Beschämend für die deutsche Außenpolitik:

Die Top-Ten der Antisemiten 2019

Autor: Kurt O. Wörl

Jeremy Corbyn, Chef der sozialistischen Labour-Partei in Großbritannien, an welchen sich bekanntlich auch das neue Führungsduo der SPD, Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken orientieren möchten, führen die vom Simon-Wiesenthal-Center (SWC) veröffentlichte Top-Ten-Liste 2019 der Antisemiten und Personen mit antiisraelischem Verhalten an. Deutschlands Außenpolitik auf Platz sieben!

LINK: SWC: Die Liste der Schande

 

Erst auf Platz zwei – und das ist das eigentlich Entsetzliche an Corbyns Listenplatz – schafften es diverse antisemitische Terroristen und Mörder. Eine Umfrage des “Jewish Leadership Council” ergab, dass 47% der Befragten das Vereinigte Königreich verlassen würden, würde Corbyn Premierminister werden.

Beschämender Platz 7 für die deutsche Außenpolitik

Auch die deutsche Außenpolitik schaffte es auf die beschämende Liste und nimmt einen wenig ehrenvollen Platz sieben ein und zwar in Person des deutschen UN-Botschafters Christoph Heusgen. Deutschland befindet sich inmitten seiner 18monatigen Mitgliedschaft im Weltsicherheitsrat. Von der Intervention durch das Auswärtige Amt gegen die Listung Heusgens zeigte sich das SWC nicht beeindruckt. Man habe Heusgen insbesondere wegen seiner jüngsten Handlungen und Worte vor den Vereinigten Nationen auf die Liste genommen, ließ man dem Auswärtigen Amt wissen. Es fände die 3-D-Definition von Antisemitismus im 21. Jahrhundert Anwendung, ab wann hinzunehmende antiisraelische Kritik in Antisemitismus überginge. Das heißt berücksichtigt werden Dämonisierung, Delegitimierung und Doppelstandards.

Aus Sicht des SWC träfen all diese Kriterien auf das deutsche Abstimmungsverhalten zu. Kein anderes Land werde vor den Vereinten Nationen – besonders von Deutschland – auch nur annähernd so oft verurteilt, wie das einzige demokratische Land in der ganzen Region, nämlich Israel. Israel würde damit mit weitem Abstand als der größte Menschenrechtsverletzer weltweit regelgerecht demonisiert – was zudem auch noch an seiner Existenzberechtigung rüttle. Und Deutschland sei an diesen Verurteilungen in den allermeisten Fällen (zusammen übrigens mit vielen arabischen Stimmen) beteiligt.

Die Tatsache, dass, wie vom Auswärtigen Amt moniert, Heusgen vor der UNO nur auf Weisung der Bundesrepublik handle ändere daran nichts. Vielmehr setzte das Auswärtige Amt selbst damit auch noch die Bundesregierung samt Bundeskanzlerin gleich noch mit auf die Liste. Dabei habe die Kanzlerin 2008 doch erklärt:

“Die Sicherheit Israels ist für mich als Deutsche niemals verhandelbar!”

Heusgen hingegen sei vom SWC für seine Aussage beim UN-Sicherheitsrat im März vergangenen Jahres auf die Liste genommen worden. Heusgen habe damals den Abriss von Gebäuden ohne Baugenehemigung mit dem Beschuss der israelischen Bevölkerung durch  palästinensischen Raketen gleichgesetzt. 

Der Direktor des SWC, Rabbi Abraham Cooper erklärte in seiner Antwort an das Auswärtige Amt, dass Heusgens Worte, selbst dann, wenn sie ihm aufgetragen wurden, “die moralische Grenze zwischen dem demokratischen jüdischen Staat und einer völkermörderischen, antisemitischen Terrorgruppe, die geschworen hat, Israel und seine neun Millionen Bürger, darunter über sechs Millionen Juden, zu zerstören“.

Das SWC erwarte nicht, dass Deutschland mit jeder Entscheidung Israels einverstanden ist, “aber wir können nicht akzeptieren, wenn sich sein führender Diplomat auf der internationalen Bühne mit der ununterbrochenen Kampagne der Feinde Israels verbündet, den jüdischen Staat als den schlimmsten Menschenrechtsverletzer der Welt zu bezeichnen“.

Nun ist das SWC keine offizielle Einrichtung, seine Einschätzungen aber finden weltweit Gehör. An dem SWC-Verdikt ändert nun auch die Tatsache nichts mehr, dass der israelische Botschafter Jeremy Issacharoff versuchte, Heusgen in diplomatischer Freundlichkeit in Schutz zu nehmen. Denn das SWC räumt ein, den deutschen Repräsentanten durchaus stellvertretend für die deutsche Außenpolitik in die Top-Ten gehoben zu haben und zwar für einen gewissen persönlichen Eifer, den er gegenüber Israel walten lasse. Und der ist in der Tat nicht zu übersehen: 

LINK: Wie der deutsche UNO-Botschafter Israel mit der Hamas gleichsetzte

 

Bei alldem muss man noch darauf hinweisen, dass das Auswärtige Amt seit 2013 von SPD-Ministern geführt wird (Steinmeier, Gabriel Maas). So desaströs wie Deutschlands bekanntester Konfirmantenanzugträger, Heiko Maas hat aber bislang noch kein Außenminister das Amt geführt und noch keiner das Ansehen Deutschlands derart beschädigt. Vielleicht sollte sich Christoph Heusgen also bei Heiko Maas dafür bedanken, dass er jetzt stellvertretend für dessen Politik das Etikett eines Antisemiten tragen darf?

Das bringt mich zurück zu Platz eins der SWC-Top-Ten-Liste: Die Israelpolitik von zwei Spitzenpolitikern europäischer Arbeiterparteien hat es für ihre antisemitische Politik auf die Liste der Schande gebracht: die von Jeremy Corbyn (Labour) und die von Heiko Maas (SPD). Respekt! Das haben bislang nicht einmal die AfD samt ihrem Vorzeigefaschisten Björn Höcke geschafft! – Auch eine Art “Meisterleistung”! – Ach übrigens, das neue SPD-Führungsduo Walter-Borjans und Esken möchten sich an der gescheiterten Politik Corbyns orientieren und nicht etwa an der erfolgreichen ihrer dänischen Genossen. – Das entbehrt, mit Blick auf die selbstzerstörerischen Tendenzen der letzten Jahre in der SPD, nicht einer gewissen Logik, aber auch Komik.

Bild von Kyrios Kyriakos auf Pixabay


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