ZDF-Doku zu 70 Jahren Menschenrechte

Autor: Kurt O. Wörl Eine nachdenklich stimmende Dokumentation hat der ZDF-Journalist Claus Kleber unter dem Titel “Unantastbar – der Kampf für die Menschenrechte” auf die Beine gestellt. Arte hat sie bereits ausgestrahlt, das ZDF sendet sie noch einmal nächste Woche, am 4. Dezember. Die Doku lässt Revue passieren, wo überall auf der Welt die Menschenrechte mit Füßen getreten werden und wie sich Einzelne oder Menschenmengen dagegen wehren (können). Besonders die Beiträge zu China ließen mich sehr nachdenklich zurück. Die Doku zeigt, dass im Grunde in China der Überwachungsstaat bereits zur Perfektion gebracht wird. Einiges war mir völlig neu, z.B. dass…

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Aufstehen! und Dann? …

Gastautorin: Heike Pfennig … Dann stehe ich da und nichts passiert. Wieder eine Bewegung in der endlos geredet wird, endlos irgendwelche Parolen in die Welt gehauen werden, sich Menschen gegenseitig attackieren und doch nur irgendwo rumstehen. Da lohnt sich das aufstehen nicht. Da bleibe ich lieber sitzen. In jedem Bundesland, in viele Städten schießen Bündnisse gegen Rechts aus dem Boden, egal wie sie gerade heißen. Aber nirgends entstehen Bündnisse für soziale Gerechtigkeit. Bündnisse die parteiübergreifend wirklich Demokratie leben und sich den Menschen zu wenden. So lange das so bleibt, haben wir in Deutschland keinerlei Alternative. Nein, auch die Linke ist…

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Christlich-abendländische Werte gibt es nicht

Autor: Kurt O. Wörl Ich rätsle darüber, was eigentlich unter „christlich”-abendländischen Werten zu verstehen ist, die ständig von Konservativen und politisch „Rechten“ angeführt werden. Was bitte an unserer westlichen Welt könnte man als typisch „christlich”-abendländisch bezeichnen? Mir fällt da absolut nichts ein, es sei denn, man möchte dem Glockengeschepper von Kirchtürmen einen solchen Wert zuschreiben. Alles, aber wirklich alles, was wir heute als abendländische Werte betrachten, ist alles andere als christlicher Natur, als da beispielhaft wären: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Menschenwürde, Menschenrechte, Humanität Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Sozialstaatlichkeit, Religionsfreiheit, Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit usw. All diese Werte wurden im Wesentlichen –…

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Entstammt “Asyltourismus” rechtem Vokabular?

Autor: Kurt O. Wörl Soso, die Medienlandschaft hält den Begriff Asyltourismus für “rechtes” Vokabular. Bekanntlich betätigen sich Medien ja sehr gerne selbsternannt als Sprachpolizei. “Schaun’mer mal”, sagt der Franke, ob das stimmt, was die da postulieren. WikiPedia meint dazu sinngemäß zusammengefasst: Asyltourismus (im Englischen Asylum shopping) meint das Verhalten nicht weniger Asylsuchender, rechtswidrig, d.h. entgegen bestehenden Rechts und internationaler Abkommen, gleich in mehreren Staaten Asyl zu beantragen und/oder durch mehrere Asyl gewährende Staaten zu reisen, um in einem bestimmten Land Asyl zu erlangen, in welchem bessere Aufnahmebedingungen oder höhere Sozialleistungen zu erwarten sind. (Anm: was menschlich für mich persönlich durchaus verständlich, aber…

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Intolerante Städter auf dem Lande

