Erneutes Framing durch das ARD-Magazin "Monitor":

Interview mit Peter Weber nur Makulatur?

Autor Kurt O. Wörl

Über eine Stunde hat eine Journalistin Peter Weber für das ARD-Magazin “Monitor” interviewt. In der Sendung selbst spielte das Interview dann keine Rolle. Und wenn man sich den Beitrag über Weber dann im Ergebnis ansieht, dann erkennt man schnell, dass die ARD ein Framing gegen Weber geplant hat, nämlich ihn als jemanden, der im “rechten Sumpf ” zu Hause ist, darzustellen.

Im Grunde war das Interview reine Makulatur. Man hätte damit die Gebühreneinnahmen nicht belasten müssen. Zum Glück hat Weber darauf bestanden, dass er selbst das Interview ebenfalls aufzeichnen darf, so dass wir uns in Gänze ein Bild davon machen können. 

Das Interview

Die Sendung – das Framing

Monitor beginnt die Sendung mit einem sieben-sekündigen Mitschnitt von einem AfD-Parteitag, in welchem sich verschiedene Parteimitglieder gegenseitig beschimpfen. Dann steigt der Moderator, Georg Restle, mit den Worten ein “Ja, so geht es zu bei der AfD, wenn der völkische Flügel die Partei übernehmen will.” – Als Zuschauer ist man augenblicklich in die Erwartungshaltung versetzt: “Aha, heute bekommen die Rechtspopulisten mal wieder eines auf die Mütze!” Und tatsächlich befasst sich das Magazin ein Drittel der Sendezeit nur mit der AfD. 

Nach diesem Beitrag formuliert Georg Restle wie folgt: 

“Die AfD scheint am Ende eines Weges angekommen zu sein, aber wo und wie fängt das eigentlich alles an? Wann und wie deutlich sollte man sich abgrenzen von Rassismus oder Rechtspopulismus? Wo ist der Punkt an dem es heißt ‘währet den Anfängen!’?” – Ich Zuschauerlein weiß sofort, im nächsten Beitrag geht es scheinbar erneut um ein Thema zu “Rechts”.

Es geht aber um Peter Weber (wir befassten uns mit seinem Namen hier und hier). Der wird zunächst in einen, den Redakteuren offenbar “passend” erscheinenden Rahmen gespannt (man nennt die thematische Einbindung von Personen in ein ihm zugeordneten Kanon deshalb auch “Framing”). Einige aus dem Zusammenhang gerissene Zitate aus Webers Videos werden gesendet (man erfährt gar nicht, in welchem Kontext sie geäußert wurden) und ein ehemaliger Dresdner Bürger kommt zu Beginn zu Wort, der in den vorgesehenen Rahmen für Weber auch noch die Dresdener “Pegida-Bewegung” beisteuert..

Der gewünschte Rahmen steht

Auch wer noch nie etwas von Peter Weber gehört hat, ahnt jetzt schon: Jetzt geht es offenbar um einen üblen “rechten” Zeitgenossen. Ich fühle mich ad hoc an Lessings “Nathan der Weise” erinnert, wenn darin der Patriarch wiederholt äußert “Tut nichts, der Jude wird verbrannt!”.  Ich weiß, jetzt soll der wackere Unternehmer aus Schwarzenbruck einer erneut öffentlichen Verbrennung zugeführt werden. Und genau das wird versucht.

Eine ganze Reihe Leute kommen zu Wort, auch der parteilose Motorradverkäufer Mario Rubel, ein vor der Causa Peter Weber völlig unbekannter Noname, der für die Schwarzenbrucker “Grünen” im kommenden Jahr den deutlich besser dotierten Job im Bürgermeisteramt erobern will. Der Verdacht liegt nahe, dass Rubel die schmutzige Kampagne auf Kosten Webers bewusst zu dem Anlass genommen hat, um seinen dürftigen Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Mit Erfolg! Bereits zweimal kam er inzwischen in Fernsehbeiträgen zu Wort (in “Quer” des BR und jetzt in “Monitor”), in welchen er sich in der Opferrolle suhlen und über die heftigen Reaktionen aus den sozialen Netzwerken jammern durfte. Rubel ist aber nicht Opfer, er ist Täter! Ein Täter, der durch Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung zu seinen verleumderischen Äußerungen ggü. Weber nur knapp rechtlichen Weiterungen entgangen ist. Ein Gewerkschafter kommt noch zu Wort, der bei der “Allianz gegen Rechtsextremismus” mitarbeitet (der “Rahmen”, der um Peter Weber gespannt wurde ist nun selbst für Blinde nicht mehr zu übersehen).

Wer übrigens in der Sendung das von Monitor geführte Interview mit Peter Weber erwartet hätte, wurde enttäuscht. Vielleicht gab Weber eine zu gute Figur in dem Interview ab, die nicht in den vorgesehenen “Rahmen” gepasst hätte? – Ein Schelm, wer dabei Übles denkt.

Aber sehen sie selbst, die ARD-Mediathek erlaubt das Nachgucken der Sendung. Der Beitrag zu Peter Weber beginnt bei Minute 10:27:

ARD-Mediathek: Monitor vom 18.07.2019


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