Fundsache: Blickte das RKI nur in die Glaskugel?

Vernichtende Kritik vom ZDF

gefunden und kommentiert von Kurt O. Wörl

So oft ich mir wegen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auch die kaum mehr vorhandenen Haare raufe, zwischendurch machen die richtig gute Dokumentationen. Ein Beispiel: die “Berlin direkt”-Sendung vom vergangenen Sonntag.

Diese vernichtende Kritik an der Vorgehensweise des Roland Koch-Instituts (RKI) ist Kritik daran, was auch mich seit Beginn der RKI-Pressekonferenzen gestört hat, was mich dazu bewegt hat, selbst die Zahlen täglich aufzubereiten und korrigiert auf der Startseite von NEURONENSTURM zu veröffentlichen. Hilfreich sind mir dabei vor allem die Arbeiten des 17jährigen Programmierers, Avi Schiffmann, der stets die aktuellsten Zahlen in Echtzeit ins Netz stellt. Und selbst diese Zahlen sagen nur wenig mehr als einen Trend aus, solange die Dunkelziffern unbekannt sind. Gut zuhören, was viele Fachleute dem RKI nun ins Stammbuch schreiben:

“Berlin direkt” mit heftiger Kritik

https://youtu.be/i6QHOwT6HT0

Das RKI war auch aus meiner Sicht von Beginn an vor allem ein Fake-News-Produzent (“das Virus wird sich nicht ausbreiten, “Masken sind nutzlos” vs. Maskenpflicht, “keine Obduktionen” usw, usf.). Zwar versuchen die sich zunehmend völlig als kritikunfähig und regierungshörig erweisenden Medien das RKI in einer Kampagne in Schutz zu nehmen, mit der fadenscheinigen Begründung, dass man den Virus eben nicht kannte und täglich neue Erkenntnisse berücksichtigt werden müssten. Das mag so sein, ich kann das nicht beurteilen. Aber wenn das so ist, dann gilt umso mehr, was Dieter Nuhr einst für solche Fälle vorschlug:

Und wenn das so ist, ja dann taugen die in kurzen Abständen sich verändernden “Erkenntnisse” der Virologen vom RKI eben nicht als Beratungsgrundlage für die Bundesregierung und die Regierungen der Länder, die für Zeiträume vorsorgen müssen und für die die – in der Wissenschaft durchaus übliche – fachliche Kontroverse eben keinen Nutzen für anstehende Entscheidungen hat.

Außerdem sei ein logischer Widerspruch erlaubt: Um einzuschätzen ob Mund-Nasenschutz sinnvoll sein kann, hätte man nur in die damit überaus erfolgreichen fernöstlichen Länder blicken müssen, die diese dort bislang vergleichsweise harmlos verlaufende Seuche genau damit – und ohne Lockdown – in den Griff bekommen haben. Es hätte auch bereits genügt, sich an den Physikunterricht zu erinnern sein Wissen über die Auswirkungen von  Luftwiderstand und Filterwirkung abzurufen. 

Wie wenig dem RKI an “neuen Erkenntnissen” gelegen war zeigt auch die völlig irrationale Empfehlung, auf Obduktionen zu verzichten. Es ist dem Hamburger Gerichtsmediziner Prof. Klaus Püschel zu verdanken, dass er eben nicht auf RKI-Unsinn gehört und trotzdem vermeintlich oder tatsächlich am SARS CoV-2-Virus Verstorbene untersucht hat. Und er hat dabei eine überaus wichtige Entdeckung gemacht: Die an COVID-19 Erkrankten starben zu einem sehr hohen Prozentsatz (mehr als die Hälfte) an offenbar mit der Infektion einhergehenden Lungen-Embolien und Thrombosen. Dank des “Ungehorsams” des Gerichtsmediziners wissen die Intensivmediziner nun, dass sie mit frühzeitiger Gabe von gerinnungshemmenden Medikamenten eine gute Chance haben, viele Menschenleben zu retten. Man möchte ob dieser wichtigen Entdeckung ja schon Mäuschen im Kopfe von Prof. Wieler, um zu erfahren, ob überhaupt und wenn ja, welche Gewissensbisse ihn wegen seiner gehäuften Falschempfehlungen plagen.

