Habecks Dummheit nach Trumps Rede in Davos:

Wer Trumps Rede ignoriert wird verlieren

Autor: Kurt O. Wörl

Eines ist sicher: Als Kanzlerkandidat oder als künftiger Außenminister hat sich Robert Habeck mit seinem losen Mundwerk in einem ZDF-Interview zum wiederholten Male erneut selbst disqualifiziert.

Auch wenn man Donald Trump als Zumutung und eine Art Katastrophe empfinden mag, dann ist da immer noch die Supermacht USA, die sich bislang als Schutzmacht für Europa und insbesondere Deutschland sehr zuverlässig erwiesen hat. Auch, dass Habeck heute seine große, oft unüberlegte Klappe so ungeniert weit aufreißen darf, hat er vor allem unseren amerikanischen Freunden zu verdanken. Und er macht davon reichlich Gebrauch, wenn er etwa im leichten Größenwahn davon sprechen mag, dass nur die Grüninnen in Bayern und Thüringen wieder für Demokratie sorgen könnten.

Anders als in Deutschland ist man in den USA nach spätestens acht Jahren auch einen Narren im Weißen Haus wieder los. Es gibt also ganz sicher eine vorhersehbare Nach-Trump-Zeit – entweder im kommenden Jahr oder spätestens in fünf Jahren. Und an diese Zeit gilt es für weitsichtige Politiker eben auch zu denken. Da ergibt es keinen Sinn, töricht politisches Porzellan zu zerschlagen, weil einem der Inhalt einer Rede nicht gefällt.

Die Amis können also hoffen. Wir Deutschen haben diesen Hoffnungsanker leider nicht in der Verfassung stehen. Die destruktive Heimsuchung aus der Uckermark ertragen vor nun schon beinahe 15 Jahre und es ist noch nicht ausgemacht, ob die fromme Herz-Jesu-Sozialistin nicht doch noch einmal vier Jahre anzutreten gedenkt. – Ich fürchte es wirklich!

Zwar kann ich nachvollziehen, dass Habeck von Trumps Rede nicht angetan war, vor allem wenn man sein Elitendenken berücksichtigt:

  • Ein Regierungsschef, der für seine Bevölkerung arbeitet? Wie “populistisch” ist das denn?
  • Einer, der auch noch Punkt für Punkt seine Wahlversprechen abarbeitet?

Sowas gilt in Deutschland schon fast als Verrat an der politischen Elite, zu der sich der zunehmend verpeilte “Philosoph” Habeck zweifellos zählt. Hierzulande will man nichts Geringeres als den Planeten retten (auch wenn nicht alle an seinen Untergang gauben), da kann man sich doch nicht mit so populistischen Kleinigkeiten wie dem “Wohl” oder gar dem “Willen des Volkes” befassen – auch wenn man genau das im Amtseid dereinst wird schwören müssen.

Man kann zu Donald Trump stehen wie man will, aber seine innenpolitischen Erfolge sind nicht wegzudiskutieren und es war ein genialer Schachzug, seine – vor allem wirtschaftlichen Erfolge – den Teilnehmern des Weltwirtschaftsforums in Davos kräftig um die Ohren zu hauen. Freilich wirkt das auf einige wie völlig überzogenes Eigenlob. Doch das ist nur ein oberflächlicher Abwehr-Reflex. Diese Rede war, da bin ich ziemlich sicher, über alle Maßen durchdacht und bewusst gesetzt und die Reaktionen darauf gut kalkuliert. Und einer ging diesem Kalkül auf den Leim:

Robert Habeck erkannte sehr wohl, dass diese Rede für ihn, seine Weltsicht und die Absichten seiner Partei höchst problematisch, ja gefährlich sein kann und auch zur Unzeit, mitten im anschwellenden Bockgesang des Wahlkampfes kam. Deshalb platzte es auch überaus unüberlegt aus Habecks Munde:

“Er (Trump) ist der Gegner, er steht für all die Probleme, die wir haben!” 

Habeck weiß natürlich: Trumps Worte werden in Europa – und allen voran in Deutschland – im liberal-bürgerlichen Lager auf sehr offene Ohren stoßen. Trump hat formuliert, was 500 Millionen Europäer und 80 Millionen Deutsche auch von ihren Politikern erwarten: Nämlich eine Politik zum Wohle derer, die sie gewählt haben und sie mir ihren Steuergeldern finanzieren – und zwar für die Mehrheit und nicht überwiegend für quengelnde Minderheiten. Und die für die Grünninnen gefährlichsten Passagen aus Trumps Rede waren folgende:

