Die Gedanken sind frei –
aber sind wir es auch?

Geistige Unabhängigkeit, Meinungsfreiheit und der Mut zum Widerspruch

„Die Gedanken sind frei“. So singen wir es seit Generationen. Aber was nützt uns diese Freiheit, wenn wir nicht mehr wagen, unsere Gedanken auszusprechen? Wenn Widerspruch zunehmend als Feindseligkeit gilt, gesellschaftliche Anpassung an die Stelle eigener Überzeugungen tritt und Andersdenkende nicht mehr widerlegt, sondern moralisch ausgegrenzt werden?

Wir leben in einer Zeit, die sich ihrer Toleranz und Aufgeklärtheit rühmt und doch immer weniger Widerspruch zu ertragen scheint. Dabei liegt zwischen der Freiheit, etwas zu denken, dem Mut, es auszusprechen, und der Fähigkeit, überhaupt zu einem eigenen Urteil zu gelangen, ein gewaltiger Unterschied.

Wie frei sind wir also wirklich? Und beginnt die gefährlichste Form der Unfreiheit womöglich dort, wo wir nicht mehr durch Verbote zum Schweigen gebracht werden müssen, sondern aus Angst, Bequemlichkeit oder vermeintlicher moralischer Überlegenheit selbst darauf verzichten, frei zu denken? […}

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Die fehlenden Meisterjahre

Goethes Weg vom Lehrling Wilhelm zum Meister Faust

Goethe war Freimaurer. Seine großen Werke lassen sich deshalb vielleicht auch ganz anders lesen: als geistiger Weg vom Lehrling über den Gesellen zum Meister. In Goethes Bildungsroman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ geht es um Selbsterkenntnis, in „Wilhelm Meisters Wanderjahre“ um den Platz des Menschen in der Gesellschaft. Doch wo bleiben die folgerichtigen „Meisterjahre“?

Vielleicht fehlen sie gar nicht. Vielleicht stehen sie seit zweihundert Jahren offen vor uns – unter einem ganz anderen Titel. […]

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Brüderlichkeit

Über Vertrauen, Treue und die Kunst, den anderen gelten zu lassen

Brüderlichkeit klingt warm, selbstverständlich und für manchen vielleicht altmodisch. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen.

Denn wirklich brüderlich wird es nicht dort, wo alle einer Meinung sind, sondern dort, wo Widerspruch möglich bleibt, Vertrauen nicht missbraucht wird und ein Mensch auch nach einem Fehler noch als ganzer Mensch gesehen wird.

In einer Zeit, die Beziehungen gern nach Nutzen, Sichtbarkeit und Zustimmung bemisst, stellt Brüderlichkeit eine ungewohnt schlichte Frage: Was bin ich bereit, für den anderen zu sein? […]

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Sie wollen Freimaurer werden?

Antworten auf Fragen, die Aufnahmesuchende oft bewegen

Was heißt es eigentlich, Freimaurer zu werden – und was erwartet einen Menschen, der an die Tür einer Loge klopft?

Ein Suchender stellt die Fragen, die sich bis heute schon viele Interessierte stellten: nach Sinn und Ziel der Freimaurerei, nach Brüderlichkeit, zum freimaurerischen Ritual und zum „Geheimnis“, nach Religion, Weltanschauung und persönlicher Freiheit.

Ein Gespräch über die Arbeit am eigenen Ich, über Zweifel und Erkenntnis – und darüber, weshalb man einer Loge nicht beitritt, um etwas zu bekommen, sondern um an sich selbst und am gemeinsamen Bau zu arbeiten. […]

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Philosophische Wurzeln der Freimaurerei

Von der Bauhütte zur Philosophie der Selbstvervollkommnung

Was verbindet Sokrates mit Kant, die Stoiker mit der Aufklärung und den mittelalterlichen Steinmetz mit dem modernen Freimaurer?

Die Freimaurerei ist keine Philosophie im engeren Sinn. Und doch steht sie auf einem erstaunlich breiten philosophischen Fundament. Antike Selbstprüfung, humanistische Menschenwürde, vernunftgeleitete Aufklärung, Gewissensfreiheit und die Idee der sittlichen Autonomie haben ihr Denken geprägt.