Es ist absurd! Die RKI-Virologen mischen sich in ein anderes medizinisches Fachgebiet ein, von dem sie selbst offenbar keine Ahnung haben, zeigen sich aber wiederum überaus dünnhäutig, wenn ihre eigene Kompetenz nach den vielen Kehrtwendungen hinterfragt wird. Auch hier hätte einfaches Hirneinschalten m.E. genügt: Obduktionen sind überhaupt nur dazu da, um neue Erkenntnisse über Todesursachen zu gewinnen! Ist das noch zu fassen? Robert Koch müsste sich im Grabe wie ein Propeller drehen, erführe er, welche Rolle das nach ihm benannte Institut in der Pandemie bisher spielte. – Denn nicht einmal das aktuelle Zahlenwerk sind das RKI und seine 400 Mitarbeiter in der Lage, durchgehend tagesaktuell zur Verfügung zu stellen. 

Das RKI setzt wohl eher auf den Blick in eine Glaskugel oder auf einen Zufallsgenerator für seine “aktuellen Verkündungen”, denn von “Wissenschaftlichkeit” war bislang von diesem Institut nur wenig zu bemerken. Was hat das RKI überhaupt bisher an Nützlichem geleistet? Bislang fiel es nur durch pathetisch vorgetragene Vermutungen, Schätzungen und Irrtümer auf. Die Zahlen kommen jedenfalls aktueller von der Johns Hopkins-Universität und noch präziser von Avi Schiffmann (einem 17jährigen Programmierer, der das “nur zum Spaß” macht). Die empirischen Untersuchungen wiederum machen die Universität Bonn und die Charité in Berlin und die Gerichtsmedizin in Hamburg. Was genau also war bisher der Part des RKI zur Bekämpfung dieser Pandemie gewesen, außer Klug-, nein, eher Danebenscheißerei auf offener Bühne?

Vorschlag: Dem RKI möge man die staatlichen Mittel entziehen und stattdessen der Uni Bonn und der Charité in Berlin zur Verfügung stellen. 

Dass RKI-Chef Prof. Lothar Wieler nun für keine Interviews mehr zur Verfügung steht, ist ein Aberwitz angesichts der Tatsache, dass er es sich nicht hat nehmen lassen, die unbrauchbaren täglichen RKI-Fake-News von Beginn an in Pressekonferenzen selbst zu verbreiten. Und die Weigerung berechtigte kritische Fragen entgegen zu nehmen ist – mit Verlaub – auch ziemlich feige!

Was mich dabei am meisten aufregt ist, dass weder die Kanzlerin noch ihr Gesundheitsminister das unsägliche Treiben des RKI erkannt, hinterfragt und gestoppt haben. Merkel ist doch studierte Physikerin, sie sollte doch wissen, was wissenschaftliche Fakten von unausgegorenen Mutmaßungen unterscheidet, nämlich das, was der Virologe Prof. Hendrik Streeck und der Hamburger Rechtsmediziner Prof. Klaus Püschel getan haben: praktische Wissenschaft und Faktenerhebung direkt vor Ort! 

Man muss sich wirklich nicht wundern, dass die Länderregierungen nun das Heft des Handelns wieder selbst in die Hand genommen haben, wie es ihre Zuständigkeit ohnehin ist. Ministerpräsident Armin Laschet immerhin machte auf das nutzlose Verwirrspiel der Virologen aufmerksam und wird von den Medien dafür gescholten. Eigentlich wäre es aber die Aufgabe der Medien, die sich gerne als “Vierte Gewalt im Staate” gerieren, peinliches Hinterfragen als Standardaufgabe zu verstehen. 

Und man muss sich auch nicht wundern, warum die Menschen nun empört auf die Straße gehen. Insbesondere, dass es einfach nicht mehr zu bestreiten ist, dass dieser ominöse R-Faktor bereits vor dem Lockdown auf das nötige Maß gesunken war. Und  dass selbiger – sowie die Vernichtung vieler Existenzen – am Ende unnötig und damit unsinnig gewesen sein könnten, könnte sich nachträglich zu einem Skandal ohne Beispiel auswachsen. Haben die Verantwortlichen eigentlich noch so etwas wie ein Gewissen?

Titelfoto von Laurin Bräunig auf Pixabay


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