Familie der Lyrik-Formen

Was ist was und wie unterscheiden sie sich?
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Autor: Kurt O. Wörl

Die Lyrik gehört neben der Epik und der Dramatik zu den drei klassischen Hauptgattungen der Literatur. Ihr Kennzeichen ist die sprachliche Verdichtung: Gedanken, Empfindungen, Beobachtungen und Erlebnisse werden durch Rhythmus, Klang, Bilder und eine bewusste Gestaltung der Sprache zum Ausdruck gebracht.

Zwischen dem schlichten Volkslied, dem kunstvoll gebauten Sonett, der erzählenden Ballade und dem modernen Gedicht in freien Versen liegt eine erstaunliche Vielfalt. Nicht jedes Gedicht muss sich reimen, nicht jedes einem festen Versmaß folgen. Manche Formen werden durch ihren Aufbau bestimmt, andere durch ihren Inhalt oder ihre dichterische Absicht.

Die folgende Übersicht ordnet die wichtigsten Mitglieder der „Familie der Lyrik“ nach ihren charakteristischen Eigenschaften.

1. Liedhafte und gesangliche Lyrik

Ziel: Gefühle, Stimmungen und Gedanken in klangvoller, rhythmischer und häufig singbarer Sprache ausdrücken.

1.1 Traditionelle Liedformen

Lied – Oberbegriff für meist strophisch gegliederte, rhythmisch regelmäßige und häufig gereimte Gedichte, die sich zum Singen eignen.

Volkslied – überliefertes oder volkstümlich gewordenes Lied mit eingängiger Melodie, einfacher Sprache und häufig wiederkehrenden Strophenformen.

Kunstlied – literarisch anspruchsvolles Lied, dessen Text häufig von einem bekannten Dichter stammt und das meist eine eigenständige musikalische Vertonung erhält.

Chanson – vor allem französisch geprägtes Lied mit poetischem, erzählerischem, melancholischem oder gesellschaftskritischem Inhalt.

Wiegenlied – beruhigendes, meist einfach gebautes Lied mit sanftem Rhythmus und wiederkehrenden Motiven.

Kirchenlied – geistliches, für den gemeinschaftlichen oder individuellen Gesang bestimmtes Lied mit religiösem Inhalt.

Trinklied – geselliges Lied über Wein, Lebensfreude, Gemeinschaft und ausgelassene Stimmung.

1.2 Feierliche und preisende Formen

Ode – feierliches, gehobenes Gedicht über bedeutende Menschen, Ideale, Empfindungen oder Gegenstände; in der klassischen Tradition häufig metrisch streng gestaltet.

Hymne – begeisterter Lob- oder Preisgesang, oft von religiöser, patriotischer oder idealistischer Erhebung getragen; in der neueren Dichtung häufig in freien Rhythmen.

Lobgedicht – dichterische Würdigung einer Person, einer Leistung, einer Idee oder eines Ereignisses.

Preislied – ursprünglich zum Vortrag oder Gesang bestimmtes Gedicht, das die Vorzüge einer Person oder eines Gegenstandes rühmt.

Psalm – religiöses Lied oder Gebet, das Lob, Dank, Bitte oder Klage ausdrückt; besonders aus der biblischen Überlieferung bekannt.

2. Empfindungs- und Gedankenlyrik

Ziel: Persönliche Empfindungen, innere Zustände, Lebenserfahrungen oder philosophische Überlegungen dichterisch gestalten.

2.1 Klage und Besinnung

Elegie – ursprünglich eine antike, meist im elegischen Distichon verfasste Gedichtform; heute vorwiegend Ausdruck von Trauer, Verlust, Sehnsucht und Vergänglichkeit.

Klagelied – lyrischer Ausdruck von Schmerz, Leid oder Verzweiflung, häufig über den Verlust eines Menschen oder eines geliebten Zustandes.

Trauergedicht – Gedicht über Tod, Abschied, Erinnerung und den Schmerz des Zurückbleibens.

