Es ist nicht immer alles so wie es scheint:

Greta Thunberg: Der Weg des Geldes

Autor: Kurt O. Wörl

Im August letzten Jahres setzte sich das inzwischen weltberühmte, schwedische Schulmädchen Greta Thunberg mit einem Schild, mit der Aufschrift “SKOLSTREJK FÖR KLIMATET” vor den schwedischen Reichstag (Parlament) und begann damit ihren Protest gegen die Klimaerwärmung. Das dafür gewählte, betont unschuldig und kindlich wirkende Outfit mit brav geflochtenen Zöpfen lässt sie eher als unbedarfte Grundschülerin denn als damals 15jährige Teenagerin erscheinen. Damit setzt sie offenbar bewusst auf das bei Erwachsenen fast immer wirkende Kindchenschema, das uns so milde ggü. Kindern werden lässt.

Binnen kurzer Zeit wurde Greta zur Ikone und zum Vorbild für klimabewegte Jugendliche und Kinder auf der ganzen Welt, ein Idol ganz besonders aber in Deutschland. Sie hat der Klimabewegung ein Gesicht gegeben und es bereits zu einem eigenen Eintrag in WikiPedia gebracht, durfte an Klimakonferenzen teilnehmen und ist nun auch noch für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

Was Greta in nur einem halben Jahr gelang ist schlechterdings phantastisch und verdient grundsätzlich erstmal Respekt, den sie auch mir – zunächst jedenfalls – ohne Anstrengung ebenfalls abnötigte – bis ich eine erste Rede von ihr vernehmen durfte!

Da sprach kein Kind aus ihrem Munde! Da sprach auch keine 15jährige Pubertistin. Der durch-designte Duktus ihres Vortrags war durchgehend der eines professionellen, erwachsenen Redenschreibers, mit meisterhafter Rhetorik. Dieses Eindrucks konnte ich mich nicht einen Augenblick erwehren. – Ist für Greta Thunbergs Erfolg am Ende eine Agenda, erdacht von erwachsenen Gehirnen, verantwortlich?

Die Frage ließ mich nicht ruhen! Ich wollte mehr über diesen Greta-Hype wissen. Denn wenn das der Fall wäre, dass hinter dem Hype ganz andere Interessen als das Klima stecken, dann wäre das autistische Mädchen schlicht und einfach von Erwachsenen politisch und kommerziell für ein schnödes PR-Anliegen – instrumentaliert – und ich scheue auch nicht zu sagen – missbraucht worden. Letzterer Gedanke kam mir aber erst nach meinen Recherchen, vor allem in der schwedischen Medienlandschaft (alle folgenden Fakten stammen also nicht von mir, ich führe nur zusammen, was andere Medien bereits publiziert haben – und die Quellen werden verlinkt). Dabei werden nur redaktionell begleitete Quellen genutzt. Doch vorab:

Wer ist Greta Thunberg?

Greta Thunberg ist eine Tochter des in Schweden wohlbekannten Künstlerehepaares Malena Ernman (Sängerin) und Svante Thunberg (Schauspieler und selbst Sohn eines Schauspielerehepaares) und leidet nach Medienberichten am Asperger-Syndrom. Sollte es bei Ihnen beim Namen der Mutter klingeln und er Ihnen irgendwie bekannt vorkommen: Malena Ernman vertrat beim Eurovision Song Contest (ESC) 2009 ihr Heimatland Schweden mit dem Song “La Voix“. Beide Eltern betätigen sich nun auch als Schriftsteller.

Begriffserklärung:

Das Asperger-Syndrom (AS) ist eine Variante des Autismus und wird zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen gerechnet. Merkmale sind einerseits Schwächen in der sozialen Interaktion sowie Kommunikation und andererseits stereotypes Verhalten mit eingeschränkten Interessen. Wie alle Autismusstörungen gilt das Asperger-Syndrom als angeboren und nicht heilbar; es macht sich etwa vom vierten Lebensjahr an bemerkbar.

Quelle: WikiPedia

Eine PR-orientierte Agenda hinter dem Greta-Hype?

