Der Gedankenstrich

von Linda Ellis „The Dash“, ins Deutsche übersetzt von Kurt O. Wörl Ich las einmal von einem Mann, der beim Begräbnis einer Freundin die Rede hielt. Er sprach von den auf Daten auf ihrem Grabstein, vom Anfang und vom Ende. Zuerst nannte er das Datum ihrer Geburt und dann das folgende Datum unter Tränen. Und weiter meinte er, was wirklich zähle, sei nur der Gedankenstrich zwischen den Jahreszahlen.      Dieser Gedankenstrich stehe für die Zeit, die sie lebte und wandelte auf Erden –    Und nur jene, die sie liebten, wüssten, was dieser kleine Strich wirklich wert sei. Für diesen kleinen Strich…

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Sie manchmol dou traamt’s oan an Bläädsinn zamm…

“Sie manchmol dou traamt’s oan an Bläädsinn zamm…”, lautet der Titel eines alten Wiener Schrammerls und will aussagen, dass man manchmal eigenartige Träume hat. So ging es auch mir neulich: In meinem Traum stand ein mir lieb gewonnener Mensch, Betriebsrat seines Zeichens, auf einer Barrikade und blies zum Sturm auf einen Traum von Villa, in der gerade ein Sack voll Bänk(st)er und Habgieriger anderer Konzerne – ich erkannte Ackermann, Esser und Zumwinkel – sich zum Dinner zusammen fanden und ausheckten, auf welch schmutzige Weise sie als nächstes ein deutsches Traditionsunternehmen kampflos feindlich übernehmen lassen und wie sie sich dafür aus…

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Ich bin dankbar …

Erkenntnis des Tages am 12.06.2018 (aus dem Internet – ich seh’s aber genauso) Ich bin dankbar für die Steuern die ich zu zahlen habe, weil das bedeutet, ich habe ein ein eigenes Einkommen, für das Geschimpfe über die Regierung, weil das bedeutet, wir leben in einem freien Land und haben das Recht auf freie Meinungsäußerung, für den Stau auf der Urlaubsreise, weil das bedeutet ich bin gesund, kann mir die Reise leisten und habe das Recht, dies frei zu tun, für die kritischen Worte der besten Ehefrau von allen, weil das bedeutet ich lebe nicht einsam, für die den Kinderlärm…

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Der Mensch

von Kurt Tucholsky Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn’s ihm gut geht, und eine, wenn’s ihm schlecht geht. Die letztere heißt Religion. Der Mensch ist ein Wirbeltier und hat eine unsterbliche Seele, sowie auch ein Vaterland, damit er nicht zu übermütig wird. Der Mensch wird auf natürlichem Wege hergestellt, doch empfindet er dies als unnatürlich und spricht nicht gern davon. Er wird gemacht, hingegen nicht gefragt, ob er auch gemacht werden wolle. Der Mensch ist ein nützliches Lebewesen, weil er dazu dient, durch den Soldatentod Petroleumaktien in die Höhe zu treiben, durch den Bergmannstod den Profit…

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Vom Wesen der Freimaurerei

Neulich ergab sich im privaten Umfeld eine interessante Diskussion zwischen profanen Interessenten und Freimaurern. Jemand bemühte, sich, den Lebensstil der Freimaurer kritisch zu hinterfragen, was zu einigen erregten Beiträgen führte. Daraufhin habe ich ihm versucht zu erklären, dass seine weitgehend theoretische Infragestellung im Kern das Wesen der Freimaurerei gar nicht berührt, nicht berühren kann. Ich denke, meine Replik könnte auch hier für den für den einen oder anderen Leser interessant sein. Ich schrieb dem Kritiker u.a.:

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1111111 ante portas est

ja, mit „liebe Parteifreunde“ kann ich Sie alle nun ja nicht mehr anreden, denn ich trete mit sofortiger Wirkung aus der Freien Demokratischen Partei (FDP) aus.

Nach fast 34jähriger Mitgliedschaft ist in mir in den letzten Wochen – vor allem infolge des Abstimmungsverhaltens der FDP-Bundestagsfraktion beim Zustimmungsgesetz zum EU-Reformvertrag (Vertrag von Lissabon) – der Entschluss gereift, meine Mitgliedschaft in der FDP zu beenden. Eine Entscheidung, die gewiss nicht leicht fiel!

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