Epitaph – dichterischer Grabspruch oder Nachruf, der das Leben oder Wesen eines Verstorbenen würdigt, gelegentlich auch ironisch.

2.2 Gedanke und Erkenntnis

Gedankengedicht – reflektierendes Gedicht über philosophische, moralische oder existentielle Fragen.

Lehrgedicht – dichterische Vermittlung von Wissen, Lebensregeln, philosophischen Einsichten oder moralischen Grundsätzen.

Spruchgedicht – knappes, häufig gereimtes Gedicht mit einer Lebensweisheit, einer Mahnung oder einer allgemeinen Erkenntnis.

Sinngedicht – pointierte dichterische Form, die einen Gedanken verdichtet und häufig mit einer überraschenden Einsicht schließt; eng mit dem Epigramm verwandt.

Gebetsgedicht – lyrische Anrede an Gott oder eine höhere Macht, getragen von Bitte, Dank, Lob oder innerer Zwiesprache.

3. Erzählende und szenische Lyrik

Ziel: Handlungen, Begebenheiten, Begegnungen oder dramatische Situationen in dichterischer Form darstellen.

3.1 Erzählgedichte

Ballade – erzählendes Gedicht, das lyrische, epische und häufig dramatische Elemente verbindet; vielfach mit spannungsreicher, geheimnisvoller oder tragischer Handlung.

Volksballade – mündlich überlieferte, meist strophische Erzählballade mit volkstümlichen Motiven und eingängigen Wiederholungen.

Kunstballade – von einem namentlich bekannten Dichter geschaffene Ballade mit bewusst gestalteter Handlung, Sprache und Dramaturgie.

Romanze – erzählendes, häufig gefühlsbetontes Gedicht mit romantischen, abenteuerlichen oder historischen Motiven.

Moritat – volkstümliches Erzähl- oder Bänkellied über Verbrechen, Unglücksfälle und sensationelle Begebenheiten, oft mit moralisierendem Schluss.

Bänkelsang – vor Publikum vorgetragenes erzählendes Lied über außergewöhnliche Ereignisse, ursprünglich häufig von Bildtafeln begleitet.

Verserzählung – längere, zusammenhängende Erzählung in Versform; eine Übergangsform zwischen Lyrik und Epik.

Versfabel – kurze, meist gereimte Lehrgeschichte, in der Tiere oder vermenschlichte Wesen beispielhaft handeln.

3.2 Szenische und idyllische Formen

Idylle – dichterische Darstellung einer friedlichen, harmonischen, meist ländlichen Lebenswelt.

Ekloge – aus der antiken Hirtendichtung hervorgegangenes Gedicht, häufig als Gespräch zwischen Hirten gestaltet.

Rollengedicht – Gedicht, in dem eine erfundene oder literarisch gestaltete Figur als Sprecher auftritt.

Dialoggedicht – Gedicht, dessen Aussage durch das Wechselgespräch mehrerer Stimmen entsteht.

Dramatischer Monolog – Gedicht, in dem eine einzelne Figur zu einem gedachten oder anwesenden Gegenüber spricht und dabei ihre Persönlichkeit offenbart.

4. Gedichte mit fester Bauform

Ziel: Den poetischen Ausdruck innerhalb vorgegebener Regeln für Verszahl, Strophenbau, Reim oder Wiederholung gestalten.

4.1 Europäische Gedichtformen

Sonett – vierzehnzeiliges Gedicht mit festem Aufbau; in der italienischen Tradition gewöhnlich zwei Quartette und zwei Terzette, in der englischen häufig drei Quartette und ein abschließendes Verspaar.

Terzine – italienische Gedichtform aus dreizeiligen Strophen mit fortlaufend verschränktem Reim, beispielsweise aba bcb cdc.

Stanze – achtzeilige Strophenform italienischen Ursprungs mit dem Reimschema abababcc; häufig für umfangreichere Dichtungen verwendet.

