Fundsache: Annalena Baerbock und die Schatzmeisteraffäre

Baerbocks “Führungsqualitäten”

gefunden von Kurt O. Wörl

Für diesen Rückblick muss man den beiden WELT-Journalisten Judith Henke und Uwe Müller wirklich danken. Ich kann mich an den Sachverhalt deshalb erinnern, weil er damals durch die Medien ging und ich beruflich daran Interesse hatte.

Damals, zwischen 2009 und 2011, hatte sich im Grüninnen-Landesverband Brandenburg dessen Landesschatzmeister aus der Kasse der Partei bedient und zusammen über 270.000 EUR – vor allem mit osteuropäischen Prostituierten – durchgebracht. Sein Name und seine weiteren Delikte spielen hier keine Rolle mehr, er wurde mit Haftbefehl gesucht, festgenommen und schließlich vom Landgericht Potsdam rechtskräftig verurteilt. Er hat seine Strafe verbüßt und muss nicht namentlich erneut ins Licht gezerrt werden.

Interessanter an dem Kriminalfall ist etwas anderes. Interessanter ist: Die Verantwortung qua Amt, auch die politische, trug nämlich eine Frau, deren Namen seit Wochen die Gazetten füllt, mit aufgehübschten, diversen Lebensläufen, Masterbabschluss “light”, “Vergessen” der Meldung von Einnahmen an die Bundestagsverwaltung und zuletzt mit einem Copy & Paste-Buch voller Plagiate: Ja richtig, die Rede ist – einmal mehr – von Annalena Baerbock.

Baerbock war damals Vorsitzende des Landesverbandes Brandenburg. Ihr oblag damit nicht nur die Führung des Verbandes, sondern auch die wichtige Aufgabe der inneren Verwaltung und Kontrollfunktion – und die hat Baerbock sträflich vernachlässigt. So haben es ihr die Richter, in der Urteilsbegründung gegen den Schatzmeister, jedenfalls ins Stammbuch geschrieben. Dieses, von Baerbock (sie fungierte in dem Verfahren als Zeugin) vorrangig zu verantwortende Kontrollversagen (von “nicht ausreichenden Kontrollmechanismen” sprach das Gericht) hat es dem Angeklagten nach Ansicht des Gerichts sehr leicht gemacht, sich an der Parteikasse lange unbemerkt zu vergreifen. Baerbocks Kontrollversagen war gar Anlass, dem Angeklagten mildernde Umstände und damit ein geringeres Strafmaß zuzugestehen. Baerbock wurde also mindestens eine politisch-moralische Mitschuld an dem Schaden, der der Partei daraus entstand, zugesprochen.

Kann man sich eine Bundeskanzlerin vorstellen, die versucht, sich in ihrem Curriculum vitae immer etwas “bedeutungsvoller” darzustellen als sie ist, die im Lebenslauf flunkern muss, um das zu erreichen und aus PR-Gründen sich ein Buch mit fremder Geistesleistung zusammenbastelt und zudem bewiesen hat, dass sie Führungsaufgaben nicht gewachsen ist?

Mehr kann aus Urheberrechtsgründen hier nicht gespoilert werden. Die überaus spannende ganze Story, die noch eine Reihe weiterer, überaus interessanter Hintergründe zur Kanzlerinkandidatin Baerbock beleuchtet und deren “Eignung”, Regierungschefin unseres Landes zu werden, darin mehr als infrage stellt, kann man unter folgendem Link nachlesen (Bezahlschranke!):

WELT: Die Vergangenheit, über die Annalena Baerbock nicht gerne spricht

Titelbild: Olaf Kosinsky unter der freien Lizenz CC BY-SA


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