Wir dürfen also vorab festhalten: beide Eltern arbeiten in Berufen, in welchen Öffentlichkeit, Publicity und Bekanntheitsgrad essenziell sind, um darin überleben zu können. Und dazu fand sich Erstaunliches:

Am Freitag, 20. August letzten Jahres nahm Greta Thunberg erstmals während der Schulzeit mit ihrem o.e. Schildchen vor den schwedischen Reichstag Platz. Am selben Tag erschien im schwedischen “Aftonbladet” ein erster Bericht zu Gretas Aktion. Wie? Ein Bericht in der Zeitung am selben Tag des Ereignisses? Wie geht das? Jedenfalls, das Blatt berichtete, Greta habe neben ihrem berühmten Schildchen auch einige Notizen zum Klima mitgeführt und zitiert das Mädchen mit einer Nachricht an Erwachsene mit den Worten: 

“Wir Kinder tun normalerweise nicht das, wie uns Erwachsene sagen. Wir machen das, was sie tun. Und weil sie in meine Zukunft geschissen haben, mache ich das auch. Meine Eltern denken, ich sollte natürlich zur Schule gehen, aber sie können mich nicht aufhalten.”

Da hat die Greta wohl etwas geflunkert, denn ihre Eltern stehen ganz offensichtlich voll und ganz hinter ihr. Und wenn Eltern wollen, dann können Sie ihre Kinder selbstverständlich auch an unerwünschten Handlungen hindern.

Drei Tage später, am 23. August 2018, veröffentlichte die Online-Zeitung “Dagens Nyheter” ein perfekt durchdachtes Interview zu Malena Ernmans neuem Buch “Scener ur hjärtat” (in Deutsch: “Szenen aus dem Herzen”). Das Buch befasst sich im Wesentlichen mit dem familiären Zusammenleben mit der autistischen Greta und wie sie zur “Klimaretterin” wurde.

Am 24.08.2018 – also einen Tag später – erscheint das Buch in den Buchläden und am selben Tag schreibt Malena Ernmann auf ihrer Facebook-Seite (in schwedischer Sprache, von mir übersetzt):

Heute wird unser Buch “Szenen aus dem Herzen” veröffentlicht. Es hat Jahre gedauert zu schreiben und wir haben oft mit dem Projekt rund um die Uhr gelebt. Großes, ewiges Dankeschön an unsere geliebten, tapferen Töchter Beata und Greta, dass sie die Initiative dazu ergriffen haben und uns alles gelehrt haben, was wir vergessen haben.

Jeder mögliche finanzielle Überschuss für Svante und mir als Schriftsteller des Buches wird gleich geteilt und an Greenpeace, Kinder in Not, WWF Schweden, König des Lebens, Naturschutzverein, Tierrechte, Jugend und lernen mit Tieren gespendet. Beata und Greta haben sich entschieden.

Das Buch dürfte schon wegen der bedachten Empfänger des “Überschusses” ein Bestseller werden und ich denke, alles unterhalb des Überschusses wird die Familie und auch die Verlage ebenfalls gut leben lassen, zumal das Buch in Kürze auch unter dem Titel “Szenen aus dem Herzen” auf dem deutschen Buchmarkt zu haben sein wird – und die Deutschen sind immer noch eine Lesenation. Die Familie wird gar nicht anders können, als die Welt mit weiteren Greta-Büchern zu beglücken, schon um nachhaltiges Interesse zu signalisieren und nicht unglaubwürdig zu werden. Der Erfolg sei der Familie von Herzen gegönnt. Aber Gretas “Vermarktung” geht offenbar noch viel weiter.

Die “We don’t have time”-Aktiengesellschaft und Ingmar Rentzhog

Wie massiv hinter den Aktivitäten Greta Thunsberg auch wirtschaftliche Interessen brodeln, belegt der Gründer  und CEO der Aktiengesellschaft “We don’t have time” (WDHT) Ingmar Rentzhog. Er war nach eigenem Bekunden erstaunlicherweise zeitgleich mit Gretas erstem Schulstreik vor Ort und hat dies am 20.08.2018 auch gleich in Facebook veröffentlicht. Hier die komprimierte Zusammenfassung aus WikiPedia über Rolle Rentzhogs und der WDHT-AG:

“Vom 20. August 2018 an berichtete die von Ingmar Rentzhog 2017 gegründete schwedische Aktiengesellschaft “” über Facebook, Twitter und Youtube über Thunbergs Schulstreiks. In einem Interview mit dem Svenska Dagbladet erklärte Rentzhog: ‘Ich habe dann guten Kontakt mit Greta und ihrer Familie bekommen. Ich habe Greta dann auch mit einer Menge geholfen und dazu auch mein Kontaktnetzwerk verwendet.’

