Corona-Infoboard

Autor: Kurt O. Wörl Stand: Freitag, 17.09.2021
Nächste Aktualisierung: Montag, 27.09.2021, ab 15 Uhr

+++ Wir machen ein paar Tage Urlaub. Die nächste Aktualisierung der Pandemie-Zahlen erfolgt ab Montag, 27.09.2021 +++

Headline-Infos:

In der Stadt Schwabach wurden inzwischen 153,7 Impfdosen (ID) pro 100 Einwohner (EW) – letzte Meldung 17.09.2021 – verabreicht. 75,5% der Schwabacher haben inzwischen die Erstimpfung und 78,2% haben bereits vollständigen Impfschutz erhalten. Zusammen mit den registrierten über 5,5% der nach Infektion genesenen Bürgern (die Dunkelziffer nicht erkannter Infektionen dürfte noch deutlich höher liegen) sollte Schwabach nun im Bereich der sog. “Herdenimmunität” angekommen sein.

Zum Infektionsgeschehen:

Eine Interpretation des Inzidenzwertes wird ab sofort nicht mehr vorgenommen, da er für staatliche Maßnahmen nur noch von sekundärer Bedeutung ist. Vorrangig wird nun für Maßnahmen die Belastung des Gesundheitssystems herangezogen.
Für Bayern wurde – mit Wirkung vom 02.09.2021 – eine entsprechende Krankenhaus-Ampel eingeführt. Diese zeigt aktuell die Phase “GRÜN” (= keine Überlastung des Gesundheitswesen).

Zum Impffortschritt:

Frankreich (136,6 ID/100 EW) und Italien (135,6 ID/100EW) lagen lange in der Impfgeschwindigkeit hinter Deutschland. Inzwischen haben beide Länder Deutschland (129,8 ID/100 EW) “überholt”.
In den deutschen Bundesländern ist die Impfkampagne in Bremen (150,8 ID/100 EW) und im Saarland (142,7 ID/100 EW) am weitesten fortgeschritten.
Bayern kommt bei der Impfgeschwindigkeit (124,4 ID/100 EW) nach wie vor vergleichsweise nur langsam voran, liegt unter dem Bundesdurchschnitt und wurde inzwischen auch von Schweden (131,4 ID/100 EW) überholt. Auch alle anderen westdeutschen Bundesländer – inkl. Berlin – impfen sehr viel schneller als der Freistaat. Hinter der bayerischen Impfgeschwindigkeit liegen nur noch die ostdeutschen Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Das Schlusslicht in der Impfgeschwindigkeit stellt Sachsen, mit nur 110,4 ID/100 EW.

Corona-Zahlen, die uns wirklich interessieren

Nachfolgend finden Sie die Zahlen, die uns wirklich interessieren, weil sie das tatsächliche, aktuelle Ansteckungsrisiko für den Einzelnen und den Erfolg/Misserfolg der jeweiligen Pandemie-Bekämpfungsmaßnahmen darstellen, worüber RKI, die Journaille und Politik kaum berichten. Das wahre aktuelle Ausmaß der Pandemie wird von der Zahl der jeweils aktuell tatsächlich Infizierten bestimmt, eine Zahl, die zumindest die Journaille verschweigt. Diese Zahl erhält man, wenn man von der Gesamtzahl der Infizierten – seit Pandemieausbruch – jene der Genesenen und Verstorbenen abzieht.

Hinweis: Die angegebenen Veränderungen können an Wochenenden und Feiertagen nicht vollständig sein und sich danach auch auf mehrere Tage beziehen (nicht alle Gesundheitsämter liefern am Wochenende oder an Feiertagen ihre Daten an). Die Zahlen sind aber jeweils die aktuell greifbaren.

Tabelle 1: Daten zum Infektionsverlauf

 

Tabelle 2: Daten zu Letalität und Sterbefällen 

Hinweis: Die Berechnung der Sterberate bezieht sich auf die registrierten Infektionsfälle, von welchen ein bestimmter Prozentsatz leider tödlich verläuft. 

Bayerns harte Linie zeigte keine Wirkung

Interessant ist, dass Bayern, dessen Landesregierung immer etwas härtere Maßnahmen als andere Bundesländer verfügt hat, bei deutlich weniger Einwohnern und Infizierten, eine deutlich höhere Sterberate (2,20%) gegenüber NRW (1,88%) aufweist. Entweder ist die medizinische Versorgung in NRW besser als in Bayern oder die härteren Maßnahmen in Bayern haben sogar kontraproduktive Effekte, was ich für wahrscheinlicher halte. Die von der bayer. Regierung propagierte Erklärung, dass der Lebensschutz im Vordergrund stünde und Begründung für die hier stets härteren Freiheitseinschränkungen wären, wird von der Sterberate nicht abgebildet und korrespondiert auch nicht mir der vergleichsweise langsamen Impfgeschwindigkeit ggü. etwa dem Bundesdurchschnitt und dem liberaleren NRW.

Tabellen 3-5: Impf-Fortschritt 

Letzte Meldung: Freitag, 17.09.2021

Der Impffortschritt in Deutschland stellt sich aktuell so dar:

Impffortschritt in Schwabach

Letzte Meldung: Freitag, 17.09.2021 (Schwabach liefert die Impfdaten nur einmal wöchentlich).

Länder im Vergleich (Sortiert nach Impfquote)

In der folgenden Tabelle sind eine Auswahl europäischer Länder (Deutschlands direkte Nachbarn), Israel, Großbritannien, die USA und einige Bundesländer sowie die Gesamt-EU zum Vergleich des Impffortschritts erfasst. Erst- und Zweitimpfungen sind summiert dargestellt (verabreichte Impfdosen pro 100 Einwohner). 

Letzte Meldung: Freitag, 17.09.2021

Tabelle 6: Für die Berechnungen genutzte Einwohnerzahlen der aufgezeigten Regionen

Tschechien
Österreich
Schweden
Deutschland

Sachsen
NRW
Bayern
Nürnberg
LK Roth
Schwabach

ca. 10.710.000
ca. 8.901.064
ca. 10.230.000
ca. 83.170.000
ca. 4.078.000
ca. 17.947.000
ca. 13.125.000
532.331
126.800
41.056

Zur Auswahl der Regionen:

Alle Bundesländer täglich zu aktualisieren, würde den Rahmen sprengen. Deshalb habe ich Regionen gewählt, deren Pandemie-Verlauf eine gewisse Bedeutung haben.

Tschechien, als Nachbar Deutschlands, mit noch vor Wochen sehr hohem Infektionsstand, war für die hohen Einträge in den Grenz-Landkreisen auf der deutschen Seite der Landesgrenze ursächlich.

Österreich galt mit dem Ereignis in Ischgl als erstes Spreaderland, auch wieder mit dem Massenausbruch einer Virus-Variante in Tirol. Da Österreich strukturell mit Bayern vergleichbar ist, ist auch der Pandemieverlauf in beiden Regionen interessant.

Schweden stand wegen seines liberaleren Weges bis Ende 2020 in heftiger Kritik, vor allem aus Deutschland. Diese Kritik ist inzwischen weitgehend verstummt, da der schwedische Weg zu einer weitaus geringeren Sterblichkeit führte.

Sachsen wurde aus Tschechien kommend massiv betroffen.

NRW und Bayern stellen den Vergleich zwischen den beiden bevölkerungsreichsten Bundesländern her.

Nürnberg, Landkreis Roth und Schwabach dienen der Darstellung des Infektionsgeschehens in meiner näheren Heimat.

 

Quellen:

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.