Die Laterne des Diogenes

Warum Menschlichkeit erst im Gegenüber sichtbar wird

Der Mensch – ein Wesen, das sich selbst „weise“ nennt und doch täglich an seiner eigenen Unvollkommenheit scheitert; ein Geschöpf, das Höhlen bemalte, bevor es Worte erfand und das noch immer nach dem richtigen Maß zwischen Vernunft und Abgrund sucht – der Mensch bleibt sich selbst ein Rätsel.

Folgen Sie mir auf seinen Spuren durch Mythos und Geschichte, durch Irrtum, Hoffnung und Selbstüberschätzung. Mit diesem Text frage ich, warum wir uns so schwertun, einander zu verstehen, und weshalb die schwierigste Aufgabe womöglich darin besteht, im Antlitz des anderen den Nächsten zu erkennen. „Die Laterne des Diogenes“ – ein Spaziergang durch Licht und Schatten des Menschseins – und eine Einladung, das eigene Menschenbild neu zu betrachten. […]

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Homo sapiens – nur ein Mogeletikett?

Warum die „Krone der Schöpfung“ noch lange nicht weise ist

Der Mensch scheitert an keiner Aufgabe häufiger als an sich selbst. Er kennt die Wahrheit und flieht vor ihr. Er liebt die Freiheit und fürchtet die Verantwortung. Er bewundert die Vernunft und dient letztlich nur seinen Leidenschaften. Trotzdem nennt er sich Homo sapiens. Es stellt sich also die die Frage: Ist also „Homo sapiens“ – nur ein Mogeletikett? […]

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Vermeide was unglücklich macht

Glück – das Streben danach gelingt nur selten

Die meisten Menschen scheitern am Glück, nicht weil es unerreichbar wäre, sondern weil sie die falsche Strategie verfolgen. Sie addieren, statt zu subtrahieren. Vielleicht liegt das nicht daran, dass das Glück so schwer zu finden wäre, sondern daran, dass wir an der falschen Stelle suchen. Der Weg zu innerer Zufriedenheit führt nicht über immer mehr Besitz, Erlebnisse oder Anerkennung. Er beginnt dort, wo wir den Mut finden, uns von dem zu lösen, was uns unglücklich macht. Glück ist nicht das Ergebnis von Addition – sondern von Subtraktion. […]

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Das Herz hat seine Gründe – Blaise Pascal heute

Vom Erfinder der Wahrscheinlichkeiten zum Sucher nach Sinn

Ein Mathematiker mit der Seele eines Mystikers, ein Physiker, der in Gleichungen Gebete hörte: Blaise Pascal, dieser scharfsinnige Geist des 17. Jahrhunderts, erfand nicht nur das Denken in Wahrscheinlichkeiten, sondern auch die Ahnung, dass das Herz eine eigene Logik besitzt. Sein Leben gleicht einem geistigen Experiment zwischen Werkbank und Gebetsstuhl, seine Gedanken sind zugleich streng und zärtlich, hellsichtig und humorvoll.

Dieser Essay folgt Pascal auf seiner Reise vom analytischen Kalkül zum gefalteten Geist – und zeigt, warum sein Denken in einer Welt aus Algorithmen und Zerstreuung aktueller ist als je zuvor. […]

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Was ist Anstand?

Über die Kunst des Gehaltenseins

Anstand – ein Wort, das klingt, als stamme es aus einer vergangenen Welt. Man verbindet es mit Tischsitten, mit Haltung, mit einer Zeit, in der Benehmen noch als Tugend galt. Doch hinter diesem scheinbar harmlosen Begriff verbirgt sich auch ein Stück Zivilisationsgeschichte: die Kunst, sich selbst zu zügeln, bevor andere es tun müssen. Wie viel davon ist uns geblieben – und was davon war je echt? […]

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Moral – nur eine Frage des Gefühls?

Gefühl ohne Verstand läuft ins Leere – Verstand ohne Gefühl bleibt kalt

Ist Moral nur eine Frage des Gefühls? – Wer Kant fragt, bekommt ein kühles „Pflicht!“ zur Antwort. Wer Schopenhauer fragt, hört ein sehnsüchtiges „Mitleid“. Und Nietzsche würde von der Seitenlinie rufen: „Lebe, wie du willst!“

Seit der Antike schwankt Moral zwischen Kopf und Bauch – ein ständiges Ringen von Vernunft und Gefühl. Vom Bettler an der Straßenecke über das Trolley-Problem bis hin zur KI im selbstfahrenden Auto: Stets ringen Herz und Hirn um den Vorrang.

Mein Gedanke ist: Ethik ist kein starres Dogma, sondern etwas Bewegliches – ernst und leicht zugleich, voller Spannungen und Gegensätze. […]

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Protest ist noch kein Handeln

Deutliche Worte an die selbsternannte „Letzte Generation“

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ – Erich Kästners Satz ist heute aktueller denn je. Doch während frühere Generationen durch Arbeit, Entbehrung und Verantwortung Zukunft überhaupt erst möglich machten, erschöpfen sich Teile der Jugend von heute allzu oft im Lärm des Protests. Straßenblockaden, große Worte und moralische Anklagen ersetzen keine Tat. Der Essay erinnert an die Tatkraft der Nachkriegsgeneration, zeigt die Widersprüche der heutigen Aktivisten – von Greta bis „Langstrecken-Luisa“ – und stellt die Frage: Wollt ihr in der Geschichte als Schreihälse eingehen oder als Gestalter einer besseren Welt? […]

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Freundschaft – für ein gutes Miteinander

Das geheimnisvolle Band zwischen Menschen

Was ist Freundschaft? Zweckgemeinschaft, Charakterprüfung oder schlicht Glück? Von der Antike bis zur digitalen Gegenwart kreist das Denken um diese Frage. Freundschaft zeigt, dass wir nur durch andere wir selbst werden. Dieser Essay führt von Aristoteles bis Facebook – und entdeckt das Geheimnis eines guten Miteinanders. […]

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Was wissen wir wirklich?

Ein heitere Reflexion über Wissen und geglaubtes Wissen

Wir sind überzeugt, viel zu wissen: dass zwei mal zwei vier ist, die Erde eine Kugel und die Kaffeemaschine ausgeschaltet. Doch bei näherem Hinsehen geraten selbst die scheinbar sichersten Gewissheiten ins Wanken. Seit Sokrates und Descartes bis hin zur Künstlichen Intelligenz bleibt die Frage bestehen, ob unser Wissen mehr ist als eine Mischung aus Glauben, Vertrauen und Zufall. Dieser Essay nimmt Sie mit auf einen heiter-philosophischen Streifzug durch die Geschichte des Zweifelns – und zeigt, warum gerade im Nichtwissen ein Stück Weisheit liegt. […]

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Harmonie – das süße Gleichgewicht

Zwischen Sternenhimmel und Kaffeetisch: Harmonie als Lebensmotiv

Ein Wort wie Musik – Harmonie. Schon die Pythagoreer sahen in ihr eine Ordnung, der sogar die Sterne zu gehorchen scheinen. Sie begegnet uns in Mozarts Klarheit ebenso wie im Goldenen Schnitt, in stoischer Gelassenheit wie im Wunsch nach gesellschaftlichem Zusammenhalt. Harmonie ist selten ein Dauerzustand. Meist ist sie nur ein kurzes Gleichgewicht, das man bemerkt, wenn es da ist – und vermisst, wenn es fehlt. Wer nach Harmonie sucht, merkt irgendwann: Sie steckt nicht nur in der Welt da draußen, sondern auch in den eigenen Tagen – manchmal leise, manchmal überraschend. […]

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