Greta Thunberg: Der Weg des Geldes

Autor: Kurt O. Wörl Im August letzten Jahres setzte sich das inzwischen weltberühmte, schwedische Schulmädchen Greta Thunberg mit einem Schild, mit der Aufschrift “SKOLSTREJK FÖR KLIMATET” vor den schwedischen Reichstag (Parlament) und begann damit ihren Protest gegen die Klimaerwärmung. Das dafür gewählte, betont unschuldig und kindlich wirkende Outfit mit brav geflochtenen Zöpfen lässt sie eher als unbedarfte Grundschülerin denn als damals 15jährige Teenagerin erscheinen. Damit setzt sie offenbar bewusst auf das bei Erwachsenen fast immer wirkende Kindchenschema, das uns so milde ggü. Kindern werden lässt. Binnen kurzer Zeit wurde Greta zur Ikone und zum Vorbild für klimabewegte Jugendliche und Kinder…

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Worauf allein wir stolz sein können

Autor: Kurt O. Wörl Das einzige, worauf man gegen Ende des Lebens wirklich stolz sein kann ist, der Natur folgend seinen Beitrag zum Erhalt des Lebens und der Lebensgrundlagen beigetragen und den folgenden Generation die besten Voraussetzungen hinterlassen zu haben, auf dass auch sie das Leben erfolgreich erhalten und weitergeben können. – Wer das begreift, hat auch den Sinn des Lebens begriffen. Man beobachte die Welt der Vögel und sehe, welchen Aufwand fast alle Vogeleltern (wie die Eltern nahezu aller Lebewesen) für ihre Brut treiben. Es sollte dann wie Schuppen von den Augen fallen: Unser Körper ist vergängliche Materie, unterliegt…

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ARD setzt auf moralisches Framing

Autor: Kurt O. Wörl Wenn Sie Lust haben, dann schalten Sie doch hie und da mal das dritte Fernsehprogramm des Bayerischen Rundfunks ein. Dort gibt es eine Sendereihe mit dem Titel “Die Tagesschau vor 20 Jahren”. Und dann vergleichen Sie doch Ihre Wahrnehmung zu den alten Sendungen mal mit der “Tagesschau” oder auch mit “heute” im ZDF der Gegenwart. Was fällt ihnen auf? Gut, im Vergleich zum heutigen Sendeformat kam die Nachrichten-Vorlesung von damals zugegeben schon etwas altbacken daher. Die Studiotechnik war noch nicht so multimedial überladen, die Sprechertische noch nicht so futuristisch und spacig und HD-Auflösung hatten die Sendungen…

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SPD sucht Markenkern

Autor: Kurt O. Wörl Vor drei Jahren stellte ich an anderer Stelle die These auf, die AfD sei zwar großer Mist, könne sich aber auch als Chance für die Demokratie herausstellen. Gemeint war das so, dass ein neuer Player um die Gunst der Wähler den Volksparteien Verluste bringen würde und in diesen das festgefahrene “Weiterso” aufweichen würde. Das bedeutet natürlich nicht, dass mich Politik und Inhalte der AfD etwa ansprächen, das natürlich nicht, ganz im Gegenteil. Aber die Wirkung des Weckrufs wollte ich damals schon nicht unterschätzt wissen. Und so kam es auch! Zulange haben die Volksparteien vor allem mit…

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Reiche flüchten aus Deutschland

Autor: Kurt O. Wörl Tausende Millionäre verlassen Deutschland? Das lässt aufhorchen! Ich denke, die aufnehmenden Länder werden allen ein herzliches “Refugee welcome” zurufen. Vor längerem fragte ich einmal einen Schweizer Freund, warum die Schweizer neben den Skandinaviern zu den glücklichsten Menschen der Welt zählen. Er grinste und meinte: Wir sammeln die Millionäre, Deutschland die Habenichtse aus aller Welt. Unsere Regierung arbeitet für’s Wohl des Volkes, eure für Banken und Konzerne und will die Welt retten. Deswegen seid ihr die Guten, wir aber die Glücklichen. Hier geht’s zur schon etwas älteren Fundsache: Manager Magazin: Tausende Millionäre verlassen Deutschland Lesen Sie auch: Riss…

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Merkel züchtete, die SPD lieferte den Humus

