Bundestagswahl: "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern"

Wählt keine Zeitgeistparteien

Autor: Kurt O. Wörl

Die Ära Angela Merkel geht zu Ende. Ich persönlich habe ihre 16jährige Regentschaft als eine überaus bleierne Zeit erlebt. Merkels Kanzlerschaft hat dieses Land verändert – und nicht zum Besten! Sie wurde aus meiner Sicht ihrem vierfach geleisteten Amtseid in keiner Weise gerecht. Doch dazu ist noch an anderer Stelle zu resümieren. Wagen wir im September also einen Neuanfang – der Wähler hat wieder das Wort. Für die Orientierung bei der Bundestagswahl im September genügen im Grunde ein paar einfache Merksätze:

Rückblick

Für die junge Generation ist das wahrscheinlich schwieriger, aber erinnern wir uns: Solange unser Land von CDU, CSU, SPD und FDP aufgebaut, gestaltet und regiert wurde, ging es seit 1949 stets aufwärts, die Verhältnisse für den Einzelnen wurden immer besser und die Gesellschaft war kaum gespalten, wenn man vom Furor der – natürlich linksextrem orientierten – 68er, der schließlich im RAF-Terror eskalierte, mal absieht. Strittig und leidenschaftlich ging es in unseren Parlamenten zu und niemand musste die freie Äußerung seiner Meinung fürchten. Es gab keine Cancel-Culture und “Shitstorms”, voltaire’sche Tugenden wurden wie selbstverständlich gepflegt.

Bei den vier genannten Parteien konnte man immer sicher sein: Egal, wer gerade die Regierung stellte, sie werden dieses Land nicht zerstören, sondern um sein Wohl, um Freiheit, Sozialstaatlichkeit und wirtschaftliches Gedeihen bemüht sein.

Mit dem Aufkommen der Grünen, anfangs der 1980er Jahre, trat ein Wandel ein: Die Forderung “Straffreier Sex mit Kindern” setzten grüne Pädophile sogar bis ins Parteiprogramm durch. Kernkraft, die uns in der Klimadiskussion heute eine große Hilfe wäre, wurde zum Ächtungsobjekt. Mit den Grünen (nach dem Selbstverständnis aus der Friedensbewegung geboren), unter Kanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joschka Fischer, zog Deutschland erstmals seit 1945 in einen – auch noch völkerrechtswidrigen – Krieg in den Balkan. Dieselbe Koalition von SPD und Grünen ist mit der Agenda 2010 (u.a. HARTZ IV) auch für den brutalsten Sozialabbau unseres Landes verantwortlich. Sie haben Deutschland zum “erfolgreichsten Billiglohnland Europas” gemacht, wie sich Gerhard Schröder vor einem Wirtschaftsgipfel einmal brüstete. Die SPD, als ehemals große Volkspartei mit großer Geschichte, ging damit ihrer andauernden Marginalisierung entgegen. Ihre Stammwähler, die Arbeiterschaft, wandte sich ab und wanderte in Massen ausgerechnet vor allem zur AfD. 

Die Sozen hätten auf einen der ihren hören sollen: “Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sing nicht ihre Lieder!” sang einst der Liedermacher Franz Josef Degenhardt. Sein Liedtext war zwar satirischer Art, hatte aber einen wahren Kern: wer sich mit Schmuddelkindern einlässt, darf sich nicht wundern, selbst als Schmuddelkind wahrgenommen zu werden. Nämliches gilt für die linke und grüne Schmuddelpartei, mit welchen sich die Sozialdemokraten eingelassen haben – und die zahlten dafür einen hohen Preis: 15% bei allen Umfragen.

Geschoben wurde die Entwicklung von den Nachfolgern der Sozialistischen Einheitspartei der DDR (SED), die sich zur Tarnung gleich mehrmals umbenannt hat: Von SED auf PDS und schließlich in die LINKE – und die trat in der Wählerwerbung mit der SPD in Konkurrenz. Noch im November 2014 sang Wolf Biermann, anlässlich der Feierlichkeiten zum 25 Jahrestag des Mauerfalls, den LINKEN im Bundestag das passende Schmählied, “Ermutigung” – unter breiter Zustimmung des Plenums.

Wolf Biermann: “Ermutigung”

Schmuddelparteien

Erst kürzlich forderte auf einem Parteitag der LINKEN ein Delegierter, dass linke Abgeordnete ihr Mandat dazu nutzen sollten, um “Staatsknete abzugreifen” und den stets gewaltbereiten Aktivisten für ihren Straßenkampf zu geben. Dies ohne erkennbaren Widerspruch des Parteitagsplenums.

Sowohl die Grünen wie auch die LINKE galten von ihren Anfängen an bereits als die Schmuddelparteien der Republik, mit welchen “keinesfalls je Bündnisse” zu schließen wären, schwor auch die SPD. Bis man sie erstmals zur Mehrheitsbildung brauchte, das war damals in Hessen mit den Grünen und jetzt in Berlin, Bremen und Thüringen mit Linken und Grünen.

