Ob das gut geht?

Europawahl 2019 in “leichter Sprache”

Autor: Kurt O. Wörl Gemäß des jüngsten Urteils des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) haben künftig auch Menschen, welche unter Betreuung (früher “Vormundschaft”) stehen, das Recht an Wahlen teilzunehmen, und zwar bereits bei den anstehenden Wahlen zum Europaparlament am 26. Mai d.J. Das finde ich gut und richtig. Konsequenter Weise hätte das BVerfG dann allerdings auch Kindern – die ja unter Vormundschaft ihrer Eltern stehen – ein Wahlrecht einräumen müssen (ggf. über ein Familienwahlrecht). Faktisch sind nun Kinder und Jugendliche im Alter unter 18 Jahren der einzig verbliebene “Rest” der Gesellschaft, welcher nicht durch Stimmabgabe bei Wahlen und Abstimmungen Einfluss auf die Politik…

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Fundsache: Kulturkritiker meinen

Katzenvideos sind “moralisch bedenklich”

Kommentiert von Kurt O. Wörl Und sie werden nicht ruhen, bis die Menschheit voller Lebensunlust in protestantischer Manier depressiv in Sack und Asche daherkommt und jede Freude am Leben verloren hat. Zur Zeit werden schon die Jüngsten, die Schulkinder, mit apokalyptischen Prophezeiungen ihrer Lebenslust beraubt. Der Autor der biblischen Offenbarung – man gab ihm den Namen “Johannes” – ich glaube, das war der erste “grüne Kulturkritiker” der auf Erden wandelte. Ich bin da optimistischer: Das von diesen Leuten prophezeihte “Waldsterben” bis zur Baumlosigkeit blieb aus (übrigens dank CO²), dass wir vom Ozonloch “gegrillt” werden erfüllte sich natürlich auch nicht (Ingenieuren…

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Unworte des Jahres - ein Unding:

Sprachpolizisten auf Abwegen

Autor: Kurt O. Wörl Zumindest im Gros bildungsnaher Kreise ist das “Unwort des Jahres” (UdJ) ein Begriff. Alljährlich erklärt eine aus fünf Sprachwissenschaftlern zusammengesetzte Jury ein Wort zum Unwort des jeweiligen Jahres. Die Juroren sind aktuell: Prof. Dr. Nina Janich (Sprecherin), Professorin für germanistische Linguistik an der TU Darmstadt mit den Arbeitsschwerpunkten Sprachkultur und Sprachkultivierung; Wissenschaftskommunikation und Fragen des Wissenstransfers; Werbelinguistik und Unternehmenskommunikation; Text- und Diskurslinguistik, Stephan Hebel, Autor und Journalist mit den Arbeitsschwerpunkten Innen-, Sozial- und Gesellschaftspolitik, Dr. Kersten Sven Roth, Assistent am Deutschen Seminar der Universität Zürich (Linguistik) mit den  Arbeitsschwerpunkten politische Sprache und Kommunikation, Diskurslinguistik, Gesprächslinguistik, Rhetorik, linguistische Sprachkritik, Prof….

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Fundsache aus Cicero:

Die 500 wichtigsten, deutschsprachigen Intellektuellen

von Kurt O. Wörl Das Magazin “Cicero” hat vor zwei Jahren seine Liste der 500 wichtigsten, deutschsprachigen Intellektuellen aktualisiert. Im Wesentlichen entspricht die Liste auch meinen Vermutungen. Überraschendes war nicht dabei, außer vielleicht, dass Thilo Sarrazin – vorher nicht benannt – es aus dem Stand heraus auf Platz 5 schaffte und der von mir sehr geschätzte Henryk M. Broder sich um 23 Plätze auf Platz 14 verbesserte. Auch der von mir nicht minder geschätzte Philosoph Richard David Precht, der es wie kaum ein anderer versteht, komplexe Sachverhalte auch für den Laien verständlich zu publizieren, verbesserte sich um 75 Rangplätze auf…

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Experten, Kreise und Studien in den Medien:

Wie wird man Terrorismusexperte?

