Das Aus für Annalena Baerbock ist unvermeidbar:

Scharlatanerie zahlt sich nicht aus

Autor: Kurt O. Wörl

Es kann nur noch eine Frage von Tagen sein, bis die Grüninnen Annalena Baerbock überzeugt haben, dass es keinen Sinn mehr ergibt, ihre Kandidatur fürs Kanzleramt aufrecht zu erhalten. Ihr Verzicht ist nach Baerbocks vielen Gernegroß-Schwindeleien unvermeidbar, wenn die Partei ihren eigenen Zielen treu bleiben will. “Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht – und wenn er gleich die Wahrheit spricht!” diese Volksweisheit kommt wohl so manchem bei der Causa Baerbock aus seiner Kindheit in Erinnerung. Gerade für eine Partei, die auf gnadenloses Moralisieren als Standardwerkzeug gegen die politischen Mitbewerber setzt, ist der Verlust der Glaubwürdigkeit der eigenen Spitzenkandidatin ein einziges Desaster.

Im Grunde war es von der Partei unverantwortlich, überhaupt Baerbock ins Rennen zu schicken. Denn dass diese Frau nichts, absolut nichts mitbringt, was sie auch nur ansatzweise kompetent genug erscheinen lassen könnte, eine der wichtigsten Wirtschaftsnationen als Regierungschefin zu führen, das musste den Parteigranden beim Blick in Baerbocks mageren Lebenslauf bewusst gewesen sein, sonst hätte man nicht am “Aufhübschen” an eben diesem mitgewirkt. Das Nichtmelden zusätzlicher Einkünfte an die Bundestagsverwaltung einer Kandidatin, deren Partei stets hypermoralisierend bei kleinesten Fehlern anderer auftritt, hätte eine Warnung sein müssen.

Ignoranz wird bestraft

Das alles wurde ignoriert und das zeigt, dass bei den Grüninnen nach wie vor die turbofeministische Ideologie jegliches Vernunft- und Klardenken überlagert. Baerbock ist Frau, hat eine Vulva und kann gut auf dem Trampolin hüpfen – mehr ist da zwar nicht, aber das schien den Grüninnen hinreichend für das mächtigste Amt im Staate. Zusammengefasst kann Baerbock nur aufweisen:

  • nur ein Vor-Diplom (kein Diplom, keinen Bachelor-Abschluss)
  • nur einen einjährigen Masterkurs für Völker- und Europarecht an der privaten London School of Exonomics (ihre Zulassung dort nur mit Vor-Diplom ist suspekt),
  • eine Dissertation, die “angeblich schon in den letzten Zügen lag” hat sie abgebrochen,
  • die berufliche Tätigkeit in ihrem 40jährigen Dasein beschränkt sich auf kurzzeitige Website-Pflegerin, Trainee-Tätigkeit, freie Mitarbeit bei einer Tageszeitung,
  • keine Regierungserfahrung, kein politisches Amt, nicht einmal auf kommunaler Ebene,
  • grottenschlechte Rednerkunst mit häufigen, manchmal lustigen Versprechern,
  • biologische Ausstattung als Frau in der Unterhose.

Mit Vor-Diplom abgebrochenes Grundstudium, abgebrochene Dissertation, beides weist gehörig auf ein mangelndes Durchhaltevermögen hin. Jedenfalls: Eine vertrauenerweckende (Erwerbs-)Biografie ist das nicht. Berufsausbildung? Keine! Baerbock hat keinen Erwerbsberuf und meinte daher, sie könne sich mit ihrem Einjahreskurs fortan hochstapelnd als “Völkerrechtlerin” ausgeben. Genaugenommen kann sie nur eine einzige, länger ausgeübte Berufung vorweisen: Ehefrau und Mutter. Damit mag man in erzkonservativen Wählerkreisen evtl. noch punkten, dem von den Ökosozialisten als Ideal vor sich hergetragenen Bild moderner Powerfrauen entspricht das nicht. – Der Rest ist reine Parteikarriere.

Und wer in der Mitte des Lebens keine vernünftige Erwerbsbiografie vorweisen kann, der hat in aller Regel auch noch keine nennenswerte Altersversorgung aufgebaut. Die Flucht ins politische Amt ist da oft der letzte Ausweg. So hat es der eloquente Ex-Juso-Chef ohne vorzeigbare Erwerbsbiografie, Kevin Kühnert, nun vor und es liegt nahe, dass auch Baerbock von dieser Vorstellung getragen wurde – und deshalb gleich nach den Sternen, nach dem Kanzler-Ehrenruhesold greifen möchte. Wie auch immer, das ist zugegeben Spekulation.

Erst professionell, dann überraschend dilettantisch 

Bis zur offiziellen Nominierung Baerbocks als Kanzlerkandidatin haben die Grüninnen, mit PR-mäßig durchdesigntem Auftritt, perfekt performt, den Anschluss an das bürgerliche Lager gesucht. Andere Parteien sahen neidvoll auf das taffe, jugendlich wirkende Traumduo Habeck-Baerbock, das so überaus sympathisch Honeymoon-Atmosphäre in den grauen Politalltag zauberte. Lange, viel zu lange hat die größtenteils links-grün tickende Journaille Baerbock wie besoffen hochgejubelt und nach einem Interview auf dem Privatsender Pro7 zollten die Interviewer Baerbock gar noch Standing Ovations – ein Novum in der Medien-Geschichte für die Bewerber um das Kanzleramt. Doch das war alles nur Show, das waren alles nur Potemkin’sche Dörfer.

Baerbock Opfer ihrer Berater?

