Fundsache:

Dieter Nuhr über die Gestrigen

entdeckt von Kurt O. Wörl

Es ist beruhigend, dass wenigstens manche Komiker in hysterischer Zeit nicht den Kopf verlieren und – wenn auch witzig – hie und da ein paar weise Worte in die Gesellschaft streuen.

Eine sehr nützliche Wegweisung gab Dieter Nuhr in seiner Sendung vom 21. März der Jugend:

“Wir glauben bei uns immer, die Zukunft liegt im Verhindern.

 

Wir streiten monatelang um den Hambacher Forst, um ein winziges Wäldchen am Rande der Welt. Weil es bei uns immer um Symbole geht und nicht um die wichtigen Dinge.

 

Wir streiten monatelang um den Diesel, weil ja das Weltklima gerettet wird, wenn die Dieselrentner im Hamburg einen Umweg fahren. – Natürlich – so ein Quatsch!

 

Da lob’ ich mir die Schüler! Die haben Großes im Auge und ich finde es gut, wirklich: politisiert Euch! Ich meine es ernst. Ich will nur sagen: Die Zukunft liegt nicht im Hambacher Forst und nicht in der Vergangenheit, und im Kleinen und im Aufhören und im Verhindern und im Abschalten. Nein, die Zukunft sitzt nicht auf dem Fahrrad, sondern die sitzt in neuen Fortbewegungsmitteln, die wir heute noch gar nicht auf dem Schirm haben.

 

Zukunft ist nicht vegan. In Zukunft wird es Fleisch geben aus dem Labor. Die Zukunft liegt nicht auf einem deutschen Bauernhof des 19. Jahrhunderts. 

 

Während der Rest der Welt die Zukunft baut, fordern wir mehr Lastenfahrräder. Wir sind Vergangenheit! 

 

Liebe Schüler, lasst diese Gestrigen hinter Euch. Werdet nicht Schrebergärtner sondern Ingenieure. Und wenn freitags Physik ist, dann geht da ruhig mal wieder hin! Denn die Erfinder werden die Welt retten, nicht die Verhinderer. Nicht die, die im Weg stehen, sondern die, die neue Wege bauen.”

Hier die ganze Sendung zum Nachgucken:

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