Relikt aus dem britischen Parlamentarismus) mag ich gar nicht, weil sie im Grunde überhaupt nichts aussagen und nur der Verunglimpfung dienen. Dabei hat sich herauskristallisiert: “Links” ist “gefühlt” irgendwie gut, moralisch erhaben, “rechts” kann demzufolge dann ja nur “pfui”, “bäh”, “igitt” sein. Ich halte diese Etikettierung für Blödsinn, weil in der Realpolitik Problemlösungsansätze nach Sinnigkeit und nach Wirkung und nicht nach Ideenherkunft beurteilt werden sollten. Oft wundert man sich zudem, wo bestimmte Ideen im Ursprung wirklich herkommen. Das “Rechts-Links-Schema” ist jedenfalls Quatsch, wenn wohl auch kaum ausrottbar!…

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