Schlagwort: Gesellschaft
Soziologie
Satire: Die Wissenschaft vom Wurm, der sich selbst seziert„Laut Studien …“
Wenn Argumente durch Autoritätsgehabe ersetzt werden.
Warum wir angeblich täglich „mindestens zwei Liter Wasser“ trinken, niemals das Frühstück auslassen und Angst vor Zucker haben sollten – und was davon reines Marketing oder interessengeleitete Legendenbildung ist. Viele Studienbehauptungen haben weniger mit Wissenschaft als mit ökonomischen Interessen zu tun. Dieser Text will mit Humor und Schärfe aufzeigen, wie Studien im Diskurs missbraucht werden – und wie man dem souverän entgegentritt. Für alle, die lieber denken als glauben. […]
Vom Schweigen zur Wut
Wie die Dekonstruktion des Bürgerlichen zur Gegenreaktion führt
Die bürgerliche Mitte stellt nach wie vor den Großteil unserer Gesellschaft – und doch ist sie aus dem öffentlichen Diskurs weitgehend verschwunden. Während „linke“ Kulturströmungen das Selbstverständliche dekonstruieren, schweigt die Mehrheit – aus Scham, aus Müdigkeit oder aus Angst vor sozialer Ächtung. Doch wer das Maß verliert, macht den Maßlosen Platz. Der folgende Essay beleuchtet, wie ein ideologisch überdehnter, radikaler Konstruktivismus zur Auflösung des Gemeinsamen führte, warum Rechtspopulismus nicht Ursache, sondern Folge ist – und weshalb es Zeit wird, dass die Vernünftigen wieder sprechen, bevor nur noch geschrien wird.[…]
Im Treibhaus der Meinungen
Klima: Kritische Reflexion über Fakten, Irrtümer und Versäumnisse
Als interessierter Laie steht man oft ratlos zwischen zwei verhärteten Fronten: Auf der einen Seite jene, die den vom Menschen verursachten Klimawandel – also anthropogene Einflüsse – als wissenschaftlich gesichert ansehen. Auf der anderen Seite stehen Skeptiker, die entweder an der Ursache oder der Dramatik dieses Wandels zweifeln. […]
Verlässliche und für Laien verständlich aufbereitete wissenschaftliche Informationen sind, trotz der globalen Vernetzung, schwer zugänglich. Vielleicht ist gerade diese Informationsdichte ohne Klarheit ein Grund, warum sich die Debatte immer mehr in eine Richtung entwickelt, die an einen Glaubensstreit erinnert. Die aktuelle Hitzewelle über Europa gießt zusätzlich Öl ins Feuer dieser Auseinandersetzung.
Die Gesellschaft der Zerbrechlichen
Ein satirischer Streifzug durch das Biotop westlicher Befindlichkeiten
Es war einmal eine Gesellschaft, in der der gesunde Menschenverstand nicht als Krankheit galt, sondern als Empfehlung. In dieser Gesellschaft galten biologische Fakten als real, Sprache als Verständigungsmittel und der öffentliche Diskurs als Ort des Meinungsstreits – also ungefähr das Gegenteil von dem, was heute als „gefährliche Mikroaggression“ gilt.
Heute leben wir nämlich in einem vom Gefühlshochadel emotional verwalteten Meinungsbiotop, in dem das höchste Gut nicht mehr Wahrheit oder Logik heißt, sondern „Ich bin verletzt!“ – Wahrheit ist heute relativ, Logik toxisch – nur die Vielfachverletzbarkeit zählt: körperlich, seelisch, symbolisch, metaphorisch, astrologisch und als Meme. Identitäten sind wichtiger als Verantwortung, und die größte Macht besitzt nicht mehr der Klügste, sondern der Zerbrechlichste. […]
Notfall-Set für ideologische Gespräche
Satire: Diskussionen mit Ideologen sind sinnlos
Schon Arthur Schopenhauer spottete über Friedrich Hegel, dessen System ihm wie ein „unsinniges Kauderwelsch“ erschien – aufgebläht, dunkelmännisch, akademisch bequem. In seinen Augen war Hegel kein Denker, sondern ein philosophischer Hofnarr, der Gedanken in Nebel kleidete, um in Universitätsämtern zu glänzen. „Eine kolossale Mystifikation,“ nannte er Hegels Philosophie, „die dem Staat diente, weil sie unverständlich war.“ Und weiter: „Er schrieb Unverständliches, um Tiefe zu simulieren.“ […]
Hochgebildet, aber abgemeldet
Ein Streitbeitrag gegen den akademischen Selbstmord der Philosophie:
Philosophie, das war einmal der Versuch, die Welt zu verstehen. Heute ist es oft nur noch der Versuch, sich selbst zu kommentieren. Das Denken hat sich im Elfenbeinturm verbarrikadiert, wo es sich häutet, sich selbst zitiert und sich dabei für besonders tiefgründig hält. Draußen vor der Tür die Welt – unbegriffen, unbetrachtet, ungewürdigt. Früher waren Philosophen Welterklärer. Heute sind sie Zitationsmasseverwalter. […]