Über die Rechtspopulisten der AfD muss man nicht viele Worte verlieren. Als konservative und europakritische Alternative zur – von Angela Merkel sozialdemokratisierten – CDU gedacht und von einer Reihe honoriger Professoren und Wirtschaftsmagnaten gegründet, mutierte die Partei schnell – vor allem nach dem 2015, von Merkel zugelassenen Kontrollverlust an den deutschen Grenzen – zu einer weiteren, diesmal völkisch-nationalistisch agierenden Schmuddelpartei, mit zunehmend faschistoider Agitation. Und sie erzielte – vor allem in den Ostbundesländern – leider erstaunliche und beängstigende Wahlerfolge. Die LINKE und Grünen indessen konnten froh sein, den Malus der Schmuddelpartei nun auf die AfD übertragen zu können – ohne ihn freilich selbst loszuwerden.

Wir haben die Wahl

Aber wir Wählerinnen und Wähler haben die Wahl! Wir haben es selbst in der Hand. Die folgenden Fragen sollten wir uns in der Wahlkabine wirklich stellen:

  • Wollen wir diese destruktive Entwicklung der politischen Landschaft und unserer Gesellschaft wirklich weiter ertragen?
     
  • Wollen wir weiter hinnehmen, dass uns von Linksaußen zunehmend links-grüne Ideologien und von der Mehrheit abgelehnte Sprachregelungen oktroyiert werden, wir zum Minderheitenkult genötigt werden, und dass von Rechtsaußen mit völkisch-rassistischen Exzessen der Ruf unsers Landes wieder zerstört wird?
     
  • Wollen wir es wirklich hinnehmen, dass weiterhin sowohl vom linken wie rechten Rand wieder Antisemitismus und Hass auf unsere Straßen getragen werden?
     
  • Fühlen wir uns in dieser, just von den drei Neuparteien zu verantwortender, heute zutiefst gespaltenen Gesellschaft wirklich wohl?
     
  • Was wäre der Mehrwert der Schmuddelparteien für uns, unsere Gesellschaft, unser Land?

Wählen mit Verantwortung

Bedacht werden sollte: Mit Grünen und Linken war es zu Beginn auch für die SPD “undenkbar” zusammenzuarbeiten oder gar zu koalieren. Heute ist es (noch!) undenkbar, mit der AfD zusammenzuarbeiten oder gar eine Regierung zu bilden. Was aber, wenn eine Situation eintritt, dass ohne die AfD gar keine regierungsbildende Mehrheit gebildet werden kann, weil wir Wähler die Parlamente durch unsere Stimmabgabe immer weiter zersplittern?

Wir, die Wähler haben es in der Hand! Wir haben die Wahl und wir allein sind verantwortlich für das, was unser Wahlverhalten mit unserer Gesellschaft, unserem Land, mit der Demokratie und letztlich mit unser aller Freiheit bewirken wird.

Wir sind wirklich gut beraten, unsere Stimmen keinen autokratischen Kräften zu geben und deshalb Grüne, Linke und AfD auf den Wahlzetteln unbedingt zu ignorieren. 

Medien werden nicht hilfreich sein

Unsere Medien werden uns bei der Wahlentscheidung keine große Hilfe sein. In mehreren Studien wurde bereits belegt, dass sich fast 70% der deutschen Journalisten selbst eine links-grüne Grundhaltung attestieren. Sie werden – wie schon seit Jahren – die bewährten Gründerparteien herunterschreiben und – moderieren und links-grüne Themen bis zum Erbrechen hochjubeln.

Empfehlung

Meine Empfehlung an die Wählerinnen und Wähler: Macht die zweifellos demokratischen Parteien SPD und Union wieder zu großen, integrierenden Volksparteien und unterstützt die FDP als erforderliches, liberales Korrektiv. Bewahren wir unser Land vor dem Narrenschiff der schmuddeligen Zeitgeistparteien! – Die Schwarzen, die Roten die Gelben – sie stehen seit jeher für dieses Land und die Farben unserer Staatsflagge. Die drei Schmuddelparteien hingegen hassen diese Flagge mit jeder Faser ihres Daseins – wohl auch, weil sie Herkunft und demokratische Geschichte dieses Hoheitszeichens gar nicht kennen, sonst hätten sie mehr Respekt davor. Das gilt besonders auch für die Grünen, die sich für die anstehende Bundestagswahl zurzeit durchaus mit bürgerlichen Masken tarnen. Aber der Co-Vorsitzende der Grünen, Robert Habeck, der eigentlich Kanzler werden wollte, verriet diese Maskerade kürzlich als er meinte: „Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen. Ich wusste mit Deutschland noch nie etwas anzufangen und weiß es bis heute nicht.“ (Zitat ist faktengecheckt)

Bild von Pixabay


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