Notabene: Regelsprache hat schon Sinn

Übertriebene „political correctness“ kann zur Fehlerquelle werden
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NotabeneRandnotiz von Kurt O. Wörl

Im August letzten Jahres kam es im Schwabacher Stadtrat zu einer Provinzposse. Es ging in der Beratung nur um die neue Abfallsatzung der Stadt. Der CSU-Fraktionsvorsitzende schlug vor, auf die – nach der Regelsprache ohnehin überflüssige – Doppelung von „Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer“ zu verzichten, woraufhin die Fraktionen von SPD und Grünen wütend den Saal verließen (in einer satirischen Betrachtung der Posse befasste ich mich damit).

Es ist nur Spekulation, aber vielleicht wollte der CSU-Fraktionsvorsitzende nur unnötige Quellen für Tippfehler vermeiden, als er die monsterhaft wirkende Doppelung vorschlug zu vermeiden. Hätte auch unser Lokalblatt, das Schwabacher Tagblatt, darauf verzichtet, wäre ihm diese Peinlichkeit vom 11.03.2026 wohl erspart geblieben:

„Schwacherinnen und Schwabacher“ – ich glaube nicht, dass Schwabachs Frauen so „sichtbarer“ gemacht werden wollen. Und was sagt uns das über das Lektorat unserer Zeitung?

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