Wider dem Genderwahnsinn:

Unterschriften und Petition gegen Gender-Unsinn

Autor: Kurt O. Wörl

Darauf, dass sich endlich Sprachwissenschaftler, Journalisten und Schriftsteller gegen den Irrsinn der Verhunzung unserer Sprache durch fundamentalistisch-feministisch initiierte Genderisten zu Wort melden (Sie wissen schon: Lehrer*innen, Lehrer/-innen, LehrerInnen Lehrer_innen usw.), habe ich schon lange gewartet.

Vor einigen Tagen startete der Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) zusammen mit vielen anderen, deren Arbeitsmittel unsere Sprache ist, eine Petition gegen diesen Irrsinn. Unter den Unterstützern sind viele Professoren  und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter Ex-Bild-Chefredakteuer Kai Diekmann, die Autoren Peter Hahne und Bastian Sick, die Kabarettisten Dieter Nuhr und Dieter Hallervorden.

Neben dem VDS startete am Rosenmontag auch eine weitere Gruppe von Sprachwissenschaftler die Online-Unterschriftenaktion “Stoppt Gendersprache jetzt”. Dort unterzeichneten bereits der Trigema-Chef Wolfgang Grupp, der Journalist und liberale Politiker Helmut Markwort u.v.a. Prominente. 

Sowohl an der Petition als auch an der Unterschriftensammlung kann sich jeder beteiligen, der solchen Irrsinn stoppen will:

So hat Hannover seit anfangs 2019 per Verwaltungsakt seine Verwaltung auf das Gendern verpflichtet. Studenten werden gezwungen in ihren Arbeiten zu gendern, erhalten anderfalls sogar Punktabzüge.  Und das völlig zu unrecht:! Denn die “Amtssprache ist die Deutsche Sprache” heißt es. Genderismus ist kein Teil davon, sondern nur eine fundamentalistische und vor allem spaltende Sprach-Ideologie, die oktroyiert werden soll. Solch autokratisch diktierte Eingriffe durch Sprachregelungen kannte man bislang nur von autoritären Staatsgebilden. 

Die Begründung für das Aufbegehren der schreibenden Zunft ist überaus schlüssig, deshalb gebe ich hier die Begründung des VDS wortgetreu wieder:

“Hört auf zu gendern!

Eine Petition der AG Gendersprache im VDS e. V.

Nach über zwanzig Jahren Geschlechter-Gleichstellung (Gender Mainstreaming) werden die Vorstöße der Gender-Lobby immer dreister (siehe Gender-Verwaltungsakt von Hannover 2019). Dortmund will folgen.

Wir verbitten uns den Eingriff von oben in unsere Sprache. Die staatlich verordnete Indoktrinierung darf nicht Schule machen. Sprache darf kein Spielball politischer Interessen werden.

Wir wollen uns nicht an den Gender-Neusprech gewöhnen. Deshalb fordern wir alle Mitbürger auf, aktiv dagegen zu protestieren und entsprechende Richtlinien, Verordnungen und Vorschriften scharf zurückzuweisen. Insbesondere soll die Stadt Hannover ihren Gender-Verwaltungsakt zurücknehmen und die Dortmunder Verwaltung die Finger vom Gendern lassen. Der Bund soll mit den Milliarden-Etats, die dem unsäglichen Gender-Mainstreaming zufließen, die Zivilgesellschaft stärken und in gemeinschaftsstiftende Projekte investieren.

Begründung

Sprache macht uns Menschen einzigartig. Sie ist Ausdruck des Denkens und Fühlens, stiftet Identität, unterscheidet und verbindet uns. Sie ist ein historisch gewachsenes Ausdrucksmedium, das stetig verwandelt wird — durch unser aller Gebrauch: Wir denken und dichten, schreiben und schäkern, verhöhnen und versöhnen uns in diesem Medium. Politik und Verwaltung versuchen leider, unser Sprechen und Denken und damit unsere soziale Wirklichkeit per Dekret zu überformen.