Sestine – kunstvolle Gedichtform aus sechs sechszeiligen Strophen und einer dreizeiligen Schlussstrophe, bei der sechs Schlusswörter in festgelegter Reihenfolge wiederkehren.

Rondel – französische Gedichtform mit gewöhnlich dreizehn oder vierzehn Versen, zwei Reimen und der Wiederaufnahme bestimmter Verse.

Rondeau – französisches Gedicht mit meist dreizehn oder fünfzehn Versen, zwei Reimen und einem wiederkehrenden Refrain.

Triolett – achtzeilige Gedichtform, bei der die beiden Anfangsverse nach einem festen Muster wiederholt werden.

Villanelle – neunzehnzeiliges Gedicht mit fünf dreizeiligen Strophen und einer vierzeiligen Schlussstrophe; zwei Verse kehren refrainartig wieder.

Ritornell – kurze, meist dreizeilige Gedichtform italienischer Herkunft, in der gewöhnlich der erste und dritte Vers miteinander reimen.

4.2 Asiatische und orientalische Gedichtformen

Haiku – japanische Kurzgedichtform, die meist einen Natur- oder Augenblickseindruck verdichtet; traditionell mit dem Rhythmus von 5–7–5 japanischen Moren, die nicht mit deutschen Silben gleichzusetzen sind.

Senryū – dem Haiku verwandte japanische Kurzform, die vor allem menschliches Verhalten, Alltagsschwächen und gesellschaftliche Widersprüche betrachtet, häufig humorvoll oder ironisch.

Tanka – traditionelle japanische Gedichtform aus fünf Wortgruppen mit dem Rhythmus 5–7–5–7–7 Moren; häufig für persönliche Empfindungen und Naturbeobachtungen.

Ghasel – aus der arabisch-persischen Dichtung stammende Form aus Verspaaren, bei der ein Anfangsreim in den folgenden Verspaaren regelmäßig wiederkehrt.

Rubai – persischer Vierzeiler, meist mit dem Reimschema aaba, häufig philosophischen oder lebensbetrachtenden Inhalts.

Pantun – traditionelle malaiische Gedichtform, meist aus vier Versen mit Kreuzreim; die ersten beiden Verse entfalten gewöhnlich ein Bild, die folgenden dessen gedankliche Entsprechung.

4.3 Kurze Form- und Schreibmuster

Elfchen – kurzes Gedicht aus elf Wörtern, verteilt auf fünf Zeilen im Schema 1–2–3–4–1.

Akrostichon – Gedicht, bei dem die Anfangsbuchstaben aufeinanderfolgender Verse ein Wort, einen Namen oder eine Botschaft ergeben.

Abecedarium – alphabetisch geordnetes Gedicht, dessen Verse oder Strophen mit aufeinanderfolgenden Buchstaben beginnen.

5. Komische, satirische und spielerische Lyrik

Ziel: Durch Witz, Ironie, Übertreibung, sprachliche Verfremdung oder überraschende Pointen unterhalten oder Kritik üben.

Epigramm – kurzes, pointiertes Gedicht, häufig mit satirischer, kritischer oder philosophischer Aussage.

Spottgedicht – Gedicht, das menschliche Schwächen, gesellschaftliche Missstände oder bestimmte Personen der Lächerlichkeit preisgibt.

Satirisches Gedicht – kritische Dichtung, die durch Ironie, Überzeichnung und Widerspruch Missstände entlarvt.

Parodistisches Gedicht – komische Nachahmung eines bekannten Gedichts, einer dichterischen Form oder eines charakteristischen Sprachstils.

Scherzgedicht – humorvolles Gedicht, dessen Hauptzweck Unterhaltung, Wortwitz oder eine überraschende Pointe ist.

Nonsensgedicht – bewusst unsinnige oder absurde Dichtung, die mit sprachlichen Erwartungen und logischen Widersprüchen spielt.

