Söder korrigiert Fehlgriff

Autor: Kurt O. Wörl Eigentlich mag ich sie ja. Sie erinnert mich an eine ehemalige Grundschullehrerin, weil sie immer so einen mütterlich-besorgten Eindruck erweckt. Nur ihr Kleidungsstil erschien mir manchmal etwas irritierend. In ernstester Lage tritt sie gerne im kunterbunten Papageien-Outfit auf, als wenn sie gerade einem indischen Ashram entsprungen wäre. Die Rede ist von Bayerns Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml. – Oder besser Ex-Gesundheitsministerin.  Gestern gab jedenfalls Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, im Rahmen einer Pressekonferenz, nicht nur die neuen Restriktionen zur Corona-Pandemie bekannt, sondern in vollendet diplomatischen Worten auch eine Miniumbildung seines Kabinetts. Danach wird ab kommenden…

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Traum für eine Regierung

erkannt von Kurt O. Wörl: Ich habe einen Traum für eine Regierung: Nur ein Humanist mit Herz für Menschen ins Kanzleramt, für die Landwirtschaft ein Landwirt, für die Verteidigung ein General, ein Arzt für Gesundheit, für Finanzen ein Bänker, für die Wirtschaft ein Volkswirt, für die Forschung ein Forscher, für Familie eine berufstätige Mutter; für Verkehr ein Kybernetiker, für Entwicklung einen Entwicklungshelfer, für Justiz ein Verfassungsrichter a.D., fürs Innere ein Gendarm, ein gelernter Diplomat ins Außenamt ein Förster oder Tierfreund ins Umweltressort. Stattdessen haben wir: Eine herzlose Physikerin im Kanzleramt, die das Land demoliert, für die Landwirtschaft eine Weinkönigin, für…

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Fake-News der Kieler Nachrichten

Autor: Kurt O. Wörl “Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel.” Mit diesen Worten leitete Kurt Tucholsky einst einen Essay mit dem Titel “Was darf Satire?”  ein. Tucholskys Beitrag endet mit dem Resümee “Was darf Satire? – Alles.” Dieses Resümee wird von Satirikern heute sehr gerne zitiert, wenn sie wegen ihrer satirischen Beiträge in öffentliche Kritik geraten. Jan Böhmermann z.B. reizt Tucholskys Postulat bekanntlich sehr gerne bis an die Grenzen des Erträglichen aus – und erfährt bei Kritik meist breite mediale Unterstützung. Darauf sollte sich, wenn man Tucholsky…

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Max Uthoff – Feindbild HARTZ IV

gefunden von Kurt O. Wörl Max Uthoff versteht es, zwar satirisch verpackt, Wahrheiten zu präsentieren, dass einem das Lachen im Halse stecken bleibt und man das Satirische gar nicht mehr erkennen kann. Damit sich seine allzu wahren Worte auch bei unseren Lesern gut einprägen mögen, hier seine bereits aus 2015 stammenden Worte zum Mitlesen. Worte, die auch vier Jahre danach nichts an Aktualität verloren haben. Viel Vergnügen zu wünschen wäre dabei allerdings kaum angemessen: “Selbstverständlich gibt es auch in der Religion des Kapitalismus’ einen Feind, vor dem gewarnt werden muss, wie in jeder Religion: Der Ungläubige, der Nichtgläubige, die Versuchung,…

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Klimawandel einmal anders betrachtet

gefunden von Kurt O. Wörl Da ist Achgut-Autor Robert von Loewenstein einmal Satire zum Thema Klimawandel in Reinform gelungen. Vorsicht! Massive Attacke auf das Zwerchfell! Achgut.com: Ich bin für Klimawandel. Leben Sie wohl. Foto: pixabay Creative Commons CC0 Lesen Sie auch: Dieter Nuhr über die Gestrigen Lesen Sie auch: Katzenvideos sind “moralisch bedenklich”

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Katzenvideos sind “moralisch bedenklich”

