Fundsache: "Immer neue, erfundene Grenzwerte"

Armin Laschet vs. Angela Merkel

gefunden von Kurt O. Wörl

Ich mag Armin Laschet, auch wenn er mir bislang als etwas zu getreuer Merkel-Applaudeur erschien. Aber kritisch ggü. zu harten Lockdown-Maßnahmen war er immer und hat sich dazu bereits letztes Jahr wiederholt kritisch geäußert. Dass er “Mutti” bislang schonte war vielleicht sogar ein kluger Schachzug, die seine Wahl zum CDU-Vorsitzenden flankierte. Jetzt, als CDU-Chef, wird aber mehr von ihm erwartet – und Armin Laschet liefert prompt!

Seine gestrige Rede vor dem baden-württembergischen CDU-Wirtschaftsrat lässt aufhorchen. Er spart nicht mit Kritik an Merkels Zahlenfetischismus und geißelt, dass immer neue Inzidenzwerte herangezogen werden, um zu verhindern, dass wieder Leben stattfindet. – Er setzt sich sowohl von Angela Merkel als auch von Markus Söder deutlich ab, thematisiert endlich auch die Kollateralschäden durch deren strengen Pandemiepolitik, er zeigt für die Zukunft den Handlungsbedarf bei der Modernisierung der Wirtschaft auf und kritisiert die zu pingelige, deutsche Regulierungswut.

Klare Worte auch zu LINKE, SPD, Grüne und AfD.

Prädikat: überaus hörenswert – und ich empfehle wirklich gut zuhören, was Laschet Merkel und Söder ins Stammbuch schreibt. 18 Minuten, die sich lohnen. Hier geht’s zur Rede Laschets auf WELT.de:

WELT: Kritik an Laschet wegen Distanzierung von Corona-Messzahlen

 

Was Merkel in 16 Jahren nicht ein einziges Mal vermochte – da sie stets nur von Machiavelli inspirierte Tagespolitik konnte – das zeigt er: Er hat klare Vorstellungen wohin er unser Land – vorerst als CDU-Chef – führen möchte.

Er ist kanzlertauglich, allemal! Ich finde das war eine seiner besten Reden, die er je gehalten hat. Und die kommt zur rechten Zeit, denn die Umfragewerte der Union bröckeln, nicht zuletzt wegen der vielen Wortbrüche seitens der Kanzelerin.

Freilich, die Journaille – mehrheitlich seit Jahren zur bloßen Merkel-Applauskulisse degeneriert – hat sich postwendend aufgeschwungen, dagegen zu halten, seine Worte zu relativieren, aber das wird nicht viel nützen.

 


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