Spießbürger damals und heute

Auch vermeintlich Progressive sind heute nicht mehr frei davon

Ende der 1950 bis Ende der 1970er Jahre waren die links-progressiven Strömungen in unserem Land jene, die das normale Bürgertum gerne als Spießbürgertum der Lächerlichkeit preisgaben.

Heute hat sich eben jenes links-grüne Spektrum selbst in der Spießigkeit wohlgenährt eingerichtet, saturiert wohnend in gentrifizierten Wohnvierteln (wo man ganz sicher keine Asylunterkünfte findet), meist staatlich alimentiert an Hochschulen und in staatlichen Institutionen, beruflich also bestens abgesichert. Und wie das so ist, wenn Saturiertheit zur Gewohnheit wird, die Spießigkeit lässt nicht lange auf sich warten.

Eine kleine Synopse zum Vergleich möge meine Beobachtung illustrieren: […]

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Angststillstand

Literatur-Rezension

In seinem essayistisch angelegten Buch „Angststillstand“ analysiert Richard David Precht eindringlich die Ursachen und Folgen eines immer enger werdenden Meinungskorridors. Er diagnostiziert einen überhöhten, moralistisch aufgeladenen Linksprogressivismus, der nicht das Argument, sondern zunehmend die Person zum Ziel der Attacke macht – bis hin zur sozialen Existenzvernichtung. […]

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The SECRET of SECRETS

Literatur-Rezension

Mit The Secret of Secrets bleibt Dan Brown seinem Erfolgsrezept treu: Rätsel, Symbole, Wissenschaft und Verschwörung verschmelzen zu einem atemlosen Thriller. Wieder einmal steht Professor Robert Langdon im Zentrum der Handlung – zumindest vordergründig. Doch wer Dan Browns Bücher kennt, wird diesmal eine subtile Verschiebung bemerken: Die eigentliche Hauptfigur ist Katherina Solomon, eine brillante Noetikerin, die sich mit den Geheimnissen des menschlichen Bewusstseins befasst. […]

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Moral – nur eine Frage des Gefühls?

Gefühl ohne Verstand läuft ins Leere – Verstand ohne Gefühl bleibt kalt

Ist Moral nur eine Frage des Gefühls? – Wer Kant fragt, bekommt ein kühles „Pflicht!“ zur Antwort. Wer Schopenhauer fragt, hört ein sehnsüchtiges „Mitleid“. Und Nietzsche würde von der Seitenlinie rufen: „Lebe, wie du willst!“

Seit der Antike schwankt Moral zwischen Kopf und Bauch – ein ständiges Ringen von Vernunft und Gefühl. Vom Bettler an der Straßenecke über das Trolley-Problem bis hin zur KI im selbstfahrenden Auto: Stets ringen Herz und Hirn um den Vorrang.

Mein Gedanke ist: Ethik ist kein starres Dogma, sondern etwas Bewegliches – ernst und leicht zugleich, voller Spannungen und Gegensätze. […]

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Protest ist noch kein Handeln

Deutliche Worte an die selbsternannte „Letzte Generation“

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ – Erich Kästners Satz ist heute aktueller denn je. Doch während frühere Generationen durch Arbeit, Entbehrung und Verantwortung Zukunft überhaupt erst möglich machten, erschöpfen sich Teile der Jugend von heute allzu oft im Lärm des Protests. Straßenblockaden, große Worte und moralische Anklagen ersetzen keine Tat. Der Essay erinnert an die Tatkraft der Nachkriegsgeneration, zeigt die Widersprüche der heutigen Aktivisten – von Greta bis „Langstrecken-Luisa“ – und stellt die Frage: Wollt ihr in der Geschichte als Schreihälse eingehen oder als Gestalter einer besseren Welt? […]

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Was wissen wir wirklich?

Ein heitere Reflexion über Wissen und geglaubtes Wissen

Wir sind überzeugt, viel zu wissen: dass zwei mal zwei vier ist, die Erde eine Kugel und die Kaffeemaschine ausgeschaltet. Doch bei näherem Hinsehen geraten selbst die scheinbar sichersten Gewissheiten ins Wanken. Seit Sokrates und Descartes bis hin zur Künstlichen Intelligenz bleibt die Frage bestehen, ob unser Wissen mehr ist als eine Mischung aus Glauben, Vertrauen und Zufall. Dieser Essay nimmt Sie mit auf einen heiter-philosophischen Streifzug durch die Geschichte des Zweifelns – und zeigt, warum gerade im Nichtwissen ein Stück Weisheit liegt. […]

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Harmonie – das süße Gleichgewicht

Zwischen Sternenhimmel und Kaffeetisch: Harmonie als Lebensmotiv

Ein Wort wie Musik – Harmonie. Schon die Pythagoreer sahen in ihr eine Ordnung, der sogar die Sterne zu gehorchen scheinen. Sie begegnet uns in Mozarts Klarheit ebenso wie im Goldenen Schnitt, in stoischer Gelassenheit wie im Wunsch nach gesellschaftlichem Zusammenhalt. Harmonie ist selten ein Dauerzustand. Meist ist sie nur ein kurzes Gleichgewicht, das man bemerkt, wenn es da ist – und vermisst, wenn es fehlt. Wer nach Harmonie sucht, merkt irgendwann: Sie steckt nicht nur in der Welt da draußen, sondern auch in den eigenen Tagen – manchmal leise, manchmal überraschend. […]

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Kommunikation mit Verantwortung

Zwischen Brücke und Barriere: die doppelte Macht der Sprache

Kommunikation mit Verantwortung ist mehr als der Austausch von Informationen – sie ist eine ethische Aufgabe. Ob im persönlichen Gespräch, in der Politik, in digitalen Medien oder im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz: Worte können Brücken bauen oder Mauern errichten. Der Essay zeigt anhand historischer Beispiele, aktueller Herausforderungen und philosophischer Reflexionen, warum verantwortliche Kommunikation zur entscheidenden Kulturtechnik unserer Zeit geworden ist. […]

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Die Kränkungen der Menschheit

Selbstentzauberung als Leitmotiv der Menschheitsgeschichte

Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte der Kränkungen. Immer wieder stürzt die Wissenschaft die Illusion von Sonderstellung und Überlegenheit. Dieser Essay geht der Frage nach, ob es nicht Zeit wäre, die Kränkungen der Menschheit nicht mehr als Aneinanderreihung von Niederlagen, sondern als Einladung zum Reifen zu begreifen.  […]

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Demokratie im Stresstest – Teil 3

Demokratie als Kunst des mühseligen, lohnenden Aushandelns

Eine Gesellschaft zerfällt nicht über Nacht – sie verliert Schritt für Schritt das Gemeinsame. Doch ebenso kann sie es zurückgewinnen. Teil 3 zeigt Wege aus der Sackgasse: nüchtern in der Migration, entschlossen in der Bildung, realistisch in der Gleichstellung. Und vor allem: durch Medien, die Lösungen statt Skandale suchen. Am Ende steht die Frage, ob Deutschland den Mut findet, das Mühselige des Kompromisses wieder als Stärke zu begreifen. […]

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