Das große Knacken
Satire: Gendern - wie aus Sprache Gesinnung wurde
Man wollte nur höflich sein. Man wollte niemanden vergessen, niemanden ausschließen, alle einbeziehen. Was herauskam, ist ein akustisches Rätselspiel, das sich Tag für Tag zwischen Wetterbericht und Talkshow abspielt: Gendern im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Zwischen Sprechpausen und Glottisschlag, zwischen Bürger-KNACK-innen und BürgerX mit und ohne Migrationshintergrund irrt die Sprache umher wie ein Tourist ohne Stadtplan. […]
Zwischen Wissenschaft und Weltanschauung
Frauke Brosius-Gersdorf dürfte als Bundesverfassungsrichterin verbrannt sein.
Frauke Brosius-Gersdorf gilt als brillante Juristin und war Favoritin für das höchste deutsche Richteramt. Doch ihr Fokus auf links-grüne Streitthemen wie Abtreibung, Frauenquote und AfD-Verbotsverfahren lässt Zweifel an ihrer Unparteilichkeit aufkommen. Was als wissenschaftliche Neutralität verkauft wird, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Werturteil mit politischem Beigeschmack. Warum Brosius-Gersdorf so zum Opfer der Mechanismen wird, die ihr eigenes politisches Lager einst etabliert hat, und weshalb sie besser nicht am Bundesverfassungsgericht urteilen sollte. […]
Die Expertenrepublik
Satire: Ahnungslosigkeit erhält Lehrauftrag - Menschenverstand Hausverbot
Es gibt Tage, da wacht man auf, und schon beim Zähneputzen wird man belehrt. Von einer Stimme im Radio, die sich als „Expertin für frühkindliche Ernährung im Diskursfeld nachhaltiger Kognition“ vorstellt. – Noch vor dem ersten Kaffee weiß man dann: Der Tag ist verloren. – Denn wenn Experten regieren, hat der gesunde Menschenverstand Hausverbot. […]
Politologie
Satire: Die "Wissenschaft" vom Reden ohne Folgen.Soziologie
Satire: Die Wissenschaft vom Wurm, der sich selbst seziert„Laut Studien …“
Wenn Argumente durch Autoritätsgehabe ersetzt werden.
Warum wir angeblich täglich „mindestens zwei Liter Wasser“ trinken, niemals das Frühstück auslassen und Angst vor Zucker haben sollten – und was davon reines Marketing oder interessengeleitete Legendenbildung ist. Viele Studienbehauptungen haben weniger mit Wissenschaft als mit ökonomischen Interessen zu tun. Dieser Text will mit Humor und Schärfe aufzeigen, wie Studien im Diskurs missbraucht werden – und wie man dem souverän entgegentritt. Für alle, die lieber denken als glauben. […]
Vom Schweigen zur Wut
Wie die Dekonstruktion des Bürgerlichen zur Gegenreaktion führt
Die bürgerliche Mitte stellt nach wie vor den Großteil unserer Gesellschaft – und doch ist sie aus dem öffentlichen Diskurs weitgehend verschwunden. Während „linke“ Kulturströmungen das Selbstverständliche dekonstruieren, schweigt die Mehrheit – aus Scham, aus Müdigkeit oder aus Angst vor sozialer Ächtung. Doch wer das Maß verliert, macht den Maßlosen Platz. Der folgende Essay beleuchtet, wie ein ideologisch überdehnter, radikaler Konstruktivismus zur Auflösung des Gemeinsamen führte, warum Rechtspopulismus nicht Ursache, sondern Folge ist – und weshalb es Zeit wird, dass die Vernünftigen wieder sprechen, bevor nur noch geschrien wird.[…]
Im Treibhaus der Meinungen
Klima: Kritische Reflexion über Fakten, Irrtümer und Versäumnisse
Als interessierter Laie steht man oft ratlos zwischen zwei verhärteten Fronten: Auf der einen Seite jene, die den vom Menschen verursachten Klimawandel – also anthropogene Einflüsse – als wissenschaftlich gesichert ansehen. Auf der anderen Seite stehen Skeptiker, die entweder an der Ursache oder der Dramatik dieses Wandels zweifeln. […]
Verlässliche und für Laien verständlich aufbereitete wissenschaftliche Informationen sind, trotz der globalen Vernetzung, schwer zugänglich. Vielleicht ist gerade diese Informationsdichte ohne Klarheit ein Grund, warum sich die Debatte immer mehr in eine Richtung entwickelt, die an einen Glaubensstreit erinnert. Die aktuelle Hitzewelle über Europa gießt zusätzlich Öl ins Feuer dieser Auseinandersetzung.
Die Gesellschaft der Zerbrechlichen
Ein satirischer Streifzug durch das Biotop westlicher Befindlichkeiten
Es war einmal eine Gesellschaft, in der der gesunde Menschenverstand nicht als Krankheit galt, sondern als Empfehlung. In dieser Gesellschaft galten biologische Fakten als real, Sprache als Verständigungsmittel und der öffentliche Diskurs als Ort des Meinungsstreits – also ungefähr das Gegenteil von dem, was heute als „gefährliche Mikroaggression“ gilt.
Heute leben wir nämlich in einem vom Gefühlshochadel emotional verwalteten Meinungsbiotop, in dem das höchste Gut nicht mehr Wahrheit oder Logik heißt, sondern „Ich bin verletzt!“ – Wahrheit ist heute relativ, Logik toxisch – nur die Vielfachverletzbarkeit zählt: körperlich, seelisch, symbolisch, metaphorisch, astrologisch und als Meme. Identitäten sind wichtiger als Verantwortung, und die größte Macht besitzt nicht mehr der Klügste, sondern der Zerbrechlichste. […]