Autor: Kurt O. Wörl Experten Wie wird man eigentlich “Terrorismusexperte”? Kann man das lernen oder studieren? Gut, ich kenne Polizeibeamte, Juristen wie Anwälte, Richter und Staatsanwälte, Geheimdienstagenten, Kriminologen, Soziologen, Psychiater, die sich hie und da mit der Delinquenz und damit auch mit Terrorismus befassen (müssen), aber nirgendwo fand ich bisher eine Hochschule, die einen Lehrstuhl zur Ausbildung von Terrorismusexperten anbieten. Und als Lehrberuf gibt es so etwas auch nicht. Wie also wird man “Terrorismusexperte”?  Warum ich frage? Nun, weil man in den Telemedien immer wieder mit Menschen konfrontiert wird, die als “Experten” für irgendwas vorgestellt werden. Besonders gerne nach Terroranschlägen…

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Fundsache:

Stimme der Vernunft

Nachdem das Konzert zur (misslungenen) “Tatortreinigung” in Chemnitz unter dem Hashtag #WirSindMehr vor allem mit vulgären, sexistischen und gewaltverherrlichenden “Musikern” aufwarten konnte, ist eine andere, bessere Stimme willkommen. Es ist beruhigend, dass es in der Zunft der Kunstschaffenden auch besonnene, abwägende, differenziertere und tiefer blickende Vertreter wie Peter Maffay gibt, welche zeigen, dass man auch in zivilisierten Tönen und Wogen glättend deutlich Stellung beziehen kann. Deshalb gebe ich gerne sein Statement, welches er auf seiner Facebookseite zu den Chemnitzern Ereignissen gegeben hat, hier wieder: “Liebe Freunde, die Schlagzeilen und die Bilder aus Chemnitz beunruhigen jeden von uns. Wir diskutieren in der…

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Diktator als Objekt der "Kunst":

Kunst und Verantwortung

Autor: Kurt O. Wörl In der Schule habe ich gelernt, das Fach hieß damals in den 60er Jahren “Sozialkunde”, dass die von unserer Verfassung gewährten Grundrechte nicht nur weitgehende Freiheiten für jedermann sicherstellen, sondern, dass an jedes Freiheitsrecht stets auch untrennbar Pflichten, z.B.  die Pflicht zur Übernahme von Verantwortung für das eigene Tun und Lassen, geknüpft sind. Das leuchtet ein. Nur eine Diktatur, die uns unser Leben und all unsere Handlungen bis ins Kleinste vorschreibt, befreit uns – wenn auch nur scheinbar – von jeder Verantwortung für befohlenes Handeln oder Unterlassen.  Eines der Freiheitsrechte ist u.a. die “Freiheit der Kunst”…

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Fundsache:

Moralistischer Größenwahn

Wenn man wissen möchte, was die privaten “Seenotretter” im Mittelmeer dazu antreibt, wie Schlepperbanden (ohne freilich als Schlepper denunziert werden zu wollen), zu agieren, indem sie als Vertragserfüller die “Geschäftsidee” der nordafrikanischen Schlepperbanden erfüllen und am Leben halten, der findet in dem Essay von Prof. Dr. Maria-Sybilla Lotter, von der Ruhr-Universität Bochum, eine gute philosophische Erklärung.  Konsequent weiter gedacht könnte aber dieses, im moralistischen Größenwahn begründete Schlepper-Handeln (Seenotretter bringen entsprechend des Seerechts Gerettete nicht auf andere Kontinente sondern in den nächstgelegenen Hafen) heute Ursachen für Unrecht von morgen setzten, wofür diese Leute dann nicht nur gutmenschlich gefühlte Schuld, sondern tatsächlich…

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Lebenstil und Lebensschule:

Vom Wesen der Freimaurerei

Neulich ergab sich im privaten Umfeld eine interessante Diskussion zwischen profanen Interessenten und Freimaurern. Jemand bemühte, sich, den Lebensstil der Freimaurer kritisch zu hinterfragen, was zu einigen erregten Beiträgen führte. Daraufhin habe ich ihm versucht zu erklären, dass seine weitgehend theoretische Infragestellung im Kern das Wesen der Freimaurerei gar nicht berührt, nicht berühren kann. Ich denke, meine Replik könnte auch hier für den für den einen oder anderen Leser interessant sein. Ich schrieb dem Kritiker u.a.:

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