[…] “Die höchste Pflicht einer Nation ist den eigenen Bürgern gegenüber. Diese Wahrheit zu ehren, ist der einzige Weg, um Vertrauen in das Marktsystem aufzubauen. Nur wenn die Regierungen ihre eigenen Bürger an die erste Stelle setzen, werden die Menschen vollständig in ihre nationale Zukunft investieren.” […]

[…] “Dies ist nicht die Zeit für Pessimismus. Dies ist eine Zeit des Optimismus. Angst und Zweifel sind kein guter Gedankengang – denn dies ist eine Zeit der großen Hoffnung und Freude und des Optimismus und des Handelns. Aber um die Möglichkeiten von morgen anzunehmen, müssen wir die immerwährenden Untergangspropheten und ihre Vorhersagen über die Apokalypse ablehnen. Sie sind die Erben der törichten Wahrsager von gestern, und ich habe sie, und Sie haben sie, und wir alle haben sie – und sie wollen, dass es uns schlecht geht. Aber das werden wir nicht zulassen.

Sie sagten eine Überbevölkerungskrise in den 1960er Jahren, einen Massenhunger in den 70er Jahren und ein „Ende des Öls“ in den 1990er Jahren voraus. Diese Panikmacher fordern immer das Gleiche: Absolute Macht, jeden Aspekt unseres Lebens zu beherrschen, zu verändern und zu kontrollieren. Wir werden niemals zulassen, dass radikale Sozialisten unsere Wirtschaft zerstören, unser Land vernichten oder unsere Freiheit ausmerzen. Amerika wird immer die stolze, starke und unnachgiebige Bastion der Freiheit sein. In Amerika verstehen wir, was die Pessimisten nicht sehen wollten: dass eine wachsende und lebendige Marktwirtschaft, die sich auf die Zukunft konzentriert, den menschlichen Erfindungsgeist inspiriert und eine Kreativität anregt, die stark genug ist, um jede Herausforderung zu bewältigen – jede Herausforderung bei weitem.” […]

Klar kann das Habeck nicht gefallen. Damit hat natürlich Probleme, wer wie die Grüninnen in alter, deutscher Großmannssucht Ansichten vertritt wie “Das Ende ist nahe!” und “Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!” und mit zunehmend autokratischen Mitteln wie Verboten und Vorschriften, bis in den persönlichen Lebensbereich hinein, die Absicht hat, den Menschen errungene Freiheiten zu nehmen und an deren Wohlstand und Lebensstil zu knabbern.

Nur: wenn Habeck wirklich einst Kanzler oder Außenminister werden will muss er noch dringend lernen, dass die hohe Kunst der Diplomatie bisweilen auch die Fähigkeit abverlangt, im richtigen Moment einfach mal die Schnauze zu halten und nicht in jedes hingehaltene Mikrofon die eigene Unüberlegtheit und Inkompetenz unter Beweis zu stellen. – Auch sollte er sich schnellstens abgewöhnen im Reflex abwertend an die Person zu gehen und dafür lernen, ungeliebte Äußerungen faktisch mit Argumenten zu widerlegen. 

Resümee

Freilich, es ist schon wahr, auch ich stimme nicht allem zu, was Trump in seiner Rede von sich gab, natürlich! Aber ich ziehe trotzdem den Hut vor denjenigen, welche diese Rede geschrieben haben. Respekt! Das war beste Handwerkskunst in der politischen Rede. Ich fürchte, wer in Deutschland nun Trumps Rede einfach ignoriert, der wird verlieren, da bin ich mir sogar ziemlich sicher.

Warum? – Nun, die Autoren haben durch die Aneinanderreihung von Trumps innenpolitischen Erfolgen in Worte gefasst, wonach die allermeisten Menschen – auch in Europa – streben. Die Rede verbreitet Optimismus und Aufbruchsstimmung und keine jämmerliche Weltuntergangsstimmung und sie enthielt unzählige “Talking Points”, an welchen Trump die Journaille wie am Nasenring durch die Arena führen konnte. Seine Rede war folglich der Nachrichtenschwerpunkt. Rhetorisch und handwerklich und in der Wirkkraft eine Meisterleistung – selbst wenn sie aus dem Munde Donald Trumps vorgetragen wurde!

Als Grünin, wie Habeck, kann man diese Rede freilich nur ablehnen. Sogar der erneute Auftritt der Nervensäge aus Schweden ging glatt unter – und das ist auch gut so. – Greta war wohl nicht amused – hörte man es aus dem Medienwald tönen und ich sage – “Na und? Wen interessiert’s” 

Nachfolgend der Link zu Trumps Davos-Rede in nicht ganz so gut gelungener deutscher Übersetzung und anschließend im englischen Original zum Nachlesen:

Achgut: Donald Trumps komplette Davos-Rede auf Deutsch

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay


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