Nach über zwanzig Jahren Geschlechter-Gleichstellung (Gender Mainstreaming) werden die Vorstöße der Gender-Lobby immer dreister (siehe Gender-Verwaltungsakt von Hannover 2019). Dortmund will folgen. Die Gender-Ideologie ist auf dem Vormarsch zur Staatsdoktrin. Fundamentalistische Feministinnen und Queer-Theoretiker haben den Diskurs gekapert und erweisen mit ihrer Impertinenz dem Kampf um die Rechte von Frauen und Minderheiten einen Bärendienst. „Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode“: Lehrpläne von Schulen und Universitäten werden „gendergerecht“, Schüler und Studenten werden unrechtmäßig zum Gendern gezwungen, Verlage gendern Neuauflagen von literarischen Klassikern. Öffentlich finanzierte Leitfäden beten uns vor, wie wir schreiben, sprechen und denken sollen, „1984“ mit seinem „Neusprech“ lässt grüßen.

Die deutsche Sprache ist nicht „ungerecht“. Sie benachteiligt niemanden. Die Endungen in Gruppen- und Sammelbezeichnungen wie „Bürger“, „Verbraucher“, „Radfahrer“, „Organisator“ usw. sind mitnichten männlich. Gemeint (nicht nur „mitgemeint“) sind alle Mitglieder der genannten Gruppe, ganz unabhängig von ihrem biologischen Geschlecht, das dabei entweder unbekannt oder unerheblich ist! Diese Endungen durch Binnen-I, Genderstern, Unterstrich, Verlaufsformen und permanente Wiederholung von Geschlechtszuweisungen resp. sexuellen Orientierungen zu ersetzen, macht unsere Sprache grotesk: Bürgerinnen und Bürger, Christinnen und Christen, Zu Fuß Gehende (statt Fußgänger) ProfessX (statt Professor), Studierendenheim, „Abteilungsleiterinnen m/w/d“, „Jurist_in“ bzw. „eine gut ausgebildeter Juristin gesucht“…

„Geschlechtergerechtes Sprechen“ ist ein unmögliches Unterfangen, denn Geschlecht und Gerechtigkeit gehören verschiedenen Kategorien an. Gerechtigkeit bedeutet nicht Ergebnisgleichheit. Sie bedeutet Gleiches gleich und Ungleiches ungleich zu behandeln, bei strikter Rechtsgleichheit vor dem Gesetz. Geschlechtsunterschiede sind biologisch begründet und müssen anerkannt, nicht ausgemerzt werden.

Wir haben die Faxen dicke! Gendersprache spaltet Worte, Gemüter, unser Sprachhandeln, und letztlich die Gesellschaft: Beim Aussprechen der verque(e)ren Wortungetüme sollen wir kurz innehalten, um die Geschlechterkluft (Gender-Gap) hörbar zu machen. Das ist ein tiefer Eingriff in Köpfe, Körper, Persönlichkeitsrechte und gewachsene soziale Kommunikationsstrukturen! Und wer sich dagegen verwehrt, wird von den Aposteln der Vielfalt reflexartig als rechtsradikal, antifeministisch, homophob, rassistisch, antisozial, antidemokratisch, fremdenfeindlich und ewig gestrig verleumdet. Das nehmen wir nicht länger hin. Wir stehen für eine lebendige, menschliche, Sprache ein, in der wir ausdrücken, was wir denken und klar benennen was wir wollen.

Machen Sie mit, unterschreiben Sie unsere Petition!”

Wer stattdessen sich der Unterschriftenaktion anschließen möchten, kann mit folgendem Link dorthin navigieren:

Unterschriftensammlung: Stop Gendersprache jetzt!

 

NEURONENSTURM hat übrigens in seinen Spielregeln schon von Beginn an festgelegt, dass das Magazin auf das Femininum – und erst recht auf eine noch weitergehende Gendersprache – generell verzichtet. NEURONENSTURM spricht Menschen und keine Geschlechter an. Wem das missfällt, will offenbar etwas anderes sein, als einfach nur Mensch. Im täglichen Zusammenleben spielt es nämlich eine eher untergeordnete Rolle, welche biologische Ausstattung unser Gegenüber in der Unterhose hat. Menschen sind Menschen, ob Männer, Frauen oder “Diverse”.

Foto: pixabay Creative Commons CC0


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