Fünf Worte des Schweigens
Wenn das Schweigen spricht
Wir reden, um uns mitzuteilen – und oft auch nur, um uns selbst nicht begegnen zu müssen.
Doch was geschieht, wenn die Worte verstummen? Dann treten Fragen hervor, die im Lärm des Alltags leicht überhört werden: Fragen nach unserer Sterblichkeit, nach wahrer Nähe, nach dem Gewissen, nach der Wirkung der Kunst und nach der rätselhaften Tiefe der Wirklichkeit.
Gedanke zu fünf Worten, die nur das Schweigen auszusprechen vermag. […]
Der genehmigte Mann
Satire: Grünes Männer-Manifest und die Kunst, Klischees neu zu etikettieren
13 Bündnis-Grüne – darunter die Parteivorsitzende, Franziska Brantner und ihre Vorgängerin, Ricarda Lang – wollten den modernen Mann neu erfinden. Sie haben nämlich festgestellt, dass ihr bisheriges Männerbild für sie eher weniger als mehr Männer an die Wahlurne lockt. Demoskopisch wäre die Überlegung nachvollziehbar: Über 25% der Männer im Alter zwischen 18 und 24 wählten bei der Bundestagswahl im letzten Jahr AfD.
Herausgekommen ist eine Art Bedienungsanleitung. Fünf Seiten voller guter Absichten, alter Klischees, Vor- und Pauschalurteile und erstaunlich vieler Widersprüche. – Das musste satirisch begleitet werden:
Republik der Beauftragten
Satire: Das heimliche Versorgungswerk für Parteifreunde
Wo andere Länder Straßen bauen und Brücken restaurieren, gründen wir Zuständigkeiten. Wo Schwierigkeiten auftauchen, entstehen Beauftragte, Koordinierungsstellen und womöglich Arbeitskreise. Und wenn die Schwierigkeiten trotzdem bleiben, beweist das nur, wie unverzichtbar Beauftragte doch geworden sind.
Eine bissige Betrachtung über die wundersame Vermehrung von Zuständigkeiten, die Versorgung bei gescheiterten Politkarrieren, die Industrie der Betroffenheit und die merkwürdige Kunst, starke Menschen durch immer neue Hilfsapparate schwach erscheinen zu lassen.
Oder kurz gesagt: Eine Reise durch jene Teile des Staates, in denen Probleme nicht gelöst, sondern nachhaltig bewirtschaftet werden.[…]
Kann das Gesetz uns Freiheit geben?
Die Kunst, frei und zugleich gebunden zu sein
Goethes berühmter Satz, „Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben“, klingt unanfechtbar. Doch was, wenn er seit langem missverstanden wird? Was, wenn Freiheit gerade nicht im bloßen Befolgen von Regeln entsteht, sondern erst dort beginnt, wo der Mensch zwischen Gesetz und Recht zu unterscheiden lernt?
Dieser Text folgt der Spur eines großen Zitats – von der dichterischen Selbstdisziplin bis zu den politischen Abgründen gesetzlich organisierten Unrechts – und fragt, warum Freiheit ohne Ordnung nicht bestehen kann, Ordnung ohne Gerechtigkeit aber zur Gefahr wird. […]
Notabene: Heute fiel mir auf
Krempel und TrockenblumenControl
Literatur-RezensionWot Se Fack, Deutschland?
Literatur-Rezension
Ein mutiges Buch, das hoffentlich nicht jedem gefallen wird, am wenigsten dem im Buch kräftig durch den Kakao gezogenen, progressiven, links-grünen politischen Spektrum.
Eigentlich kennen wir Vince Ebert vor allem als Wissenschaftskabarettisten, der als gelernter Physiker sein Publikum mit witzigen Auftritten zu wissenschaftlichen Themen unterhält. In seinem neuen Buch verlässt er sein Haupt-Genre und begibt sich auf das verminte Feld der Gesellschaftskritik. Dies aber, wie man es von ihm gewohnt ist, auf sehr witzige und unterhaltsame Weise, im Stile eines stark satirischen Buches. […]
Zweifel statt Gewissheit
Warum Bertrand Russells liberale Grundsätze heute aktueller sind denn je
Ein Text aus dem Jahr 1951 – und doch liest er sich, als wäre er für die Gegenwart geschrieben. In aufgeheizten Zeiten, in denen Überzeugungen und Gefühle wichtiger sind als Fakten, erinnert Bertrand Russell an etwas Unbequemes: dass Zweifel kein Mangel, sondern eine der wichtigsten Tugenden ist.
Was wie eine banale Liste von Lebensregeln daherkommt, erweist sich bei näherem Hinsehen als scharfer Gegenentwurf zu Fanatismus und ideologischer Verhärtung. Hinter den „Zehn Geboten eines Liberalen“ steht keine bloße akademische Theorie, sondern die Erfahrung eines Jahrhunderts, das erlebt hat, wie schnell Gewissheit in Intoleranz und Macht durch Unterdrückung umschlägt. […]
Wenn Worte unter Aufsicht stehen
Satire - Wenn nicht mehr gesagt wird, was gemeint ist aber gemeint, was gesagt werden darf
Eine Sprache auf Rosskur – vorgeschrieben, entkernt und unter ständiger Aufsicht. Ein Wirt, der sich nicht erklären lässt, wer er ist. Und eine neue Klasse von Tugendwächtern, die jedes Wort auf Verdacht kontrolliert. Wer entscheidet eigentlich, was wir noch sagen dürfen – und warum? Und was bleibt vom Menschen, wenn nur noch seine Beschreibung übrig ist. Eine bissige Betrachtung über Eifer, Empfindlichkeit und den Versuch, unsere Sprache zu zerstören. […]