Und nun auch noch eine Plagiatsaffäre. Und da habe ich eine Vermutung. Der zeitliche Zusammenfall von offizieller Nominierung und Buchveröffentlichung lässt auf eine gezielte PR-Kampagne schließen. Denn, dass Baerbock als Kanzlerkandidatin, inmitten einer das Land erschütternden Pandemie und inmitten des anschwellenden Bockgesangs, genannt Wahlkampf, noch Zeit dafür fand, ein Buch zu “schreiben”, das überrascht.

Könnte es sein, dass Baerbock in dieselbe Falle tappte, wie einst Martin Schulz, der seinen zunächst grandiosen Wahlkampfauftakt vor allem deshalb ebenso grandios in den Sand setzte, weil er sich zu sehr von untauglichen Beratern hat leiten lassen, wie er heute selbst einräumt?

Ich könnte mir das sehr gut vorstellen. Der Nominierung eine Buchveröffentlichung folgen zu lassen, sowas entspringt in der Regel den Köpfen von Spindoctors. Deren “du musst dies und du musst jenes”-Geblubber berücksichtigt häufig nur einen erhofften PR-Vorteil und eher selten die Gefahren – etwa, dass ein Buch auch nach Plagiaten abgeklopft werden könnte.

Und dann liegt nahe: Annalena Baerbock steht im Ruf, trotz ihrer dünnen Bildungs- und Erwerbsvita, eine “Aktenfresserin” und vom Willen getragen zu sein, stets gut präpariert in einen Diskurs zu gehen – oft sehr viel vorbereiteter als Robert Habeck, der immer wieder öffentlich mit Wissensdefiziten auffällt. Aber Aktenfressen kostet Zeit, sehr viel Zeit. – Dann noch zeitraubend zusätzlich eigene Gedanken zwischen zwei Buchdeckel packen zu wollen, ist in solchen Zeiten ein sehr ambitioniertes Vorhaben. Der Zeitbedarf dafür lässt sich aber durch Copy & Paste deutlich reduzieren.

Die Journaille geht von der Stange

Der Baerbock-Hype ist nun vorbei. Mit den nun, alle Baerbock-Fehler toppenden Plagiatsvorwürfen fiel der Tropfen, der das berühmte Fass zum Überlaufen brachte, und die ernüchterte Journaille geht Baerbock mit wehenden Fahnen von der Stange, schlägt inzwischen gar dringlich vor, Baerbock solle die Kandidatur nun besser an Robert Habeck abgeben:

Dass nun jedermann deutlich wird, dass hier eine politische Leichtmatrosin die Kapitänsfunktion, Brücke und Ruder des Dampfers Deutschland an sich reißen wollte, nun aber an ihrer eigenen Nichtigkeit gescheitert ist, beruhigt nur wenig. Wie unterm Brennglas erfahren wir Deutsche in diesen Tagen, welch drittklassiges Politikermaterial die Geschicke unserer komplexen Gesellschaft lenken möchte. Es beruhigt auch nicht, dass nun möglicherweise doch Robert Habeck ins Rennen geschickt wird. Ja, er hat einen Beruf. Ja, er hat eine profunde akademische Ausbildung. Ja, er hat Regierungserfahrung. Ja, er kann exzellent reden, frei und ohne Versprecher. Ja, er kann eigene Bücher ohne Copy & Paste schreiben. Ja, der Frauenversteher mit Robert-Redford-Charisma ist eine durchaus, auf den ersten Blick sympathische Erscheinung. Und gerade unter Wählerinnen könnte der Charmeur durchaus punkten. Aber wollen wir wirklich einem Mann das Ruder unseres Landes in die Hand geben, der kürzlich verriet:

„Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen. Ich wusste mit Deutschland noch nie etwas anzufangen und weiß es bis heute nicht.“ (faktengecheckt)

Der nächste Bundeskanzler sollte – ich bitte schön – schon etwas mit Deutschland anfangen können, wenn’s geht etwas, das die Mehrheit der Bevölkerung so richtig gut findet. 

Nebenwirkungen

Gibt es auch positive Nebenwirkungen in der Causa Baerbock? Die Antwort ist “Ja”! Der baerbock-bedingte Einbruch der Grüninnen bei den Umfragen bewirkte immerhin, dass die SPD, seit Monaten auf etwa 15% festgetackert, nun leicht ansteigende Umfragewerte verzeichnen kann. Das ist vielleicht auch die beste Folgeerscheinung der baerbockschen Scharlatanerie.

Resümee:

Was ich in den nächsten Tagen erwarte ist, dass Annalena Baerbock die selbstverschuldete Aussichtslosigkeit ihrer Kandidatur einsieht und ihre Nominierung zurückgibt. Dies umso mehr als sich nun ein weiterer Plagiatsjäger (Martin Heidingsfelder, Gründer des “VroniPlag”) mit Baerbocks Copy&Paste-Buch befasst und softwaregestützt noch gravierendere Plagiate aufgedeckt hat.

Was ich aber erhoffe ist, dass sie diese Vernunft und minimalen Restanstand nicht besitzen und trotzig an ihrer Kandidatur festhalten möge. Sie fragen warum? Nun, Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin hat sich nun selbst zur besten Garantin dafür hochgemogelt, dass die Grüninnen am Tag der Entscheidung (26. September d.J.)  wieder auf Normalmaß zurückgestutzt werden. Bei Habeck hätte ich die Sorge, dass ein Gros der weiblichen und schwulen Wählerschaft, unter Einfluss eines Oxytocin-Tsunamis, wie hypnotisiert bei den Grüninnen ihr Kreuzchen macht. 

Titelbild: Heinrich-Böll-Stiftung unter Creativ-Commons-Lizenz CC BY-SA 2.0


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