Kommentiert von Kurt O. Wörl Und sie werden nicht ruhen, bis die Menschheit voller Lebensunlust in protestantischer Manier depressiv in Sack und Asche daherkommt und jede Freude am Leben verloren hat. Zur Zeit werden schon die Jüngsten, die Schulkinder, mit apokalyptischen Prophezeiungen ihrer Lebenslust beraubt. Der Autor der biblischen Offenbarung – man gab ihm den Namen “Johannes” – ich glaube, das war der erste “grüne Kulturkritiker” der auf Erden wandelte. Ich bin da optimistischer: Das von diesen Leuten prophezeihte “Waldsterben” bis zur Baumlosigkeit blieb aus (übrigens dank CO²), dass wir vom Ozonloch “gegrillt” werden erfüllte sich natürlich auch nicht (Ingenieuren…

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Dieter Nuhr über die Gestrigen

entdeckt von Kurt O. Wörl Es ist beruhigend, dass wenigstens manche Komiker in hysterischer Zeit nicht den Kopf verlieren und – wenn auch witzig – hie und da ein paar weise Worte in die Gesellschaft streuen. Eine sehr nützliche Wegweisung gab Dieter Nuhr in seiner Sendung vom 21. März der Jugend: “Wir glauben bei uns immer, die Zukunft liegt im Verhindern.   Wir streiten monatelang um den Hambacher Forst, um ein winziges Wäldchen am Rande der Welt. Weil es bei uns immer um Symbole geht und nicht um die wichtigen Dinge.   Wir streiten monatelang um den Diesel, weil ja…

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Die Opposition

von Kurt Tucholsky Reichsverband Deutscher Verbände zur Züchtung stubenreiner Gebrauchsdackel (Opposition) Im Anfang war der Verein; jede anderweitige Übersetzung des Wortes “Logos” durch Faust beruht auf einem philologischen Irrtum. Danach waren zwei Vereine; ein feinerer und ein minder feiner – diese beiden bekriegten sich, denn ihre Sekretäre wollten auch leben. Als aber ein dritter Sekretär nichts mehr zu tun fand, weil beim besten Willen alle diesbezüglichen Menschen schon in den beiden Vereinen waren und eigentlich kein Platz mehr war für einen dritten: da erfand er dennoch diesen dritten Verein. Er faßte nämlich die beiden vorhandenen Vereine zu einem Reichsverband zusammen,…

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Kurzer Abriss der Nationalökonomie

von Kurt Tucholsky Nationalökonomie ist, wenn die Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben. Das hat mehrere Gründe, die feinsten sind die wissenschaftlichen Gründe, doch können solche durch eine Notverordnung aufgehoben werden. Über die ältere Nationalökonomie kann man ja nur lachen und dürfen wir selber daher mit Stillschweigen übergehn. Sie regierte von 715 vor Christo bis zum Jahre nach Marx. Seitdem ist die Frage völlig gelöst: die Leute haben zwar immer noch kein Geld, wissen aber wenigstens, warum. Die Grundlage aller Nationalökonomie ist das sog. “Geld”. Geld ist weder ein Zahlungsmittel noch ein Tauschmittel, auch ist es keine Fiktion,…

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Der Mensch

von Kurt Tucholsky Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn’s ihm gut geht, und eine, wenn’s ihm schlecht geht. Die letztere heißt Religion. Der Mensch ist ein Wirbeltier und hat eine unsterbliche Seele, sowie auch ein Vaterland, damit er nicht zu übermütig wird. Der Mensch wird auf natürlichem Wege hergestellt, doch empfindet er dies als unnatürlich und spricht nicht gern davon. Er wird gemacht, hingegen nicht gefragt, ob er auch gemacht werden wolle. Der Mensch ist ein nützliches Lebewesen, weil er dazu dient, durch den Soldatentod Petroleumaktien in die Höhe zu treiben, durch den Bergmannstod den Profit…

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