Wer ihren geistigen Wurzeln folgt, stößt deshalb nicht auf ein geschlossenes Lehrgebäude, sondern auf eine alte und bis heute unbequeme Frage: Wie wird aus dem Menschen ein freier, verantwortlicher und toleranter Mensch? […]

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Die Abschaffung der Zumutungen

Sind Bildung, Selbstdisziplin und Rücksichtnahme nicht mehr zeitgemäß?

Wir tragen das Wissen der Welt in der Hosentasche – und verlieren zugleich die Geduld, einen schwierigen Text bis zum Ende zu lesen. Die Bibliotheken der Boomer-Generation landen im Altpapier, während Rechtschreibung, Manieren und Verbindlichkeit zunehmend als entbehrliche Zumutungen gelten.

Was geschieht mit einer Gesellschaft, in der das persönliche Befinden den gemeinsamen Maßstab verdrängt? Eine Gedankensammlung über Bequemlichkeit, Selbstinszenierung und den fortschreitenden Abschied von der Bildung. […]

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Fünf Worte des Schweigens

Wenn das Schweigen spricht

Wir reden, um uns mitzuteilen – und oft auch nur, um uns selbst nicht begegnen zu müssen.

Doch was geschieht, wenn die Worte verstummen? Dann treten Fragen hervor, die im Lärm des Alltags leicht überhört werden: Fragen nach unserer Sterblichkeit, nach wahrer Nähe, nach dem Gewissen, nach der Wirkung der Kunst und nach der rätselhaften Tiefe der Wirklichkeit.

Gedanke zu fünf Worten, die nur das Schweigen auszusprechen vermag. […]

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Der genehmigte Mann

Satire: Das grüne Männer-Manifest und die Kunst, Klischees neu zu etikettieren

13 Bündnis-Grüne – darunter die Parteivorsitzende, Franziska Brantner und ihre Vorgängerin, Ricarda Lang – wollten den modernen Mann neu erfinden. Sie haben nämlich festgestellt, dass ihr bisheriges Männerbild für sie eher weniger als mehr Männer an die Wahlurne lockt. Demoskopisch wäre die Überlegung nachvollziehbar: Über 25% der Männer im Alter zwischen 18 und 24 wählten bei der Bundestagswahl im letzten Jahr AfD.

Herausgekommen ist eine Art Bedienungsanleitung. Fünf Seiten voller guter Absichten, alter Klischees, Vor- und Pauschalurteile und erstaunlich vieler Widersprüche. – Das musste satirisch begleitet werden:

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Republik der Beauftragten

Satire: Das heimliche Versorgungswerk für Parteifreunde

Wo andere Länder Straßen bauen und Brücken restaurieren, gründen wir Zuständigkeiten. Wo Schwierigkeiten auftauchen, entstehen Beauftragte, Koordinierungsstellen und womöglich Arbeitskreise. Und wenn die Schwierigkeiten trotzdem bleiben, beweist das nur, wie unverzichtbar Beauftragte doch geworden sind.

Eine bissige Betrachtung über die wundersame Vermehrung von Zuständigkeiten, die Versorgung bei gescheiterten Politkarrieren, die Industrie der Betroffenheit und die merkwürdige Kunst, starke Menschen durch immer neue Hilfsapparate schwach erscheinen zu lassen.

Oder kurz gesagt: Eine Reise durch jene Teile des Staates, in denen Probleme nicht gelöst, sondern nachhaltig bewirtschaftet werden.[…]

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Kann das Gesetz uns Freiheit geben?

Die Kunst, frei und zugleich gebunden zu sein

Goethes berühmter Satz, „Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben“, klingt unanfechtbar. Doch was, wenn er seit langem missverstanden wird? Was, wenn Freiheit gerade nicht im bloßen Befolgen von Regeln entsteht, sondern erst dort beginnt, wo der Mensch zwischen Gesetz und Recht zu unterscheiden lernt?

Dieser Text folgt der Spur eines großen Zitats – von der dichterischen Selbstdisziplin bis zu den politischen Abgründen gesetzlich organisierten Unrechts – und fragt, warum Freiheit ohne Ordnung nicht bestehen kann, Ordnung ohne Gerechtigkeit aber zur Gefahr wird. […]

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