Autor: Kurt O. Wörl 2010 gab es eine denkwürdige Talkrunde bei “Maybrit Illner”. Thema war u.a. die anfangs der 2000er Jahre unter Kanzler Gerhard Schröder von der SPD und den Grünen eingeführte “HARTZ-IV-Reform” des deutschen Sozialhilfesystems. Gast in der Sendung waren neben Ursula von der Leyen, damals noch Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Jürgen Trittin, zu dem Zeitpunkt noch einer der beiden Vorsitzenden von B90/GRÜNE, Ulrich Schneider vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, der etwas schnöselige, arbeitsmarktpolitische Sprecher der FDP, Johannes Vogel und Hans-Jürgen Czentarra, ein beeindruckender Langzeitarbeitsloser aus Erfurt, der wütend und trotzdem noch erstaunlich sachlich, der Talkrunde sehr markante Worte ins Stammbuch schrieb. Ich…

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Du, Papa…

Anonymes aus den Tiefen des Internets Ich weiß nicht, ob der fiktive Dialog jetzt unter der Rubrik “Humor” richtig aufgehoben ist, aber er zeigt zumindest die schizophrene Hybris der Amerikaner ganz gut auf. Also: Ein US-amerikanischer Vater bringt seinen Sohn zu Bett. Wie allabendlich üblich, wenn der Filius unter die Decke gekrochen ist, steht der Vater seinem Sohn noch für Fragen, die ihn bewegen, Rede und Antwort. S=Sohn, V=Vater S: Du, Papa, warum haben wir den Irak angegriffen? V: Weil die Iraker Massenvernichtungswaffen hatten. S:  Aber die Inspektoren haben keine Massenvernichtungswaffen gefunden. V:  Weil die Iraker sie versteckt haben. S: …

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Wirtschaftsfaschismus

Autor: Kurt O. Wörl Jedesmal könnte ich mich aufregen, wenn die globalisierte, weltwirtschafliche Entwicklung mit “Neoliberalismus” umschrieben wird. Kein Begriff könnte in der veröffentlichten Meinung falscher Anwendung finden. Warum? Neoliberalismus meinte ursprünglich etwas ganz anderes, genauer: sogar das exakte Gegenteil dessen, wofür der Begriff seit Jahren genutzt wird.  Aus den Gründen Erstmals wurde der Begriff anfangs der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts von dem französischen Politiker Pierre Étienne Flandin als “néo-liberalisme” genutzt und bald darauf auf Vorschlag des deutschen Wirtschaftswissens-chaftlers Alexander Rüstow in Deutscher Sprache, auf dem Colloque Walter Lippman, in Paris definiert. Diese Neuschöpfung sollte einen neuen Liberalismus entwerfen, der nicht…

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Kurzer Abriss der Nationalökonomie

von Kurt Tucholsky Nationalökonomie ist, wenn die Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben. Das hat mehrere Gründe, die feinsten sind die wissenschaftlichen Gründe, doch können solche durch eine Notverordnung aufgehoben werden. Über die ältere Nationalökonomie kann man ja nur lachen und dürfen wir selber daher mit Stillschweigen übergehn. Sie regierte von 715 vor Christo bis zum Jahre nach Marx. Seitdem ist die Frage völlig gelöst: die Leute haben zwar immer noch kein Geld, wissen aber wenigstens, warum. Die Grundlage aller Nationalökonomie ist das sog. “Geld”. Geld ist weder ein Zahlungsmittel noch ein Tauschmittel, auch ist es keine Fiktion,…

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Alte Umweltschweine

Autor des Urtextes unbekannt, nachfolgende Version habe ich überarbeitet Neulich an der Supermarktkasse machte mir die junge Kassiererin den Vorschlag, der Umwelt zu liebe doch bitte eigene Taschen mitzubringen statt neue Plastiktüten zu kaufen. Ich entschuldigte mich und erwiderte “Wissen Sie, für unsere Generation ist ‘Umweltschutz’ ein schwer verständliches Wort, weil …” sie unterbrach mich: “Sehen Sie, das ist heute genau das Problem mit den Alten: Ihre Generation führte das Wort Umweltschutz nie im Munde, hat auch zum Schutze der Umwelt und künftiger Generationen nichts getan!” Das fand ich schon frech, aber zu Hause dachte ich über die Worte der…

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