Notabene: Das gute Gespräch

Die Rechte und Pflichten derer, die von ihren Mitmenschen lernen wollen

Wir leben in einer Zeit, in der jeder jederzeit etwas sagen darf – und viele offenbar fest entschlossen sind, davon auch Gebrauch zu machen. Das Problem ist nur: Reden allein ist noch kein gutes Gespräch. Und eine Antwort ist noch lange kein Beweis dafür, dass man auch zugehört hat. […]

Besonders schwierig wird es dort, wo Meinungen aufeinandertreffen. Dann werden aus Argumenten schnell Unterstellungen, aus Missverständnissen Gewissheiten und aus einzelnen Worten jene kleinen Sprengsätze, mit denen man Gespräche sehr zuverlässig beendet.

Dabei wären vernünftige Gespräche gar nicht so kompliziert. Man müsste dem anderen zunächst einmal zutrauen, etwas Vernünftiges meinen zu können. Man müsste versuchen verstehen wollen, bevor man widerspricht oder gar urteilt. Und man sollte gelegentlich sogar den beunruhigenden Gedanken zulassen, dass der andere vielleicht sogar recht haben könnte. […]

Zum Beitrag …

Notabene: Regelsprache hat schon Sinn

Übertriebene „political correctness“ kann zur Fehlerquelle werden

Es ist nur Spekulation, aber vielleicht wollte der CSU-Fraktionsvorsitzende nur unnötige Quellen für Tippfehler vermeiden, als er die ohnehin monsterhaft wirkende Doppelung vorschlug zu vermeiden. Unserem Lokalblatt, dem Schwabacher Tagblatt, wäre dann diese Peinlichkeit vom 11.03.2026 erspart geblieben […]

Zum Beitrag …

Notabene: Arzt vs. Mediziner

Traurige Wahrheiten

Ich unterscheide zwischen Ärzten und Medizinern. Warum?

Nun, ein Arzt ist jemand, der seine Patienten nach ihrem Leiden fragt, sich Zeit nimmt, um sie gewissenhaft zu untersuchen, eine Diagnose stellt und dann mit all seiner Kunst versucht, das Leiden zu heilen oder wenigstens bestmögliche Linderung angedeihen zu lassen. Hausbesuche bei fiebernden oder nicht mobilen Patienten gehören bei ihm als Selbstverständlichkeit zum Arztberuf. Ein Arzt übt seine Berufung aus. Gewissen, humanitäres Mitgefühl, Ethos und Anstand sind die tragenden Säulen seiner Tätigkeit. Die Art der Krankenkasse oder die Zahlungskraft sind für sein Tun keine Kategorien. – Von ihrer Art gibt es leider immer weniger, aber es gibt sie noch. […]

Zum Beitrag …