Die Laterne des Diogenes

Warum Menschlichkeit erst im Gegenüber sichtbar wird

Der Mensch – ein Wesen, das sich selbst „weise“ nennt und doch täglich an seiner eigenen Unvollkommenheit scheitert; ein Geschöpf, das Höhlen bemalte, bevor es Worte erfand und das noch immer nach dem richtigen Maß zwischen Vernunft und Abgrund sucht – der Mensch bleibt sich selbst ein Rätsel.

Folgen Sie mir auf seinen Spuren durch Mythos und Geschichte, durch Irrtum, Hoffnung und Selbstüberschätzung. Mit diesem Text frage ich, warum wir uns so schwertun, einander zu verstehen, und weshalb die schwierigste Aufgabe womöglich darin besteht, im Antlitz des anderen den Nächsten zu erkennen. „Die Laterne des Diogenes“ – ein Spaziergang durch Licht und Schatten des Menschseins – und eine Einladung, das eigene Menschenbild neu zu betrachten. […]

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Homo sapiens – nur ein Mogeletikett?

Warum die „Krone der Schöpfung“ noch lange nicht weise ist

Der Mensch scheitert an keiner Aufgabe häufiger als an sich selbst. Er kennt die Wahrheit und flieht vor ihr. Er liebt die Freiheit und fürchtet die Verantwortung. Er bewundert die Vernunft und dient letztlich nur seinen Leidenschaften. Trotzdem nennt er sich Homo sapiens. Es stellt sich also die die Frage: Ist also „Homo sapiens“ – nur ein Mogeletikett? […]

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Vermeide was unglücklich macht

Glück – das Streben danach gelingt nur selten

Die meisten Menschen scheitern am Glück, nicht weil es unerreichbar wäre, sondern weil sie die falsche Strategie verfolgen. Sie addieren, statt zu subtrahieren. Vielleicht liegt das nicht daran, dass das Glück so schwer zu finden wäre, sondern daran, dass wir an der falschen Stelle suchen. Der Weg zu innerer Zufriedenheit führt nicht über immer mehr Besitz, Erlebnisse oder Anerkennung. Er beginnt dort, wo wir den Mut finden, uns von dem zu lösen, was uns unglücklich macht. Glück ist nicht das Ergebnis von Addition – sondern von Subtraktion. […]

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Was ist Anstand?

Über die Kunst des Gehaltenseins

Anstand – ein Wort, das klingt, als stamme es aus einer vergangenen Welt. Man verbindet es mit Tischsitten, mit Haltung, mit einer Zeit, in der Benehmen noch als Tugend galt. Doch hinter diesem scheinbar harmlosen Begriff verbirgt sich auch ein Stück Zivilisationsgeschichte: die Kunst, sich selbst zu zügeln, bevor andere es tun müssen. Wie viel davon ist uns geblieben – und was davon war je echt? […]

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Moral – nur eine Frage des Gefühls?

Gefühl ohne Verstand läuft ins Leere – Verstand ohne Gefühl bleibt kalt

Ist Moral nur eine Frage des Gefühls? – Wer Kant fragt, bekommt ein kühles „Pflicht!“ zur Antwort. Wer Schopenhauer fragt, hört ein sehnsüchtiges „Mitleid“. Und Nietzsche würde von der Seitenlinie rufen: „Lebe, wie du willst!“

Seit der Antike schwankt Moral zwischen Kopf und Bauch – ein ständiges Ringen von Vernunft und Gefühl. Vom Bettler an der Straßenecke über das Trolley-Problem bis hin zur KI im selbstfahrenden Auto: Stets ringen Herz und Hirn um den Vorrang.

Mein Gedanke ist: Ethik ist kein starres Dogma, sondern etwas Bewegliches – ernst und leicht zugleich, voller Spannungen und Gegensätze. […]

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Kommunikation mit Verantwortung

Zwischen Brücke und Barriere: die doppelte Macht der Sprache

Kommunikation mit Verantwortung ist mehr als der Austausch von Informationen – sie ist eine ethische Aufgabe. Ob im persönlichen Gespräch, in der Politik, in digitalen Medien oder im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz: Worte können Brücken bauen oder Mauern errichten. Der Essay zeigt anhand historischer Beispiele, aktueller Herausforderungen und philosophischer Reflexionen, warum verantwortliche Kommunikation zur entscheidenden Kulturtechnik unserer Zeit geworden ist. […]

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Die Liebe ist ein seltsames Spiel

Zwischen Rosen und Zahnpastatuben – der Alltag prüft die Gefühle

Die Liebe – Dichter schwärmen von ihr, Philosophen grübeln über sie, und wir Normalsterblichen stolpern über Sockenberge und Zahnpastatuben. Ein heiter-ironischer Streifzug durch die schönste, schwierigste und seltsamste aller menschlichen Angelegenheiten. Sie heilt und sie schmerzt, sie verzaubert und sie treibt in den Wahnsinn: die Liebe. Ein Spiel, das keiner so recht versteht – und doch jeder gerne spielt. […]

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Gedanken zum Denken

Ein Selbstversuch mit Nebenwirkungen

Denken kann jeder – behaupten zumindest viele. Doch was passiert wirklich, wenn wir denken? Sitzt da oben im Kopf ein kreativer Künstler, oder hat der Verstand längst den Hausmeisterschlüssel? In diesem humorvollen Streifzug zwischen umfallenden Bäumen, eifrigen Nichtzeugen und Planeten, die erst durch Mathematik zum Leben erwachen, erfahren Sie, warum wir nicht der Verstand sind – und wie wir unsere Wirklichkeit oft selbst malen. Manchmal in Öl, manchmal mit Wachsmalkreide. […]

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Der Tod – Alles ist nur Übergang

Über das Ende, das den Kreis schließt

Ein Leben lang tun wir so, als ginge es uns nichts an – und doch sind wir seine Zielgruppe: der Tod. Er kommt ohne Einladung, ohne Plan, ohne Rücksicht. Dieser Essay spürt ihm nach: in Begegnungen, Gedanken und Bildern, die zeigen, dass er nicht nur Ende, sondern auch Lehrer, Partner und Rückkehr ist. […]

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Frauen und Männer – Die Evolution irrt selten

Glosse über die liebevollen Missverständnisse im Zusammenleben

Männer sind einfach gestrickt – sagt man. Frauen sind unergründlich – weiß man. Und die Liebe? Das charmanteste Chaos, das die Evolution je hervorgebracht hat. Vom Adamsapfel bis zur Kreditkarte, von Oasenwanderungen der Männlichkeit bis zum fein austarierten Schweigen in der Streitkultur – der kleine Krieg der Geschlechter tobt seit Jahrtausenden. Verstehen kann den nur, wer ihn erlebt hat – und das merkt man sofort. […]

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