Autor: Kurt O. Wörl   Man kennt das ja: Der von Lärm- und Wohnpreisen geplagte Städter sucht seine Ruhe auf dem Lande, wo die Natur nahe und Grundstücke preiswert sind, das Bauen mithin billig ist. Das Wohnen dort soll aber nicht billig sein, sondern wertvoll werden. Also muss von dort dann alles verschwinden, was dem Idealbild des ruhesuchenden Neubürgers und Billigbauers nicht gerecht wird. Man klagt gegen quakende Frösche, über das Plätschern von Dorfbrunnen, gegen krähende Hähne, gegen Kuhglocken, manchmal gegen das sonntägliche Glockenläuten. Manche haben ihren neuen Wohnsitz noch gar nicht angemeldet, da stellen sie schon Anträge auf Verkehrsberuhigung…

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Ich kann es nicht mehr hören

Autor: Kurt O. Wörl Dieser Tage titelte SPIEGEL-online “Männerdominanz in der Regierung – Das Berliner Politik-Patriarchat”. Langsam kann ich das Gejammere, Frauen seien “zu wenig an politischer Macht beteiligt” – auch wenn das im Ganzen sehr wohl stimmt – nicht mehr hören. Aber: Um an politischer Macht beteiligt zu werden, muss man sich doch zu allererst auch beteiligen (wollen). Gerade mal ein Drittel der Mitglieder der SPD sind Frauen und in anderen Parteien wird es wohl kaum recht viel anders aussehen. Woher also leiten dann 33% der Partei-Mitglieder eigentlich ihren Anspruch auf 50% der politischen Mandate in Partei, Parlament und Regierung ab? Ganz abgesehen…

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Die AfD ist großer Mist …

… aber für die Demokratie möglicherweise nützlich Autor: Kurt O. Wörl Wenn ich mich in meinem Verwandten- und Bekanntenkreis zum Thema AfD so umhöre, dann erfahre ich im Kern immer die selbe Einschätzung: Für ihr Programm und ihre Haltung zu Flüchtenden und Ausländern generell kann man die AfD nicht wählen. Aber – und das ist kein unbedeutender Grund – sie treibt die Altparteien vor sich her, wieder mehr Politik für die breite Masse der Bevölkerung und weniger für den global agierenden Wirtschafts- und Finanzfaschismus zu gestalten. Selbst bin ich dabei hin- und hergerissen! Ich weiß natürlich, dass Deutschlands Verhängnis 1933…

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Strebe nicht nach dem Glück …

Autor: Kurt O. Wörl … vermeide, was dich unglücklich macht Die meisten Menschen haben es sicher schon einmal selbst erfahren, dass das arge Streben nach dem Glück oft eher scheitert als gelingt und zudem auf Dauer selten der Anstrengung wert ist. Und wenn man diesem Ideal erlebten Glücklichseins doch einmal nahe kommt, dann ist es oft nur von kurzer Dauer. Die Suche nach dem Glück würde ich als mühsames Additionsverfahren bezeichnen. Man versucht sequenziell durch gezielte, aneinandergereihte Handlungen dem Glück näher zu kommen… mancher spielt vielleicht Lotto, manche gehen ins Spielkasino, manche suchen den Endorphinausstoß beim Sport oder kraxeln dafür auf…

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Wohltuende, weise Worte

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) hat kürzlich – mit Blick auf die sich scheinbar hemmungslos, wie eine Virenepidemie ausbreitende Paranoia deutscher Sicherheitspolitiker – in weisen Worten eine wohltuende Rede gehalten. Von den Innenministern unseres Landes (das sind ja die eigentlichen Hüter der Verfassung) sollte man verlangen, dass sie diese Rede jederzeit auswändig zu rezitieren wissen. Es sollte ihnen geradezu, unter Strafandrohung, verboten sein, neue Gesetzentwürfe in die Parlamente einzubringen, wenn sie die Rede nicht Wort für Wort wiedergeben können und – vor allem – in ihrer Zielrichtung verstanden haben. Lesen Sie Prof. Dres. h.c. Hans-Jürgen Papier zum Thema Freiheit vs. Sicherheit Ergo: Nie…

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