Limerick – fünfzeiliges, meist humoristisches oder absurdes Gedicht mit dem Reimschema aabba und charakteristischem Rhythmus.

Klapphornvers – vierzeiliges, meist scherzhaft-unsinniges Gedicht mit Paarreimen und häufig überraschendem Schluss.

Schüttelreimgedicht – humoristische Dichtung, deren Wortwitz aus der Vertauschung von Anfangslauten oder Lautgruppen entsteht.

6. Moderne, freie und experimentelle Lyrik

Ziel: Traditionelle Bindungen an Reim, Metrum und Strophenbau auflösen und neue Ausdrucksmöglichkeiten der Sprache erschließen.

6.1 Freie dichterische Formen

Freier Vers – Gedichtvers ohne durchgehend festgelegtes Metrum oder regelmäßiges Reimschema; die sprachliche Gliederung folgt dem Ausdruck.

Freie Rhythmen – rhythmisch gestaltete, meist reimlose Verse ohne festes metrisches Schema, häufig mit gehobener oder hymnischer Ausdrucksweise.

Prosagedicht – dichterisch verdichteter Text ohne regelmäßige Verszeilen, der sprachliche Mittel der Lyrik mit der äußeren Gestalt der Prosa verbindet.

Langgedicht – umfangreiches Gedicht, das mehrere Themen, Perspektiven oder gedankliche Entwicklungen entfalten kann.

6.2 Experimentelle Formen

Konkrete Poesie – Dichtung, die Wörter, Buchstaben und Zeichen als sichtbares oder klangliches Material verwendet; ihre Anordnung wird selbst zum Ausdrucksmittel.

Figurengedicht – Gedicht, dessen typografische Anordnung einen Gegenstand oder eine sinnbildliche Figur nachzeichnet.

Visuelle Poesie – Verbindung von Sprache, Schriftbild und grafischen Elementen, bei der die optische Gestalt zur Bedeutung beiträgt.

Lautgedicht – Gedicht, das Klang, Rhythmus und phonetische Wirkung über die gewöhnliche Wortbedeutung stellt.

Collagegedicht – Gedicht aus unterschiedlichen Textfragmenten, Zitaten oder sprachlichen Fundstücken, die zu einem neuen Zusammenhang montiert werden.

Cut-up-Lyrik – experimentelle Dichtung, bei der vorhandene Texte zerlegt und ihre Bestandteile neu zusammengesetzt werden.

6.3 Vortrags- und musiknahe Formen

Slam-Poetry – für den mündlichen Vortrag gestaltete Dichtung, häufig erzählerisch, rhythmisch, pointiert oder gesellschaftskritisch; keine einheitliche Gedichtbauform.

Rap-Lyrik – rhythmisch gesprochene, meist gereimte Dichtung mit ausgeprägten Klangmustern, Wortspielen und häufig komplexen Binnenreimen.

Songtext – für musikalische Darbietung geschaffener lyrischer Text, dessen Aufbau gewöhnlich durch Strophen, Refrains und wiederkehrende Motive geprägt ist.

7. Thematische Gattungen der Lyrik

Neben ihrer formalen Bauart werden Gedichte auch nach ihrem Gegenstand unterschieden. Die folgenden Bezeichnungen beschreiben deshalb weniger eine bestimmte äußere Form als vielmehr den thematischen Schwerpunkt.

Liebeslyrik – Gedichte über Liebe, Zuneigung, Leidenschaft, Sehnsucht, Trennung und unerfüllte Gefühle.

Naturlyrik – dichterische Betrachtung von Landschaften, Jahreszeiten, Pflanzen, Tieren und Naturerscheinungen.

Erlebnislyrik – Gestaltung persönlicher oder als persönlich dargestellter Erfahrungen und innerer Empfindungen.

Dinglyrik – dichterische Annäherung an einen Gegenstand, dessen Wesen und Bedeutung aus seiner Betrachtung hervortreten.