Laut Prospekt generiert ‘We Don’t Have Time’ virale Umweltinhalte und will damit Geld verdienen. Die Gesellschaft möchte 10 Prozent ihrer Gewinne in einen gemeinnützigen Fonds weiterleiten. Im Oktober 2018 wurde Greta Thunberg Ratgeberin des Stiftungsvorstands der Gesellschaft.

Am 27. November 2018 kündigte ‘We Don’t Have Time’ eine Aktienemission an und nutzte Greta Thunberg elfmal im Werbeprospekt für den Börsengang, wie der deutsche Journalist Hecking zuerst im Spiegel vom 6. Februar thematisierte.

Im Dezember wurden bei der Aktienemission 10 Millionen SEK erzielt.

Quelle: WikiPedia

Die “taz“, “SPIEGEL-Online“, das “Svenska Dagbladet“, “The LOCAL SE” und “TOTAL GLOBAL” berichteten über die von den Eltern offenbar zunächst zugelassene kommerzielle Ausnutzung Greta Thunbergs.

Im Februar 2019 teilte ‘WDHT’ dann in einer Pressemeldung mit, dass Greta Thunberg ihren Platz als “Ratgeberin des Stiftungsvorstands” verlassen habe. Ihr Vater kommentierte: “Sie hat keine Verbindung mehr dazu. Sie will nicht mit irgendeiner Organisation in Verbindung gebracht werden. Ob ideell oder nicht. Sie will ganz frei sein.” Eine späte Einsicht eines Erziehungsberechtigten, der es gar nicht erst hätte zulassen sollen, dass das behinderte Mädchen in so eine Situation überhaupt geraten konnte.

Jedenfalls erklären auch die kommerziellen Interessen Ingmar Rentzhogs den kometenhaften Aufstiegt der neuen “Marke” Greta Thunberg als Idol für die Schulschwänzer weltweit. 

Folge dem Weg des Geldes

Mögliche “Hidden agendas” werden oft erst dann sichtbar, wenn man dem Weg des damit verbundenen Geldes folgt. Das haben eine Reihe von Medien dankenswerter Weise getan. Was dieser Hype allerdings mit dem autistischen Mädchen in der Zukunft machen wird, muss man abwarten. Dass Eltern das eigene, auch noch entwicklungsgestörte Kind so professionell vermarkten, kann aber durchaus zu ethischen Skrupeln führen. Die aber muss jeder für sich in den Griff bekommen. – Mir tut das Mädchen schlicht und einfach nur leid.

Sorgen mache ich mir allerdings ob der Tatsache, dass neben den vielen Psychopathen, welche ohnehin schon viele Länder regieren oder die globale Wirtschaft leiten, nun autistische Idole auch noch das Denken der Massen beeinflussen und lenken können und das von rücksichtslosen, kommerziellen Interessen auch noch flankiert. Das scheint mir keine gute Symbiose zu sein. Als staunender Normalo-Mensch kommt man sich zunehmend wie in einer bizarren Welt des Irrsinns vor, kreiert von Salvador Dalí, in welcher man kaum mehr Orientierung finden mag. – Ein Irrenhaus kommt dem wohl am nächsten.

Foto: WikiMedia Commons (CC BY-SA 4.0)


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Ein Kommentar:

  1. Tja, da hat das “behinderte” Mädchen wohl mehr Eier in der Hose als so viele geniale Machtmenschen!

    Autisten als behindert oder noch dümmer, als krank zu klassifizieren, zeugt nicht von Verstand oder Intelligenz. Autisten folgen ihren eigenen Vorstellungen strikt. Das ist doch gut.

    Dass sich Frau Thunberg aus dem Vorstand verabschiedet hat war ein gutes Zeichen. Die altgewordenen Jugendlichen sind auch nicht die richtigen, die den Protest am Leben halten können(oder wollen). Die wurden vom Kapitalismus und Vitamin B bereits absorbiert. Der Opportunismus ist der größte Feind einer Idee. Das diese sich bei der FFF ganz oben Sammeln ist klar. Diese Leute sind ja auch keine Schüler mehr, die müssen jetzt Geld verdienen! Bisher macht Greta Thunberg alles richtig um den Fokus des Protests auf die Klimaveränderung/Umweltpolitik auch zu belassen und nicht an dümmlicher Machtpolitik und Gesellschaftsstellung vergeuden zu lassen.

    Gut, dass sie eine Autisten sein soll. Ein Autist kann auch mit Brötchenbacken glücklich werden. Ein Opportunist würde nie damit klar kommen. So bleibt die Bewegung “True”. Sehr gut.

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