Heimatlyrik – Gedichte über Landschaft, Herkunft, regionale Verbundenheit und das Gefühl der Zugehörigkeit.

Reiselyrik – poetische Verarbeitung von Reiseerlebnissen, fremden Landschaften und Begegnungen.

Politische Lyrik – Gedichte über Herrschaft, Freiheit, Macht, Krieg, Frieden und gesellschaftliche Konflikte.

Religiöse Lyrik – dichterischer Ausdruck von Glauben, Zweifel, Hoffnung, Gottesverehrung und spiritueller Erfahrung.

Großstadtlyrik – Gedichte über das Leben in der modernen Stadt, häufig geprägt von Geschwindigkeit, Menschenmengen, Entfremdung und sozialen Gegensätzen.

Gelegenheitslyrik – zu bestimmten Anlässen wie Geburtstagen, Hochzeiten, Jubiläen oder öffentlichen Ereignissen verfasste Gedichte.

Jahreszeitenlyrik – Gedichte, die den Wechsel der Jahreszeiten und seine sinnbildlichen Bezüge zum menschlichen Leben gestalten.

Vergänglichkeitslyrik – dichterische Auseinandersetzung mit Alter, Tod, vergehender Zeit und der Endlichkeit des Daseins.

8. Die Bausteine lyrischer Formen

Von den eigentlichen Gedichtformen zu unterscheiden sind die handwerklichen Mittel, aus denen Gedichte aufgebaut werden.

Vers bezeichnet die einzelne Gedichtzeile, Strophe eine zusammengehörige Gruppe von Versen. Ein Distichon besteht aus zwei Versen, während Terzett und Quartett drei beziehungsweise vier Verse umfassen.

Das Metrum beschreibt die regelmäßige Folge betonter und unbetonter Silben. Die wichtigsten Versfüße der deutschen Dichtung sind Jambus, Trochäus, Daktylus und Anapäst.

Zu den traditionellen Versmaßen gehören der Hexameter, der Pentameter, der Alexandriner, der Blankvers und der Knittelvers. Das elegische Distichon verbindet einen Hexameter mit einem Pentameter.

Das Reimschema bezeichnet die Ordnung der Reime. Geläufig sind Paarreim (aabb), Kreuzreim (abab), umarmender Reim (abba), Schweifreim (aabccb) und Haufenreim (aaaa). Hinzu kommen Binnenreime, unreine Reime und zahlreiche Sonderformen.

Der Refrain ist die wiederkehrende Verszeile oder Versgruppe eines Gedichts oder Liedes. Die Kadenz bezeichnet die metrische Gestalt des Versschlusses, insbesondere den betonten oder unbetonten Ausgang.

Diese Elemente sind keine eigenständigen lyrischen Gattungen. Sie bilden vielmehr das sprachliche und rhythmische Werkzeug, mit dem Gedichte unterschiedlicher Art gestaltet werden.

Einordnung

Die Familie der Lyrik bildet keinen starren Stammbaum. Ihre Mitglieder lassen sich nach Bauform, Ausdrucksweise, Inhalt und Vortragsart unterscheiden, wobei sich die einzelnen Merkmale häufig überschneiden.

Ein Liebesgedicht kann beispielsweise als Sonett gestaltet sein, eine politische Aussage in der Form einer Ballade erscheinen und eine Hymne sowohl religiösen als auch weltlichen Inhalt besitzen. Ebenso kann ein Gedicht in freien Versen eine Elegie sein, ohne deren klassische metrische Form zu übernehmen.

Die traditionelle Lyrik kennt eine Vielzahl überlieferter Regeln, während die moderne Dichtung mit diesen Regeln experimentiert oder ganz auf sie verzichtet. Gemeinsam bleibt beiden die besondere Gestaltungskraft der Sprache: Nicht allein das Gesagte, sondern ebenso sein Klang, sein Rhythmus, seine Verdichtung und seine sprachliche Gestalt machen das Gedicht aus.


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